Schriften – Paleicas 12 magische Mottos.

Nichts ist mir eingefallen zum Thema Schilder und Schriften. Und schon gar nicht in Verbindung mit „magische Mottos“. Rein überhaupt gar nichts, kein Schild hat mich angelacht, nicht eine originelle Schrift habe ich gesehen.

Wie das so oft vorkommt, habe ich aber den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen, denn was war und ist schließlich meine Hauptbeschäftigung im Jänner ? Eben. Prüfungen korrigieren. Und zwar handschriftlich verfasste. Wenn dann die Sonne gefiltert durch die Jalousien auf die Schriften fällt, erzeugt das – bei verschwommenem Blick – einen durchaus magischen Effekt, der andauert solange man nicht liest, was da so geschrieben steht.

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Expressives Wochenende

Vorige Woche waren wir in einer Expressionisten-Austellung mit dem großartigen Titel „Farbenrausch“. Im Leopold-Museum im Wiener Museumsquartier. Ich bin ja ein großer Nolde-Fan und habe in den letzten Jahre mehrere große Ausstellungen seiner Bilder gesehen. Auch bei dieser waren etliche Nolde-Bilder dabei, aber vor allem Bilder von Künstlern vom Blauen Reiter und einigen anderen. Zum Beispiel von einem sehr vielseitigen Einzelgänger: Christian Rohlfs.

Interessant in dem Zusammenhang ist, dass es ja nur ganz wenige bekannte österreichische Expressionisten gibt: Schiele, Kokoschka und eventuell Klimt an wenigen besonderen Tagen.

An diesem Wochenende haben wir selbst expressiv gemalt. „Wir“ ist eine Malgruppe, die ich vor ein paar Jahren gegründet habe. Wir sind neun Leute und eine Meisterin und treffen uns viel zu selten aber doch. Diesmal habe ich wieder einmal sehr geschwelgt in den Formen und Farben …..

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Alphabet – weekly photo challenge

Alphabet

Kein besonders grandioses Foto, aber ein kulturgeschichtliches Dokument 🙂 ein Wiener Würschtlstand. Leider ein „Alt-Wiener“. Alles was diese Bezeichnung trägt, zeichnet sich dadurch aus, dass es wesentlich teurer ist als qualitativ Vergleichbares. Dieser Vertreter seiner Art steht vor einem der Eingänge zum Schloßpark Schönbrunn. Ein Umstand, der die Preise auch nicht gerade senkt.

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Autorität in der Pädagogik *hüstel*

Keinesfalls, niemals verwenden, völlig falsch: „Wenn du diesen Zettel mit der Unterschrift deiner Eltern nicht bis morgen bringst, dann …….“ und dann folgen irgendwelche Drohungen, die meistens mehr Ärger und Aufwand für die Lehrer- als für die Schülerseite bringen.

Richtig: “ Morgen habe ich diesen Zettel mit der Unterschrift deiner Eltern.“ *tief ins Auge der renitenten oder vergesslichen Jugendlichen blicken *

Wenn die wüßten, wie absurd ich es finde, dass Jugendliche zwar mit 16 wahlberechtigt sind, ihnen aber mit 17 nicht zugetraut wird, ihre schulischen Angelegenheiten selbstverantwortlich zu erledigen.

Schreibprojekt, äh …… ja …..

Zwecks Abwechslung habe ich mich bei einem Schreibprojekt angemeldet und bin schon sehr gespannt, was da wohl daraus wird.

Das Thema des Monats Jänner gefällt mir schon einmal nicht. „Nichtsdestotrotz“, ein grausliches Wort bei dessen Benützung Sprachpuristen giftgrüne Flecken im Gesicht bekommen und was weiß ich sonst noch alles an weniger sichtbaren Stellen.

Ich kann stattdessen „trotzdem“ oder „dennoch“ verwenden. Die inhaltliche Struktur, die mir spontan einfällt, ist aber ziemlich abgelutscht. „Das Leben ist so und so …… trotzdem …“ Liegt vielleicht an mir. Andererseits kann man wohl mit einem  allerersten Produkt eine etwas ausgelutschte Schiene benutzen. Oder ist das dann eine dauerhafte Richtungsfestlegung ?

Egal, ich schreib einfach mal was. Andere machen das auch. Ich habe ja natürlich schon etwas gestöbert auf der Projektseite … Und für literarische Lorbeeren wird es ohnehin auf keinen Fall reichen :mrgreen:

Geerdet möchte ich sein

Geerdet möchte ich sein und weder überkandidelt noch hysterisch noch paranoid. Mit einem Zugang zu weiten Horizonten und zu tiefen Schichten der Erde. Wie ein Baum. Im Einklang mit dem, was ich (be)greifen, leben und beinflußen kann. Weder größen- wahnsinnig noch selbstzerfleischend. Weder möchte ich mich in selbst inszenierten Schleifen verheddern noch die Komplexität der Welt unterschätzen.

