la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Frau Göttlich 2/3 – ABC Etüden

Die ABC-Etüden bei  Christiane

Es soll ein Text entstehen mit einer Länge von  maximal 300 Wörtern, in dem die 3 vorgegebenen Wörter vorkommen.

Die Art des Textes kann frei gewählt werden.

Ach, liebe Christiane, verzeih, aber ich kann leider unmöglich 5 Wörter wegnehmen. Insgesamt haben die drei Teile aber nur 890 Wörter

Hier ist Teil 1

Der Chef residierte im obersten Stock, im Nebenraum seine Sekretärin. Aber von einem Zimmer 217 war nichts zu sehen. Das beruhigte mich etwas, denn es wäre schon seltsam gewesen, wenn ich an diesem Büro schon so oft vorbeigekommen wäre ohne es jemals wahrzunehmen, auch wenn der oberste Stock noch etwas verwinkelter war als das restliche Gebäude. Ich gehöre zur Harry-Potter-Generation und der Vergleich unseres Firmengebäudes mit Hogwarts drängte sich mir immer wieder auf.

Zwei vorbeieilende Kollegen hatte ich schon nach Zimmer 217 gefragt, beide hatten mich sehr seltsam angesehen und behauptet es gebe kein Zimmer 217. Langsam erwachte mein Kampfgeist. Ich steuerte auf die Putzfrau zu, die mit ihrem Reinigungswagen aus der entgegengesetzten Richtung kam und fragte sie, ob sie das Büro Nr. 217 heute schon gesaugt hätte. Sie sah mich empört an, in  Urwald sauge ich nicht, brummelte sie. Aha, sagte ich triumphierend, und wo liegt dieser Urwald.

Haben Sie mich gelegt, sagte die Putzfrau missmutig, deutete aber schräg hinter sich, Treppe dort hinter Tür, murmelte sie. Dann ordnete sie skrupulös die zu entleerenden Mistbehälter auf ihrem Wagen und bog schwungvoll um die Ecke. Die Treppe, die fast verborgen hinter einer Tür lag, hätte ich nie gefunden.

Ich kam in einen Halbstock, dessen Decke höher war, als der Rest des Gebäudes und dort prangte auf einer Tür ein Schild mit der Nummer 217, in verblasstem Gold. Gegenüber der Tür, zwischen zwei Fenstern stand ein riesiger Feigenbaum und auf einer Leiter daneben, sah ich eine Frau stehen, die mit einer winzigen Ikebana-Schere das eine oder andere Blättchen abschnitt.

Oh, Frau … äh ….. Rubin sagte ich fragend. Sie dürfen ruhig Göttlich sagen, das machen alle anderen auch, antwortete sie. Einen Moment, ich komme gleich runter. Kosten Sie meine Bürofeigen, die sind ein Genuss, rief sie und warf mir eine riesige Feige von ihrem Baum zu.

305 Wörter

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Frau Göttlich 1/3 – ABC Etüden

Die ABC-Etüden bei  Christiane

Es soll ein Text entstehen mit einer Länge von  maximal 300 Wörtern, in dem die 3 vorgegebenen Wörter vorkommen.

Die Art des Textes kann frei gewählt werden.

Ich erinnere mich noch genau an die Zeit als ich neu in der Firma war. Ich habe ziemlich lange gebraucht um einen Überblick über das verwinkelte, alte Gebäude zu gewinnen und über die Menschen, die dort arbeiteten. Manchmal denke ich, dass ich bis heute noch nicht jeden Winkel, jede Nische, jedes Kellerabteil kenne.

In meinem Büro waren wir zu zweit, Conny und ich. Der Raum hatte den strategischen Vorteil, dass der große Besprechungsraum der Firma genau gegenüber lag und die Kollegen, die vor den Meetings noch Hintergrundinformationen austauschen wollten, dies genau vor unserer Tür taten. Die Tür war immer nur angelehnt und so waren wir immer bestens über alles informiert auch wenn wir an den jeweiligen Besprechungen gar nicht beteiligt waren.

