Schlagwort: Farben –

#INKTOBER #7 – enchanted

Ich schließe mich hiermit dem Mixtober an, einer Mischung aus Zeichnungen und Fotos. Ein guter Ansatz um den ganzen Monat durchzuhalten und täglich etwas zum Thema zu posten. Es gibt auch eindrucksvolle Beispiele von kleinen Gesamtkunstwerken aus Fotos, Text, Zeichnungen, Zitaten ….. Soviel Zeit habe ich leider nicht, nächstes Jahr dann …….

 

 

Miksang auf Baustellen

Ich habe leider keine Zeit für längere Artikel. Nur ein Beispiel dafür, was einen so „anspringen“ kann.

Einfacher wird die direkte Wahrnehmung, wenn die Motive nicht leicht zu etikettieren sind, wenn die Frage „was ist das eigentlich“ nicht oder zumindest nicht sofort beantwortet werden kann. Es geht hier nicht um Bedeutungen, es geht ausschließlich um Wahrnehmung und Freude an der Wahrnehmung, an den Linien, Kurven, Strukturen, Mustern, Farben, Schatten, Spiegelungen. Wenn man auch diese Benennungen weglassen könnte, wäre es noch besser …….

Tropf – Fließ – Platsch – ABC-Etüden

Die ABC-Etüden

Wie immer bei Christiane

Die Wörter stammen diesmal vom Team dergl

Die drei vorgegebenen Wörter in einen Text von maximal 300 Wörtern verpackt.

Diesmal hat es sofort gefunkt. Die Wörter haben sich ganz von selbst zusammengefunden

Frühlingsgrün tüpfelt, trippelt quer über das Blatt, eng gefolgt von Mandarinorange in wohlriechenden Tröpfchen hüpfend. Wesentlich getragener schwimmt Petrol heran, schwappt auch über die Ränder, unterspült einige Mandarinorangetropfen um in einem Strudel am rechten, unteren Blattrand zu enden. Aus dem Inneren des Strudels steigt schrilles Zitronengelb und sprüht in einer Kaskade über das Petrol wodurch an manchen Stellen ein etwas kränkelndes Grün aufblitzt.

Kirschrot lässt sich eine Weile bitten, beteiligt sich dann aber auch am Tanz der Farben, in wilden Wellenbewegungen erzeugt es lila im Petrol und ein neues Orange in der Zitronengelbkaskade. Strahlendes, lebendiges Rot. Preußischblau, der dunkelste, distanzierteste aller Blautöne marschiert diszipliniert aus der rechten , oberen Ecke heran, harte, kurze Striche, dann ein Kehrtmachen und es festigt sich ein preußischblaues Rechteck, das die weiteste, tiefste Stelle markiert.

Nun hat die große Schar der Grüns lange genug gewartet. Smaragdgrün, Moosgrün und Olivgrün fassen sich an den Händen und hüpfen in das preußischblaue Rechteck, Laubgrün, Tannengrün und Grasgrün nehmen Anlauf, fliegen über das Rot und landen dahinter wobei sie interessante Spuren ins Papier färben. Farngrün, Schilfgrün und Patinagrün müssen nun noch warten, denn die Erdtöne machen sich lautstark bemerkbar. Zwischen Ocker und gebranntem Sienna hat sich auch ein Korallenrot eingeschlichen, das die beiden etwas träge gleitenden Brauntöne  vor sich herschiebt, die beiden umfließt und dadurch etwa in der Mitte des Bildes eine sehr ungewöhnliche Farbe auslaufen lässt.

Alle Farben strahlen noch ziemlich feucht, funkeln einander an, unterschiedlichste Farbtöne flirten miteinander und überlegen eine mehr oder weniger romantische Vereinigung. Die Atmosphäre prickelt, es liegt Abenteuer in der Luft. Doch plötzlich, ein süßliches, giftiges Pink ergießt sich aggressiv über alle anderen Farben und torpediert die Idylle. Grell und klebrig wirkt alles und langsam fließen die Farben zurück in den magischen Malkasten. Morgen ein neuer Versuch …

Sunnys Stöße

Das Thema ist diemal ein bissl länger:

