la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


8 Kommentare

Endlich wieder – das Mondgrasprojekt 14

Endlich wieder habe ich es geschafft mir einen regelmäßig einmal in der Woche stattfindenden Kreativtermin zu organisieren. Das „Date“ findet gemeinsam mit zwei Freundinnen im Atelier meiner üblichen Malmeisterin statt. Es kann gezeichnet, gemalt, getöpfert, gedruckt werden. Eine wahre Freude. Leider sind es nur jeweils zwei Stunden, weil ich davor und danach arbeite, was die Sache zeitlich ziemlich streßig macht, aber das ist es mir allemal wert.

IMG_7597 IMG_7598 IMG_7600


15 Kommentare

Palmenhaus, etwas Sonne und viel Wasser

Losgezogen bin ich heut Vormittag in der Absicht Fotos zu machen auf denen sowohl Pflanzen als auch die Architektur des Palmenhauses zu sehen sein sollten. Aber es kommt ja immer alles anders als man denkt. Es hat mich heftig zu abstrakten Fotos gezogen. Grün, Wasser, Spiegelungen.

IMG_6507

IMG_6531


8 Kommentare

Authentizität versus Reduktion

Anläßlich des Betrachtens von sehr schönen durch Bearbeitung farblich reduzierten Fotos bei Maren Wulf  habe ich wieder einmal über das Thema nachgedacht.

Beim Malen ist mir Reduktion ein Begriff.   Aufgrund meiner persönlichen Herangehensweise an ein Bild:  „zunächst einmal viel Farbe, dann sehen wir weiter 😀 „, muss ich jedes Bild immer reduzieren. Ich habe gelernt, dass es eine Entscheidung für und gegen jedes einzelne Detail gibt. Oft ist einfach nicht klar, ob ein Bild fertig ist oder nicht und manchmal hört man dann auf bevor es fertig ist, oder man malt es zu Tode. Die wirklich schwierige Frage, wann ein Bild denn nun fertig ist, hat mir meine Malmeisterin kürzlich sehr gut beantwortet: Ein Bild ist fertig, wenn jedes Detail die Aussage des Bildes fördert.

So sieht eines meiner „da habe ich mich richtig ausgetobt- Bilder“ aus. Viel Farbe, die fließen durfte, wie sie wollte, Sand …… Also das hat wirklich Spaß gemacht. Wenn jetzt aber ein fertiges Bild daraus werden soll, das eine Aussage hat, außer „hui, war das schön“, muss es auf jeden Fall reduziert werden. Das ist in verschiedene Richtungen möglich. Es könnte ein ruhiges Bild mit Spiegelungen werden, dann muss ziemlich viel weg, ein allegorisches Bild, es kann mehr ins Gegenständliche gehen oder mehr ins Surreale, es kann wärmer werden oder noch kälter und, und ……. Trotzdem habe ich natürlich zu dem Bild so wie es ist eine gewisse persönliche Beziehung, die sicher anders ist, als die Beziehung, die ich zu einem reduzierten, technisch verbesserten Bild hätte.

IMG_2770

Wenn man nun aber das Thema Reduktion in der Fotografie betrachtet, so ist die Situation ja eine ganz andere: das Motiv ist vorhanden, das FotografInnenauge entscheidet „nur“ den Ausschnitt, den Blickwinkel, die Belichtung …

Die Bearbeitung eines Fotos ist eine Veränderung der Natur. Soweit ein Foto den objektiven Eindruck überhaupt wiedergeben kann. Soweit es einen objektiven Eindruck überhaupt gibt.

Ich denke, dass die farbliche Reduktion eines Fotos oder das Herausretouchieren einzelner Teile im Grunde das Ziel hat, die Aussage des Fotos so zu gestalten, dass alle Betrachter, die vom Fotografen beabsichtigte Aussage auch gut sehen können.

Bei Maren Wulfs Fotos zum Beispiel unterstreicht der Sepiaton den Moorcharakter der Landschaft. Diese Bearbeitung erhöht die Qualität des Fotos als Darstellung einer Moorlandschaft, aber andererseits erschwert sie andere mögliche Wahrnehmungen. Es kann ja sein, dass andere BetrachterInnen für sich einen anderen Aspekt dieser Landschaft als wichtiger oder hervorhebenswerter eingestuft hätten.

Also würde ich sagen, dass bei einem Foto Reduktion oder Bearbeitung im Allgemeinen dazu führt, dass die Sichtweise der Fotografierenden über jene der BetrachterInnen gestellt wird. Was ja absolut legitim ist.

Die – im Rahmen des Möglichen – naturgetreue fotografische Darstellung eines Objekts, einer Landschaft – berührt meiner Meinung nach die BetrachterInnen aber direkter, weil sie ungefilterter ist. Das heißt, sie bietet den Betrachtern eine bessere Gelegenheit das Objekt als solches zu sehen und nicht die Interpretation der Fotografen. Je direkter die Verbindung zwischen Betrachtetem und Betrachter ist umso stärker ist auch die Berührbarkeit.