Das erste große Projekt an dem ich mitarbeitete, war eine architektonisch innovative Stadtrandsiedlung. Gemeinsam mit Rudolf arbeitete ich an der Raumverteilung in den Wohnungen. Skrupulös berechneten wir jeden Quadratmeter und schoben Wände und Möbel auf den Bildschirmen hin und her. Mit Rudolf zu arbeiten war ein absoluter Genuss, er war ebenso innovativ wie kompetent und erfahren. Ganz versunken in eine Idee war er, als ich ihm eines Tages eine Frage zu einem Vor-Projekt stellte. Das müsste die Göttlich wissen, sagte er. Von einer Frau Göttlich hatte ich noch nie gehört. Ich meine, du könntest Frau Rubin fragen, Zimmer 217, gleich neben dem Chef, sagte er und mir schien, er war ein bisschen verlegen. Auch von Frau Rubin hatte ich noch nie gehört und wollte wissen, ob man sie nicht anrufen könne. Nein, sagte Rudolf und verschwand fluchtartig aus dem Zimmer.

So schnitt ich eine Seite zusammen mit allen Fragen, die ich hatte, druckte sie aus und machte mich auf die Suche nach Frau Rubin, Zimmer 217, gleich neben dem Chef.

291 Wörter

 


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Tanzend im Wind – ABC-Etüden

Die ABC-Etüden bei  Christiane

Es soll ein Text entstehen mit einer Länge von  maximal 300 Wörtern, in dem die 3 vorgegebenen Wörter vorkommen.

Die Art des Textes kann frei gewählt werden.

Die ganze Woche lang, habe ich an den Wörtern geknabbert und konnte im Kopf „skrupulös“ und „schneiden“ nicht voneinander trennen, Zu „skrupulös schneiden“ ist mir aber nichts eingefallen, was ich irgendwie bearbeiten wollte. Aber schließlich haben mich die Gebetsfahnen inspiriert.

Ihre Hände wurden immer steifer, gefühlloser, die Wahrscheinlichkeit von der Kälte bleibende Schäden zurückzubehalten stieg. Sie wussten es, nahmen es aber nicht wichtig. Die grandiose Bergwelt mit ihren Schneefeldern und Geröllhängen, den ziehenden Wolken und der Unbegrenztheit des Blicks hielt sie alle in ihrem Bann. Drei buddhistische Mönche in ihren rot-orangen Roben und den Pelzen darüber, arbeiteten konzentriert. Manchmal wehte der Wind Schneeschleier über den Pass ins Tal hinunter, manchmal gab es unvorhersehbare Steinschläge. Menschen sind in diesem Umfeld physisch ausgeliefert.

Dennoch war ihre Aufmerksamkeit absolut, skrupulös achteten sie darauf die Stoffstücke farblich in der richtigen Reihenfolge aufzuhängen. Mit ihren schon fast gefühllosen Händen entrollten sie die Schnüre mit den Gebetsfahnen, schnitten sie durch und beschwerten die Enden mit Steinpyramiden. Die Disziplin, die sie nach langem Training gut aufrecht erhielten, machte das Unterfangen zur Freude und die Arbeit in der Kälte zum Genuss. In dieser Bergwelt haben die Menschen der Natur nichts anderes entgegen zu setzen als das Training ihres Geistes, ihre Achtsamkeit und Disziplin.

Fast tänzerisch waren die Bewegungen, geschmeidig und effizient. Die roten Roben und die bunten Gebetsfahnen waren die einzigen Farbflecken im Grauweiß des Himmalaya. Die Schnüre tanzten in der dünnen Luft immer neue und immer wildere Figuren. Frischer Schnee fiel, der Wind frischte auf, es war nun höchste Zeit die Arbeit abzuschließen und Zuflucht vor dem Wetter zu suchen.