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weightless – weekly photo challenge

Schwerelos

sind die Seifenblasen, das metallene Ross dagegen hat wohl einiges an Gewicht.

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Der Reiter stellt José I. dar, der das Regieren hauptsächlich seinem Minister dem Marques de Pombal überließ. Das war jener Marques, der nach dem großen Erdbeben 1755 Lissabon nach seinen Vorstellungen wieder aufbauen ließ

Ich fühl mich schon direkt realitätsverweigernd

wenn ich mich mit Fotografie und Lebensweisheiten beschäftige während vor meinen und anderer Frauen Augen hart erkämpfte Frauen- und Menschenrechte ins Wanken kommen. Wenn angeblich die größten Geheimdienste der Welt Attentatspläne auf halb Europa vereiteln. Ich weiß gar nicht wovor ich mich mehr fürchten soll, davor dass es diese Pläne tatsächlich gibt oder davor, dass die Geheimdienste dies aus ebenfalls finsteren Gründen behaupten.

Äußerst beunruhigend finde ich auch, wenn die Polizeichefs in deutschen Städten Tatsachen verschleiern wollen, die aber von den an hotspots anwesenden Polizisten beschrieben werden. Warum? Wem dient das? Wohin soll das führen?

Ich werde schon ganz paranoid ! Womöglich war im Schönbrunner Schloßpark, wo ich gestern dieses Foto gemacht habe, auch irgendein Anschlag geplant ?

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Wohin des Wegs ? – das Mondgrasprojekt – 1 – Jänner 16

Wohin des Wegs ?

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Ich versuche beim Gehen eine Balance zu halten zwischen zwei Überzeugungen: dass der Weg beim Gehen entsteht und dass alles irgendwie zusammenhängt.

Es gibt in dem alten Film „Lawrence von Arabien“ eine Szene, die mich sehr beeindruckt hat. Lawrence ist mit einer Gruppe von Leuten unterwegs durch die Wüste, wenn ich mich recht erinnere in der Absicht Aquaba auf dem Landweg zu erreichen. Der Weg ist aufgrund der Entfernung, der Hitze und des Wassermangels kaum zu bewältigen. Einer seiner Diener, ein Jugendlicher, den er aus der Gosse geholt hat, ist unterwegs zurückgeblieben und alle gehen davon aus, dass er nicht mehr zu retten, wahrscheinlich schon tot ist. Um Lawrence zu trösten, sagen die anderen, dass das eben das Schicksal sei, das alles, was jemandem widerfährt geschrieben steht. Und dann kommt die Szene, die mich so beeindruckt hat, dass ich sie mir gemerkt habe: Lawrence dreht um, reitet zurück in die Wüste um den Burschen zu suchen und ruft den anderen zu: „Nichts steht geschrieben“.

So sehe ich das auch. Jeder Mensch schreibt an seinem Schicksal mit und kann sich immer entscheiden, in die eine oder andere Richtung zu gehen, schnell oder langsam, den Blick auf den Boden oder zum Himmel gerichtet; Man kann unterwegs vieles bemerken oder übersehen, manches mitnehmen oder zurücklassen.

Wohin des Wegs ? Keine Ahnung, aber der Weg wird meiner sein.

macro pour Sylvain

MACRO

Une petite araignée qu´on a trouvé sur le toit de la voiture et qui nous a accompagné un peu

Wir haben sie auf dem Autodach gefunden und sie hat uns ein Stück begleitet

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„Hätten Sie gerne …..

ein Sackerl ? “ sagt der nette junge Buchhändler und entlockt damit seinen Kunden immer ein Lächeln. Einerseits für das löbliche Bemühen als Norddeutscher hunderte Male pro Tag das schwierige Wort zu probieren und andererseits  für den Mißerfolg es nach Jahren der allerfleißigsten Übung immer noch nicht richtig aussprechen zu können. Er ist arm dran. „Tüte“ kann er unmöglich sagen, das würden die Kunden übelnehmen, „Tragtasche“ klingt in einer Buchhandlung auch sehr eigenartig. Gar keine Erwähnung, dass das Geschäft auf Wunsch ein Transportmittel zur Verfügung stellt, geht irgendwie auch nicht. Also „Sackerl“, nicht „Sack-e-r-l“ sondern Sackerl ……

„Sackerl“ ist eindeutig ein Schlüsselwort für linguistische Integration in Wien.