la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Bodhicitta

So nennt sich die buddhistische Übung, deren überaus anspruchsvolles und auch extrem langfristiges Ziel es ist, für alle Menschen liebevolle Güte und Mitgefühl zu entwickeln. Eigentlich ist es noch ein bissl anspruchsvoller: nicht nur für alle Menschen sondern für alle fühlenden Wesen, also auch das gesamte Tierreich.

Die Übung ist von der Herangehensweise her ganz einfach. Man beginnt damit zu versuchen liebevolle, mitfühlende Gedanken für eine neutrale Person zu entwickeln. Also für jemanden , der/die einem weder unsympathisch noch nahestehend ist. Dann nimmt man jemanden, den man mag, der/die einem nahe steht, die man liebt.  Soweit verhältnissmäßig einfach. Dann kommt die Herausforderung: liebevolle Gedanken für eine Person, die einem absolut zuwider ist, die man gar nicht leiden kann oder die man gar haßt.

Das geht dann über mehrere Stufen weiter, bis man irgendwann – aus buddhistischer Sicht nach vielen Leben – so weit ist, dass man liebevolle Güte für alle Wesen empfinden kann. Das Projekt dauert schon etwas länger als ein, zwei Wochen 🙂

Ich kenne diese Übung schon eine Weile und bin damit in Mini-Minimalstdosen erfolgreich. So nach dem Motto:  bei A und B und eventuell auch bei C geht das ja ganz gut, aber X und Z, diese grauslichen Leute ?! Nein, das ist wirklich zuviel verlangt 🙂

Aber eigentlich wollte ich erzählen, was der Lama, dessen Vorträge ich vor zwei Wochen gehört habe als Fundament dieser Übung bezeichnet hat. Ich weiß nicht, ob das sein persönlicher oder der allgemein verbreitete buddhistische Ansatz ist. Auf jeden Fall hat er mir sehr gut gefallen. Er hat gesagt, dass man um Mitgefühl für andere zu entwickeln sich nur vor Augen halten müsse, dass jeder einzelne Mensch, wie zuwider er uns auch sein möge, die Sehnsucht nach Glück hat und das Bestreben Leid zu vermeiden und dass daher in diesen existentiellen Wünschen und auf dieser grundlegenden Basis alle Menschen gleich seien.

Das war für mich ein ebenso berührender wie inspirierender Gedanke und eine ebenso bodenständige wie tiefe Weisheit.


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Ich verbringe

… ein sehr interessantes Wochenende. „Wissenschaft des Geistes, Reise des Herzens“ heißt das Seminar. Die Sonne brennt auf das Glasdach über dem Meditationsraum aber die Ausführungen von Pönlop Rinpoche sind so inspirierend, dass ich die glühende Hitze freiwillig in Kauf nehme. Viele andere sehen das auch so. Trotzdem hoffen wohl alle auf die angekündigte Abkühlung. Morgen sollen es nur mehr 30 Grad sein.

Ich möchte ja den Vortragenden gerne fotografieren und habe natürlich meine Kamera mit, aber die Situation passt nicht besonders gut, die Lichtverhältnisse sind auch grausig, weil aufgrund der Hitze und des Glasdachs alles verdunkelt ist. Vielleicht morgen …


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52 MONDGRAS – FOTOS – MAI 15 – 2

Saris Fotoprojekt:

 Thema: Fort damit

Ich habe gerade einen Anfall von Banalitätsphobie und finde es angesichts des Zustands der Welt fast unmoralisch mich mit mehr oder weniger hübschen Fotos von Abfällen zu befassen. Vielleicht nicht gerade unmoralisch, die Welt wird nicht besser davon, wenn ich keine Fotos mache, aber doch etwas frivol.

Gestern abend bei einer Fotoausstellung hat mir ein Freund erzählt, dass er es eilig hätte nachhause zu kommen, weil er beim Weggehen gesehen hätte, dass sein Nachbar ein paar köstliche Dinge im Müllcontainer versenkt hätte. Nun ist dieser Freund nicht so arm, dass er sein Essen nicht kaufen könnte, aber offenbar am Projekt „Mülltaucher“ beteiligt.