Die Gebetsfahnen wehen über den Himmalaya, wehen über die Welt und der Wind verbreitet die guten Wünsche mit den Wolken, dem Regen und dem Schnee. Je mehr die bunten Stoffstücke ausbleichen, desto intensiver sind wohl ihre Gebete in der Welt angekommen

264 Wörter

 

 

 

 

 


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Lautmalerisches Narrenschiff – ABC-Etüden

Die ABC-Etüden bei  Christiane

Es soll ein Text entstehen mit einer Länge von  maximal 300 Wörtern, in dem die 3 vorgegebenen Wörter vorkommen.

Die Art des Textes kann frei gewählt werden.

Hier das Produkt eines späten Abends nach einem über 12-Stunden Arbeitstag

Auf einem Kreuzfahrtschiff treffen sich die Welten, ziehen sich an, stoßen sich ab, treiben wieder auseinander oder vermischen sich für kürzere oder längere Zeit.

Die Primaballerina

an Bord mit ihrem Diener

Ferse  Spitze, Ferse  Spitze

hüpf, hüpf, hüpf

Röckchen schwing und Röckchen lüpf

hüpf, hüpf, hüpf

 

Der Geheimrat mit Gattin

Sie machte äußerst matt ihn

Er: klonk wisch klonk wisch klonk wisch es johlt der Fisch

Sie: stelz, stöckel, schwank, klimper, klimper, wank

 

Gemeingefährlich die zum ersten Mal engagierten Capoeira-Tänzer. Der Primaballerina gefallen sie sehr, vor allem der eine, auch die Geheimratsgattin ist angetan, der Geheimrat selbst weniger.

Die dienstbaren Geister haben auf so einem großen Schiff nichts zu lachen aber viel zu tun.

 

Putz, putz, die Kabinen

Es lauern Trichinen

Rühr, rühr um im Topf

Tu ins Häubchen rein den Zopf

Flatter flatter über Deck

Und vernichte dort den Dreck.

 

Schüttel, schüttel, rühr

Alkohols Geflirr, Eiswürfels Geklirr

 

Das Barpersonal ist besonders gefordert, von den Arbeitszeiten und von den
Gästen her. Manche saufen sich durch die ganze Kreuzfahrt.

Torkel, Umfall, Kotz, Abschlepp, möglichst diskret. Es gilt ja auch Rücksicht zu nehmen auf die Romantischen.

Küsse im Mondlicht, Sex nächtens im Pool, Titaniczitate auswendig lernen und nur ein wesentliches Wort vergessen. Kuscheln im Liegestuhl, „Exodus“ lesen, war ja auch eine Kreuzfahrt, oder „das Narrenschiff“ das passt ganz gut.

Als Kreuzfahrt-Gigolo muss man schnell taxieren, sofort zuschlagen, die Besitzansprüche klar machen, schließlich weiß man nicht, wer im nächsten Hafen an Bord kommen wird und die Halbwertszeit mancher Charme-Offensiven ist kurz ganz im Gegensatz zu der Wut der übervorteilten Damen. Es gibt auch Ausnahmen: der Primaballerina zum Beispiel ist der Gigolo-Vorstoß nur eine hochgezogene Augenbraue wert, sie steht auf den Capoeira-Tänzer, der seinerseits die Geheimratsgattin in Erwägung zieht. Beamtentum ist finanziell solide.

Und das Schiff fährt aus dem Hafen, blubb, glugg, blubb, glugg

genau 300 Wörter

 


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Öffnung 2 – ABC-Etüden

Ach ich leiste mir noch eine zweite Etüde!

Die ABC-Etüden bei  Christiane

Es soll ein Text entstehen mit einer Länge von  maximal 300 Wörtern, in dem die 3 vorgegebenen Wörter vorkommen.