Haufen/Stapel in der eigenen Wohnung … (Beschreibung: Kennst du diese Haufen auch, die sich immer wie von selbst bilden? Papierkram Wäsche, Gemischtes… Würde gerne sehen, ob das nur bei mir ein unerklärliches Phänomen ist…)
Sabine

Tja, natürlich kenne ich dieses Phänomen, nur allzu gut. Meiner Meinung nach, ist das die Gegenbewegung zu den schwarzen Löchern , in denen die unglaublichsten Dinge verschwinden; angefangen von einzelnen Socken über wichtige Notizzettel bis zu der genau in diesem Moment unbedingt notwendigen Handcreme. Die Stöße, oder meinetwegen Stapel von Dingen werden nur durch die Schwerkraft begrenzt, das heißt ab einer bestimmten Höhe kalben sie wie die Gletscher und das oberste heruntergefallene Stück bildet dann die Basis für den nächsten Stoß. Für mich fallen diese häuslich-geologischen Phänomene unter Naturgesetze ….

Fotos dieser Berge, Täler und Verwerfungen mag ich nicht herzeigen. Nachdem aber Sunny ihre Spende für Ärzte ohne Grenzen nach der Anzahl der Fotos berechnet, gibt es hier Fotos von anderen Stößen:

Schöpfung im Kleinen

Was doch so ein häßliches, banales Karo-Hemd der Fantasie alles anbieten kann:

img_8864Die Schlangenlinien der Schatten, tiefeingegrabene Täler in undurchdringlicher Dunkelheit, die Grüntöne, die durch Beschattung und Blauspiegelung im Gelb erscheinen, aufgeworfene Faltengebirge, die durch eine einzige Bewegung in die flachste aller Ebenen verwandelt werden können; vielleicht aber auch in eine Hochebene unter blendender Sonne. Die achtlose Naht rechts oben hebt ein Stück Anti-Materie heraus, verschwommen und von anderer Konsistenz als die benachbarten Flächen.

Flatternde Bewegungen, der Wind ist nicht stark, aber anhaltend, die Linien wellen sich in immer wieder anderer Zusammensetzung, Helles und Dunkles wabert durcheinander, ineinander, übereinander. Der Wind von unten aber erzeugt neue Berge und Täler, Sonn- und Schattseiten. Ein Koloratursopran schwingt sich die dunkle, mittlere Doppellinie hinauf und die Königin der Nacht katapultiert sich in die Schwärze oberhalb des Bildes.

Gemächlicheres findet auch statt. Das langsam fließende Rot intensiviert sich an den Überschneidungslinien und fließt nach der Begegnung wieder geschmeidiger und heller weiter. Das Blau ist ungelenker, der Farbton ungewiß und stumpf; es könnten Stauungen entstehen. Gelb breitet sich aus, offen für Farbmischungen, für immer neue Nuancen, immer neue Ausgangspunkte.

Nun könnten Menschen in diesen Landschaften erscheinen, bereit sich mit den Naturgewalten auseinanderzusetzen.

Flimmern

Immer wieder erstaunlich was so ein Gegenfarbenkontrast, hier rot-grün, hermacht. Ich werde mich auf die Suche nach passenden blau-orange und gelb-lila Fotos machen …. demnächst irgendwann 🙂

img_0105

 

Farbig – das Mondgrasprojekt 9

Farbig

Es ist mir klar, dass schwarz/weiß-Fotografie viel kann. Dass es großartige Fotografen gibt, die dokumentarisch interessante Bilder machen oder auch ausdrucksstarke Akte und Portraits in gestochen scharfer Qualität und auch wunderbar komponiert. Trotzdem ….. Ich muss gestehen, dass mir in den allermeisten Fällen Farbe wichtiger ist als Struktur, im Idealfall auch beides natürlich.

Besonders S/W-Bilder von Dingen und Orten, die ich in natura, also in Farbe kenne, gefallen mir selten. Also, gefallen ….. ich kann schon ihre Qualität und ihre Ästhetik schätzen, aber es bleibt für mich eher kühl und distanziert, es geht mir dabei nicht das Herz auf.

Das sind leider  Archivbilder. Die letzten Tag waren so trüb, dass das Fotolicht miserabel war und heute bei strahlendem Himmel hatte ich keine Zeit

IMG_1104 IMG_1159