Wie ich gerade lese, ist es in Österreich, im Gegensatz zu Deutschland,  nicht verboten in den Mülltonnen der Supermärkte zu wühlen, wo jede Menge brauchbarer Lebensmittel zu finden sind. Manchmal bekämen sie auch von Bauern Lebensmittel geschenkt, die zwar frisch und völlig in Ordnung, aber für den Verkauf zu groß oder zu klein oder sonstwie nicht normkonform wären, erzählen die Mülltaucher. Hin und wieder gibt es öffentliche Festmähler, gekocht aus Bio-Produkten aus den Mülltonnen, manchmal werden die gefundenen Lebensmittel verschenkt. Es werden sogar Kochkurse abgehalten.

Zweck des Projekts ist es nicht Geld zu sparen, sondern auf die Verschwendung von Lebensmitteln hinzuweisen, in einer Welt, in der Millionen Menschen in Gefahr sind zu verhungern. Und obendrein gibt es auch in Europa, in diesem Fall in Wien, viele Menschen, die durchaus aus Gründen des Geldsparens in den Mülltonnen graben. Nicht weil sie geizig sind, sondern weil das Geld nicht reicht.

Ein in jeder Hinsicht sehr zu begrüßendes Projekt

Das ist ein Teil der Überreste eines Vormittags eines einzigen Markstandes in Mödling. Man kann  sich vorstellen, dass man daraus vieles kochen könnte.

IMG_3119  Saris Fotoprojekt:


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PROJEKT 52 BÜCHER – Woche 34

PROJEKT: 52 BÜCHER – WOCHE 34

Da findet es statt

Thema: Gut behütet

Oft habe ich in letzter Zeit darüber nachgedacht und nachgefühlt: wo liegt denn die Grenze zwischen „behütet“ und „gegängelt“? Kann man einen erwachsenen Menschen gleichzeitig behüten und respektieren bzw ernstnehmen? Und von der anderen Seite her betrachtet: kann man sich behütet fühlen ohne sich eingegrenzt und bevormundet zu fühlen?

Im Verhältnis zwischen Kindern und Erwachsenen ist das wieder anders, aber auch da finde ich es nicht einfach, auch da ist es eine Gratwanderung zwischen dem Wunsch zu schützen und der Notwendigkeit Selbstverantwortung zuzulassen.

Dazu gibt es einen Klassiker, der ein recht finsteres Bild von seiner Zeit bietet. Ein Klassiker, in dem der „Beschützer“ überhaupt nicht bemerkt, dass er nicht schützt sondern unterdrückt, dass er die „Beschützte“ nicht als Erwachsene sieht, sondern als nicht ernstzunehmendes Püppchen, dass er nicht behütet sondern tyrannisiert. Dass seine Frau ein ihm ebenbürtiger erwachsener Mensch ist und kein unvernünftig, hilflos durchs Leben tanzendes Wesen kann und will er nicht sehen …… IMG_2928


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Wovor fürchtet sich jemand mit Paraskavedekatriaphobie ?

Tja, wovor ?

Ich habe davon noch nie gehört, aber Paraskavedekatriaphobie nennt man die Angst vor Freitag dem 13. Verblüffend ! Ob diese Phobie in Spanien auch so heißt, da ist der Unglückstag nämlich nicht Freitag sondern Dienstag der 13.

Es gibt auch noch ein paar andere interessante Bezeichnungen für Phobien:

Siderotromophobie: die Angst vor Eisenbahnen

Peladophobie: die Angst vor Glatzköpfigen

Automatonophobie:die Furcht vor Bauchrednerpuppen

Arachibutyrophobie: Die Furcht davor, dass Erdnussbutter am Gaumen kleben bleibt und …..

Hippopotamomonstrosesquipedaliophobie : Die Angst vor langen Wörtern