la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Kopfloser Konsum kombinierte knitternde Knie kampfbereit

Seelig sinnierten Stabreime, süchtig sollten Spaziergänger sein und sieben Strategien schönten schwarze Schaufenster sichtbar.

Sinnlose Silben schwadronieren südwärts

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„Tür zu“ – Mitmachblog

Halt die Tür zu, fester, stemm dich dagegen. Es kommt ja die ganze verseuchte Luft herein und da hinten weht irgendwas Oranges, gegen den Wind auch noch, komisch. Halt sie fester zu, jetzt fließt auch noch Wasser durch die Ritzen, Salzwasser. Fester, fester, ein Sturm…  was der alles herumwirbelt, Strandgut der Geschichte und Carles Puigdemont mit der romantisch gedachten Seeräuberbinde des rebellischen Urgroßvaters und ein buddhistischer Mönche mit einem blutigen Schwert …

Uff, kleine Pause, können wir etwas nachlassen beim Zustemmen ? Der Schallschutz funktioniert ohnehin nicht, die Aufrufe zum Heiligen Krieg kommen aus allen Richtungen und das Geplärr der Parolen und nachgeplapperten Scheinweisheiten. Der da hinten im gestreiften Anzug schreit auch mit im Chor

Das Scharnier da oben ist völlig rostig, das muss wenigstens geölt werden. Ah, da kommt ja der Kurz mit einer Kanne Öl, super, das wird die Veränderung bringen ! Aber was macht der denn ? Geht vorbei samt der Ölkanne, ganz zielstrebig, was tut der ?? Er gießt das Öl ins Feuer ?? Und da springen ein paar Männer im Trachtengewand darüber, hysterisch und schenkelklopfend lachend. Die werden schon wissen worüber sie sich so freuen…

Dann muss die Tür halt samt dem rostigen Scharnier und der halbkaputten Schnalle noch eine Weile halten. Stemm dich dagegen, aufgeben gilt nicht !


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Ausgleich

Herz & Verstand

Ich finde es schade, wenn es so viele Menschen gibt, die sich entweder als Herz- oder als Kopfmenschen sehen. Wir sind doch alle beides. Wir haben doch alle die Möglichkeit sowohl unser Herz als auch unseren Verstand zu nutzen und sprechen zu lassen. Uns in die Welt einzubringen mit unserem Intellekt und mit unseren Emotionen, je nachdem, was die Situation gerade erfordert und was uns und anderen gerade gut tut.

Ich plädiere dafür, am Ausgleich zu arbeiten, am Ausgleich zwischen Emotion und Verstand, am Ganzwerden des Menschen.

Meine Idealvorstellung ist nach wie vor: ein warmes Herz und einen kühlen Kopf zu haben, im Idealfall gleichzeitig.

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ABC Etüden – grenzenlos

Die ABC-Etüden werden von Christiane organisiert und von Ludwig illustriert. 

Es geht darum aus 3 Wörtern eine Geschichte aus genau 10 Sätzen zu basteln

Nach dem Unfall hatte er immer an die Brücke denken müssen und an das Dorf auf der anderen Seite des Flusses. „Du kannst da allein nicht mehr hin“ hatte seine Mutter gesagt „aber am Sonntag gehen wir gemeinsam“. Dann hatte ihn aber sein bester Freund begleitet und sie hatten gemeinsam die Schritte gezählt und die Wegmarkierungen ausgewählt.

Wochenlang hatte er geübt, mit dem weißen Stock vor sich her getastet. Zweiundzwanzig, Einundzwanzig, verdammt jetzt war er gestolpert und hatte die Spur verloren. Er verbiss sich die Tränen und tastete sich zurück nachhause. Nochmals von vorne. Viele, viele Male. Neunundneunzig – Achtundneunzig – er zählte immer rückwärts – Fünfunddreißig …. Siebzehn ……  Zwei – Brücke ! Jaaaa, es war gelungen und damit wurden seine Möglichkeiten der Orientierung grenzenlos.

