Obst und Gemüse – Mondgras Oktober 15

Obst und Gemüse für Sari

Obst und Gemüse ist nicht das zentrale Thema mit dem ich mich gerade beschäftige 🙂  Allerdings  beschäftige ich mich derzeit ohnehin nicht mit viel anderem als beruflichen Belangen  … Aber ich bin halt so ein Photo-Challenge-Freak ! Irgendwann werde ich schon genug davon haben. Oder auch nicht. Offenbar gibt es ja viele Leute, die schon jahrelang bloggen und noch immer an denselben Projekten teilnehmen. Warum auch nicht, wenn´s Freude macht.

Also ein Gemüseportrait 🙂

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roma locuta causa finita ?

Im Vatikan sitzen 350 mittelalterliche und alte Männer, die – zumindest theoretisch – seit Jahrzehnten zölibatär leben und beraten darüber, wie aus ihrer Sicht das Leben in Partnerschaften und Familien zu gestalten wäre. Die Standpunkte von Frauen werden offenbar als irrelevant betrachtet. Wahrscheinlich weil ja Frauen an Partnerschaften und Familien nicht beteiligt sind, oder nicht in der Lage etwas zu deren Gestaltung beizutragen. *hüstel*

Es stellen sich überhaupt ziemlich viele Fragen zu dieser Synode. Zuallererst frage ich mich für wen die Ergebnisse überhaupt noch relevant sind und  inwiefern die Teilnehmer der Versammlung für das Thema eigentlich kompetent sind.

Polemischere Fragen gäbe es da noch etliche ……

Titellos

Richtig kalt ist es geworden. Übergangslos, wie in den letzten Jahren immer. Gestern habe ich noch die letzte Gladiole gerettet. Also gerettet … ich habe sie abgeschnitten und in eine Vase gestellt. „A schene Leich“, wie das bei uns in Wien so heißt, allerdings selten auf Gladiolen bezogen …

Gerade im richtigen Moment ist in der Schule ein Teil der Heizung eingegangen. In dieser vergammelten Hütte (nur leicht übertrieben) sitzen wir also in Mänteln, Jacken und Schals, immerhin noch ohne Handschuhe. Man muss sich über Kleinigkeiten freuen. Der Umzug in´s Ausweichquartier (das noch nicht fertig ist) und somit Abriss und Neubau des Gebäudes wurden wieder von Juni auf September verlegt. Nachdem das Thema aber schon seit 20 Jahren am Kochen ist, erschüttert das niemanden mehr.

Der Abendunterricht wird heute auch gemütlich kalt werden. Außer am Nachmittag hätte die Heizungsbetriebsfirma vorbeigeschaut. Die Wahrscheinlichkeit für diesen Besuch tendiert aber zu Null. Schließlich wurde der Schaden ja erst heute Früh gemeldet. Nur keinen Streß, es frieren ja andere …

Nach diesen ungemein positiven Ausführungen begebe ich mich also in die vergammelte Hütte. Ich glaub, ich mache ein paar Beweisfotos für den unhaltbaren Zustand dieses Gebäudes ….

Memories pour Sylvain

A la mémoire des victimes du fachisme

Un monument érigé à l´emplacement du bâtiment de la GESTAPO à Vienne. Il y a bien des monuments plus impressionants, des textes historiquement plus objectifs, mais enfin on ne peut jamais trop faire pour rappeler les conséquences catastrophiques d´un régime fachiste.

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Jim Knopf, Darwin und Michael Ende. Lektüre 4

Heute habe ich auf unserem wohnhauseigenen Büchertauschplatz ein ungewöhnliches Buch entdeckt.

IMG_5087Fischer Verlag – Abteilung Wissenschaft – Jim Knopf ? ? dachte ich mir und grapschte mir das Buch.Und es ist wirklich interessant.

Die Autorin, Julia Voss, hat mit diesem Buch 2009 den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa gewonnen. In der Begründung der Jury für ihre Entscheidung heißt es:

In ihrer neuesten Studie entziffert Julia Voss (…) Michael Endes „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ als eine Auseinandersetzung mit der Pervertierung der Evolutionstheorie im Nationalsozialismus.