Die Art des Textes kann frei gewählt werden

Teil 1 ist hier 

Teil 2:

Auf dem Gang vor seiner Kabine hörte Julius Leute vorbeigehen, die redeten und lachten. Unerhört, dachte er rücksichtsloses Pack. Er beschloss an Deck zu gehen. Dort fand er auch sofort einen alleine stehenden Liegestuhl, von dem aus er aufs Meer schauen konnte. Laut Durchsage des Kapitäns war das Schiff gerade auf hoher See, weit weg von jeder Küste. Das Wasser waberte in den verschiedensten Farben, das Schiff spiegelte sich in fantastischen Windungen, am Horizont sah man nur eine dunkle Linie. In hypnotischem Rhythmus schlugen die Wellen an den Schiffsrumpf.

Dann sah er sie. Venus war sein erster Gedanke. Auf der makellosen golden glänzenden Haut des perfekten Körpers perlten Wassertropfen. Die schimmernde Haarpracht dagegen wirkte nicht nass, nur lockig und leicht. Die Brüste schienen noch von unsichtbarem Wasser getragen, fast schwerelos, die Brustwarzen steif nach oben zeigend. Bis zur Taille befand sie sich unter Wasser, aber es bestand kein Zweifel darüber, dass sie nicht etwa einen Fischschwanz hatte, sondern dass auch ihr Unterkörper und ihre Beine perfekt geformt waren; Ihre Bewegungen fließend wie das Meer, ihre Stimme lockend, komm zu mir, Julius.

Weit vorgebeugt saß er auf seinem Liegestuhl, fassungslos, völlig aus sich herausgetreten. Sie streckte ihre Hand aus und rief ihn nochmals. Er stand auf, schwankte bis zur Reling, hielt sich fest. Unwiderstehlich angezogen fühlte er sich, bereit alles hinter sich zu lassen, alles neu zu beginnen. Da bemerkte er, dass das Geländer leicht wackelte und wie ein riesiges unzerreißbares Gummiband zog ihn diese Wahrnehmung zurück in sein alltägliches Selbst. Skandalös, wacklig, gemeingefährlich, Beschwerde stammelte er. Die Gestalt der Venus war verschwunden, er stelzte torkelnd, empört vor sich hin murmelnd in Richtung Rezeption.

Die Kreuzfahrt war zu Ende, Julius hatte wieder eine Chance versäumt und nahm sein Leben wieder dort auf, wo er es vorübergehend verlassen hatte.

297 Wörter


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Öffnung? – ABC-Etüden

Ach ich leiste mir noch eine zweite Etüde!

Die ABC-Etüden bei  Christiane

Es soll ein Text entstehen mit einer Länge von  maximal 300 Wörtern, in dem die 3 vorgegebenen Wörter vorkommen.

Die Art des Textes kann frei gewählt werden

Teil 1

Julius überlegte, bei wem er sich darüber beschweren würde, dass der Einstieg ins Schiff viel zu steil war. Schließlich habe ich ja keine Bergtour gebucht, sondern eine Kreuzfahrt. War wahrscheinlich eh ein Fehler, wenn ich mir die Leute so anschau, gruselig.

An der Rezeption musste er kurz warten und obendrein war die farbliche Gestaltung des Schiffs eine Katastrophe, ebenso wie die Lage seiner Kabine. Wenn doch so eine Einzelkabine schon ein Vermögen kostet, kann man doch wohl eine bessere Lage erwarten. Der Koffer war zwar schon vor ihm angekommen, stand aber so ungünstig, dass es mühsam war, ihn auszupacken. Na, das fängt ja gut an! In seinem Kopf ratterten die Zahlen, wie viel ihn die vergangenen Minuten, die nichts als Ärger beinhalteten, schon gekostet hatten.

Ein erster Spaziergang. Steif stelzte er an die Reling. Die Silhouette der Stadt, beleuchtet, leicht verschwimmend. Das dunkle Meer mit spiegelnden Lichtern und verheißungsvollen Tiefen, leicht gekräuselt, Algengeruch … es stinkt hier ja erbärmlich und die Beleuchtung ist auch unter jeder Kritik. Gespannt bin ich auf den Speisesaal und das Essen.