 


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ABC-Etüden – Dubiose Verwaltungsmaßnahmen

Wieder einmal eine 10-Satz-Geschichte. Hier geht es zu Christiane, der Projektverwalterin

Ich gehe jetzt einfach wieder hin und erkundige mich nochmals. Da werden wieder alle hinter meinem Rücken die Augen verdrehen, weiß ich doch, ist ja immer dasselbe ! Und sie werden sagen, mit dieser mühsamen Geduld in der Stimme, dass sie es mir doch schon so oft erklärt haben oder dass das eben so ist. Letztes Mal hat der Huber einmal was anderes gesagt, er hat mich gefragt, wieso das so wichtig ist. Ausgerechnet der Huber, der immer auf dem Behindertenparkplatz steht, direkt vor dem Eingang zum Supermarkt. Die Müller-Hinterprup  ist auch nicht besser, die seufzt immer, wenn sie mich sieht. Gestern hat sie gesagt „Oh Gott, früher war es wenigstens nur einmal im Monat“  Dumme Person, gibt es denn in diesem fragwürdigen Amt eine Bestimmung darüber wie oft man etwas fragen darf  ? Sie könnten ja mal eine Antwort geben, wäre ja nicht so schwer. Warum kommt denn die Müllabfuhr am Dienstag und nicht an einem anderen Tag ?

 


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ABC-Etüden – Die gütige Spinne

Eigentlich dürfen es nur 10 Sätze sein. Ich weiß, ich weiß, aber auf den letzten konnte ich unmöglich verzichten. Ich bitte um einmalige Nachsicht.

Die Honigpumpe, ein Erbstück von ihrem Großvater, diente ihr heute als Symbol, denn es war dank der Erbschaft des Großvaters, dass sie sich heute voll und ganz ihrem Lebensinhalt widmen konnte: dem ans Licht Bringen der wahren Natur ihrer Nachbarn und sonstigen Feinde aus der tristen Trabantenstadt in der sie lebte.

Vielfältig und anspruchsvoll war diese Tätigkeit. Einerseits das Verfassen anonymer Briefe, die man grob in Drohbriefe und Denunzierungen unterteilen konnte und andererseits das Pflegen der Fassade der biederen, freundlichen Frau, bei der alle sich ausweinen durften. In ihrer Küche, wo immer Kaffee, Kräutertee und Selbstgebackenes bereitstand, durfte man ihr sein Herz ausschütten, in allen Details, sogar Menschen, die Drohbriefe oder sonstige bösartige Nachrichten erhalten hatten, konnten ihr alles erzählen.  Sie selbst führte ja ein Leben ohne Sensationen. „Unerträglich langweilig und nur auf ihre Küche fixiert“ hatte sie ihr erster Mann genannt und war ausgezogen. Auch diesbezüglich hatte sie sich verbessert: der letzte der Männer, die sie verlassen hatten, hatte bei Interpol gearbeitet. Sie hatte da an eine Zusammenarbeit im großen Stil gedacht, aber der Karl konnte die Genialität ihrer Methoden nicht richtig einschätzen. Als vollkommen übergeschnappte, gemeingefährliche schwere Neurotikerin hatte er sie bezeichnet bevor er  fluchtartig verschwand. Den perfekt ausgefeilten Drohbrief, der in seinem Büro aufgetaucht war, hatte er gar nicht mitgenommen. Klar, so würde er in seinem Beruf nie weiterkommen !


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Kleine Freuden auf dem Mitmachblog

Kleine Freuden sind um so vieles verlässlicher als ihre großen Verwandten. Man muss nur die Augen aufmachen und schon sieht man mit ziemlicher Sicherheit etwas, was Freude macht und wenn es nur ein Regentropfen auf einem Blatt ist, die schöne Form eines Steins in einer Mauer, eine leuchtende Farbe, ein Muster aus Dingen, die üblicherweise keine Muster bilden, ein auf dem Wasser treibender Zweig, der ungewöhnlich geformt ist und und…  Die Ohren kann man natürlich auch in Position bringen; Wind- und Wassergeräusche, Vögel, Stimmen, Musik natürlich, auch die Geräusche der Stadt können Freude machen.

Den Tastsinn darf man in unserer Gesellschaft nur bedingt einsetzen, aber in der Begegnung mit bekannten, befreundeten und geliebten Menschen kommen dann auch die haptischen Typen auf ihre Rechnung. Haut an Haut bewirkt vieles …

Menschliche Begegnungen bieten vielfältigste Möglichkeiten für kleinere und größere Freuden, allerdings auch für kleineren und größeren Ärger; das ist Glückssache. Die Kollegin, die meist unleidlich und negativ ist, kann genauso sein wie sonst oder aber ausnahmsweise positiver drauf sein. Der Cousin, den man ewig nicht gesehen hat, ist noch so nett wie früher oder hat sich in einen geifernden Ungustl verwandelt. Freundliche Begegnungen mit unbekannten Menschen können sehr inspirierend sein, oder man wird – kurzfristig – zum Menschenhasser.

Kleine Dinge, kleine Freuden, die das Leben ausmachen. Oft ist das Glücksgefühl dazu viel größer als die Freuden selbst. Wer immer nur auf die ganz großen Momente wartet, versäumt sein Leben.