la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


Ein Kommentar

Im Regen 2 – Kreatives Schreiben # 1

Sowohl das Spiel als auch das Thema gefällt mir so gut, dass ich mich unbedingt noch ein mal an „Im Regen“ versuchen muss. Nochmal vielen Dank an Vro und Barbara Pachl-Eberhardt .

Es fielen nur ein paar Tropfen, auf den Asphalt, der  dadurch wie ein gepunkteter Stoff aussah. Es war so wenig Wasser, dass du dich fragtest, ob du wohl in einem ungünstigen Moment die Flugbahn eines Vogels gekreuzt hattest. Dann wurden die Tropfen größer, der Himmel dunkler, du konntest nicht mehr zwischen den Tropfen gehen und hieltst dein Gesicht dem Regen entgegen. Das kalte Wasser traf deine Haut und löste vielfältige Empfindungen aus. Auf der Straße flossen kleine Rinnsale, dann Ströme, Wirbel, Fälle über Staustufen. Eine Wand aus Wasser, die vom Wind getrieben wurde. Die standest unter alten Steinbögen und der Regen kam aus verschiedenen Richtungen und  traf dich immer wieder ins Gesicht, auf die Schultern und Hände. Durch die Säulchen der breiten Stiege unter der du standest, sahst du den Himmel, die Wasserschleier, die ziehenden Wolken und auch die vom Wind geschüttelten Bäume, die Schotterfläche vor dir mit ihrem zentralen See. Schwere Tropfen bildeten Kreise auf der Wasserfläche, die sich immer weiter ausbreiteten. Die Welt war nass, das Wasser fruchtbar, du selbst auch nicht mehr trocken. Aber welche Freude Teil des Regens zu sein.


7 Kommentare

Idylle ?

Idylle, wenn die Blumen außerhalb der Vorhänge stehen und nur für Vorübergehende sichtbar sind, nicht für die Bewohner ? Idylle wenn alles unverrückbar am gleichen Platz steht und womöglich auch noch aus Plastik oder Ähnlichem ist, um jede Veränderung zu verhindern? Funktioniert aber auch nicht, Plastik wird zumindest staubig und mit der Zeit auch schäbig.

Idylle, wenn die Vorhänge fest zugezogen sind und in streng parallelen Falten liegen ? Das uralte Haus ist auf jeden Fall penibel renoviert worden, aber wer weiß, vielleicht war es auch vorher schöner. Vielleicht ist Perfektion immer etwas beängstigend und lenkt die Fantasie in Gefilde, in denen es alles andere als perfekt zugeht.

Oder es ist einfach ein schön gestrichenes, sorgfältig dekoriertes Fenster ohne irgendwelche Abgründe. Wer weiß das schon.


11 Kommentare

Im Regen – Kreatives Schreiben # 1

Bei Vro habe ich sie zuerst gesehen, die Schreibspiele und habe sie dann weiterverfolgt zu Barbara Pachl-Eberhardt . Dort gibt es eine Liste von Aufgaben zum kreativen Schreiben und ich beginne einfach mit

Nummer 1 „Im Regen“ . 10 Minuten schreiben ohne Nachdenken

Regen und überhaupt Wasser in jeder Form sind mein wichtigstes Lebenselement. Vielleicht ist das eine Neigung, die ich ohne besonderen Grund habe, vielleicht ist es aber auch eine Kindheitserinnerung ….

Mein Großvater mütterlicherseits ging immer gerne mit mir spazieren. „Bei jedem Wetter, weil wir sind ja nicht aus Papier“ pflegte er zu sagen und dabei zu zwinkern. Wir gingen tatsächlich bei jedem Wetter spazieren, meistens im Belvedere bei den spitz zugeschnittenen Büschen. Dort durfte ich meine Begeisterung für Architektur ausleben. Jeder Busch war ein Haus mit mehreren Stockwerken mit einem Hubschrauberlandeplatz am Dach oder auch einem Wald im zweiten Stock. Und rundherum regnete es.

Wir gingen immer auch im Regen spazieren, aber nicht nur. Mein Großvater war ein begeisterter Kartenspieler. Er tarockierte in einem bestimmten Wirtshaus mit einer großen Runde alter Herren – zumindest kamen sie mir damals sehr alt vor. Meine Großmutter hatte für das Kartenspiel gar nichts übrig und so ergab es sich großartig, dass der Weg zum Spaziergang mit der Enkelin zufällig an jenem Wirtshaus vorbeiführte. Dort angekommen wurden wir mit großer Begeisterung empfangen. Mein Großvater war ein umgänglicher, kommunikativer Mensch, der sich immer und überall schnell Freunde machte. Meine Großmutter dagegen, war eine sehr strenge, düstere  Frau, die weder für Geselligkeit noch fürs Kartenspielen zu haben war. Ich liebte die Tarockkarten mit den bunten vielfältigen Figuren und die vielen netten Leute. Vor allem an die Figur des Pagat erinnere ich mich, der hatte wohl irgendeine besondere Bedeutung im Spiel. Meine Großmutter wusste nichts von diesen „Ausflügen ins Laster“, mein Großvater bekam eine kleine Kartenrunde ohne dass er dafür lange Debatten führen musste und ich fand alles interessant

Heute würde man das eine win-win-Situation nennen.


5 Kommentare

Ganz kurzer Themenwechsel

Eitelkeit hat ja nicht unbedingt immer mit tatsächlicher Attraktivität zu tun. Auch bei den Vögeln. Wir haben zu Ostern einen Besuch bei meinen Lieblings-Hassvögeln gemacht.

In Waidhofen an der Thaya gibt es eine große Volière für Waldrappe. Die Vögel werden von einem Team betreut zu dem auch einige geistig behinderte Menschen gehören. Wir konnten zufällig beobachten wie einer von ihnen die Vögel gefüttert und die Volière gereinigt hat. Er machte einen zufriedenen Eindruck. Das Projekt finde ich ziemlich gut. Das ist ein überschaubarer, einfacher Tätigkeitsbereich, der mit Tieren zu tun hat und bei dem die Mitarbeiter in einer klar definierten Position auch mit anderen Menschen in Kontakt kommen können aber nicht müssen.