Michael Ende hatte offenbar eine  große Aversion gegen Charles Darwin. Nach Endes Meinung war die Evolutionstheorie mit dem ihr zugrunde liegenden Prinzip der Auslese der entscheidende Faktor für ein Weltbild in dem das Recht beim Stärkeren liegt und den im Kampf Unterlegenen nichts vor Vernichtung schützt. Er meinte, dass die Evolutionstheorie eigentlich nur die wissenschaftliche Rechtfertigung für eine unmenschliche Gesellschaftsordnung sei.

Ein Kapitel dieses Buches heißt „Nepomuk gegen die Nibelungen“. Nepomuk ist, wie Eingeweihte wissen, ein Halbdrache, der nicht in die Stadt der reinrassigen Drachen hineindarf, weil zwar sein Vater ein Drache, seine Mutter aber ein Nilpferd war, der aber Jim Knopf und Lukas dabei hilft in diese Stadt der Drachen hineinzukommen. Dort hält der Drache namens „Frau Mahlzahn“ die entführten Kinder gefangen, die gezwungenermaßen an ihrem „Unterricht“ teilnehmen.

Es gibt auch ein Kapitel „Schulpflicht im Nationalsozialismus“bei dessen Lektüre sich einem die Haare aufstellen. In diesem Kapitel gibt es Zitate aus „Mein Kampf“, über die man laut lachen könnte, wenn sich nicht die Geschichte den üblen Scherz erlaubt hätte den Autor dieser Absurditäten an die Macht zu bringen.

Ich seh´ schon dieses Buch muss ich mit protektionistischen Maßnahmen auf meiner Leseliste vorreihen

Waldspaziergang – Mondgras- Oktober 15

Waldspaziergang für Sari

Das Thema finde ich leicht. Waldspaziergänge mache ich sehr oft. So auch gestern. Und natürlich fast immer in Begleitung meiner Kamera. F ist da meistens sehr geduldig, wenn ich alle paar Schritte stehenbleibe und irgendetwas fotografiere. Na gut, ich weiß natürlich nicht, was er sich dazu denkt. Ich muss ja auch nicht alles wissen 🙂

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Es war schon später Nachmittag, es gab wenig Licht und ich wollte nicht blitzen. Aber gerade diese Situation hat alles Gelbe zum Leuchten gebracht. Vor allem dieses Blatt, das sich in vorauseilendem Gehorsam schon strahlend sonnengelb gefärbt hat, hat von weitem aus den anderen Blättern  herausgeleuchtet.

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RESILIENZ …

… denke ich, wenn ich sehe wie einige kleine Flüchtlingskinder apathisch herumsitzen und andere fröhlich ihre Umgebung erkunden. Resilienz, eine Eigenschaft, die jemanden zum Krisenbewältiger, Lebenskünstler  und Stehaufnännchen macht.

Möglicherweise ist Resilienz zumindest teilweise genetisch bedingt, ebenso wie das Glücklichsein. Es gibt Gehirnforscher, die meinen, dass ein sehr beträchtlicher Anteil der Fähigkeit wegen Kleinigkeiten glücklich zu sein ebenfalls genetisch bedingt ist. Wohl wären positive Lebenseinstellungen zu erlernen, das Gehirn formbar, aber einige Menschen müssten eben beim Training zum Glücklichsein bei einem sehr viel niedrigeren Level beginnen als andere.

Spannend und nachzulesen bei Stefan Klein „Die Glücksformel“

(…) es ist weniger wichtig, was man erlebt, als wie man es erlebt. Das mag einleuchtend ja sogar trivial klingen und doch haben sich überraschend viele Sprüche und vermeintliche Lebensweisheiten in unser kollektives Bewußtsein eingeschlichen, die genau das Gegenteil verkünden.“ p. 222

Tja, und ich bin glücklich darüber, dass ich eine Menge Resilienz abbekommen habe …