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Nächtlicher Atlantik

 Nächtlicher Atlantik

Mitten in der Nacht, vom Strandweg her beleuchtet und die Kamera ewig lang belichtet, keine Bearbeitung.

Ich weiß nicht, welche Art von Beleuchtung da verwendet wird um so ein rotgoldenes Licht zu erzeugen, aber es ist sehr angenehm, dass der Strandweg kilometerlang  beleuchtet ist und die meerbegeisterten Touristinnen dort zu jeder Nachtzeit herumlaufen können. Gut, die Polizei patrouilliert auch. Da ist es nicht so klar, ob das beruhigend ist oder ob sich eher die Frage stellt, warum sie das wohl für notwendig erachten.

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Gespensterjagd in Portugal

Vor drei Jahren war ich das letzte Mal in Portugal. Es war ein unangenehmer Aufenthalt mit erfreulichem Ende. Viele unangenehme Situationen reihten sich aneinander. Ich hatte den Eindruck, dass der Ärger überhaupt nicht mehr aufhören wollte, aber diese unerfreuliche Zeit endete damit, dass meine portugiesischen Gespenster sich in ganz finstere Ecken zurückzogen, in die ich nicht mehr hineinschauen muss.

Ich hatte nicht eine sondern zwei portugiesische Beziehungen, von denen die zweite eher der Ausklang der ersten war. Jedenfalls war ich sehr oft in diesem Land, während und nachher. Es waren sehr dramatische Beziehungen. Damals konnte ich zwischen Dramatik und Tiefe noch nicht wirklich unterscheiden. Diese Unterscheidung gehört zu den vielen Dingen, die ich dabei auf die harte Tour gelernt habe. Auch Portugiesisch habe ich gelernt, ziemlich gut sogar. Das war in der Zeit als ich mich nach dem Tod von CA mit CM tröstete bzw in der Person von CM von CA verabschiedete. An Dramatik hat es auch da nicht gefehlt …..

Die vielen, vielen anderen Dinge, die ich auch noch gelernt habe, gehören nicht hierher, haben mir aber sehr geholfen. Um bei der Gespenster-Allegorie zu bleiben, so habe ich vor ein paar Jahren an allen portugiesischen Ecken mindestens ein Gespenst getroffen und der Blick durch diese nur theoretisch durchsichtigen Gestalten hat die Realität oft verzerrt. Es war wie eine Brille zur Betrachtung der Vergangenheit, die abwechselnd ganz und gar rosarot oder tiefschwarz war.

Heute sehe ich gerade noch hin und wieder und an ganz besonderen Orten den einen oder anderen Gespensterleintuchzipfel vorbeiflattern, der aber keinen Einfluss mehr auf die Gegenwart hat. Es ist ein sehr gutes Gefühl aus eigener Kraft auf festem Boden zu stehen und über den weiteren Weg zu entscheiden ohne durch Fesseln aus Liebe, Hass oder Gleichgültigkeit an Gespenster gekettet zu sein. Doch, doch auch Gleichgültigkeit ist eine Fessel. Keine so starke wie Hass oder Liebe, aber immerhin …… Erst der mitfühlende Blick auf früher Geliebtes oder Gehasstes macht wirklich frei. Ebenso wie der freundliche und humorvolle Blick auf sich selbst.

„Alone“ pour Sylvain

J´aime beaucoup les côtes celtiques de l´Atlantique. Ce joueur de cornemuse, je l´ai trouvé en Espagne, à La Coruña. Pendant la semaine que j´étais là-bas il jouait tous les jours au même endroit. On peut ou ne pas aimer la cornemuse, mais la musique était en quelque sorte adaptée au paysage ….

Ich liebe die keltischen Atlantikküsten. Diesen Dudelsackspieler habe ich in Spanien getroffen, in La Coruña. Während der Woche in der ich dort war, saß er jeden Tag am selben Platz und spielte sein Instrument. Man kann Dudelsackmusik mögen oder auch nicht, aber in diese Landschaft hat die Musik einfach hineingepaßt

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