Rund um Julius herum wurde das Essen gelobt, die prächtige Aussicht aus dem Speisesaal als das Schiff ablegte. Julius starrte indigniert auf ein Stück Tintenfisch auf seinem Teller, sicher verdorben, der schwarze Punkt da drauf, gemeingefährlich diese Kreuzfahrten. Natürlich kein Kellner in Sicht, Buffet, man weiß ja, warum die das machen. Aber sie werden schon sehen, wenn ich Salmonellen erwische …

Untertauchen in die blauen Tiefen, die sinnliche Berührung von Wasser am ganzen Körper, das Getragenwerden, die Leichtigkeit, die Freiheit der Bewegungen, das Schaukeln in den Wellen. Julius fuhr hoch und bemerkte, dass er vergessen hatte, das Fenster zu verdunkeln. Die Aussicht zog ihn magisch an, bis er sich an dem Gedanken hochzog, dass er sich darüber beschweren müsse, dass niemand die Kabine verdunkelt hatte, schließlich bei diesen Preisen und so weiter

300 Wörter

Fortsetzung folgt


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Durch das Polarmeer- Teil 3 – ABC-Etüden

Die ABC-Etüden bei  Christiane

Es soll ein Text entstehen mit einer Länge von  maximal 300 Wörtern, in dem die 3 vorgegebenen Wörter vorkommen.

Die Art des Textes kann frei gewählt werden

Ich habe mich diesmal für eine Geschichte entschieden, die ich in 300 Wörtern nicht unterbringe und die daher zur Fortsetzungsgeschichte wird.

Dies war der erste Teil 

Und das der zweite

Und hier der dritte und letzte

Der Kapitän starrte durch die Panoramascheiben der Brücke. Die Instrumente zeigten nichts Beunruhigendes an, auch der Blick aus dem Fenster ließ nichts anderes erkennen als den tiefblauen Himmel des hohen Nordens und schimmerndes Eis. Aber obwohl der Kapitän ein gemeingefährlicher Schürzenjäger war, so war er doch auch ein sehr erfahrener Seemann und er spürte, dass irgendetwas ganz und gar nicht in Ordnung war; irgendetwas da draußen im Polarmeer.

Die Schamanen trommelten, dumpf, weit tragend. Plötzlich, völlig synchron, ein letzter Schlag, dann absolute Stille, der Blick aufs Meer und das Schiff fiel, fiel in den Himmel hinauf, ins Blau, in die Weite, wie der Ball in einem Spiel bei strahlendem Sonnenschein; wie ein Ball, der für die faszinierten Zuschauer in Zeitlupe aufstieg, vor dem Hintergrund des Himmels glänzte und eine elegante Kurve nahm. Kein Laut war zu hören, das riesige weiße Schiff fiel in den Himmel, langsam und lautlos.

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Vor dem UNO-Hauptquartier formierte sich die Demo. Hunderttausende Menschen waren dem Aufruf von „Nordleben“ gefolgt. Der charismatische Anführer dieser erfolgreichsten aller NGOs stelzte über das Podium. Ja, er stelzte, das war in den Augen seiner Anhänger sein größter und einziger Fehler, den sie ihm aber gerne verziehen, war er doch früher Kapitän von Kreuzfahrtschiffen und hatte diesen angenehmen, lukrativen Job aufgegeben um für den Schutz des Nordens zu arbeiten; und das äußerst erfolgreich und überzeugend. Jeder Eisbär, jede Robbe wäre der Organisation sofort als spendendes Mitglied beigetreten.

Manchmal frage ich mich, wie ich hierhergekommen bin, murmelte der frühere Kapitän nachdenklich, warum ich nach meiner letzten perfekten, völlig ereignislosen Kreuzfahrt das Geschäft hingeworfen habe. Wer versteht sich schon selbst, antwortete seine neben ihm stehende Mitstreiterin. Ich frage mich auch oft, wie ich auf die Idee kommen konnte mit dir zusammenzuarbeiten, so unsympathisch wie ich dich auf dem Schiff gefunden habe!

298 Wörter