la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Impulswerkstatt – Betrachtungen zum Schreiben

Ich eröffne eine Abteilung in der Impulswerkstatt, in der ich mich mit den „handwerklichen“ Aspekten des Schreibens befassen möchte. Ich nehme natürlich meine eigenen Texte als Beispiel und die konstruktiven Kommentare, die ich dazu bekomme als Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit den Themen. Selbstverständlich werden hier nicht die Texte anderer Leute zerlegt, nur meine eigenen, damit habe ich genug zu tun.

Dieser erste Beitrag bezieht sich auf den Text „Der Bauer, der meinte, die Natur zu unterstützen“.

Punkt Nr.1 – Personengestaltung. Zunächst die Darstellung der Kinder in dieser Geschichte (Danke Nati, Danke Christiane) . Ich gebe den beiden ganz recht darin , dass die Figuren der Kinder mehr als schemenhaft sind. Womöglich ist nicht einmal ganz klar geworden wie viele es sind. Da müsste ich ein bissl nachbessern. Zwar waren die Kinder, wie schon erwähnt, nur als Dekoelement gedacht, die zu einem Bauernhof einfach dazugehören, aber etwas mehr Ausarbeitung würde nicht schaden. In diesem Punkt wie in anderen zeigt sich, dass ich ein Problem mit der Länge der Texte habe. Würde ich die Stränge, die in diesem Text angelegt sind ausarbeiten , würde der Text wesentlich länger. Ja, und dazu fehlt mir noch die Geduld, oder die Disziplin oder die Motivation oder alle drei.

Vielleicht fehlt mir auch das persönliche Interesse an den Figuren. Ich erfinde sie schnell und lasse sie dann sofort wieder los. Darüber grüble ich noch. In diesem Zusammenhang: danke Katha für den Kommentar zum Bauern

Punkt Nr.2 – der Dauerbrenner „Erzählperspektive„. (Danke Ule). Tja, innere Monologe mag ich sehr, sie bieten viele Möglichkeiten über die Wahrnehmungen und Gefühlslage der Personen zu schreiben. Die auktoriale Position wiederum ermöglicht mehr Überblick über sämtliche Figuren und Handlungsstränge und mehr Abstand. Ideal finde ich den Wechsel zwischen verschiedenen Erzählperspektiven. Nur erschwert dieser Wechsel die Strukturierung von kurzen Texten und führt oft dazu, dass sich die Leser*innen nicht auskennen. Je kürzer der Text desto linearer sollte wohl die Erzählstruktur sein.

Punkt Nr.3 – die Sprache. Flumsi meinte einmal, dass ich eine barocke Sprache hätte. Das hat mir gefallen, also in meiner Interpretation von „barock“. Gerda hat dem Bauern am Anfang dieses Textes sogar eine gewisse archetypische Qualität zugesprochen. Das hängt wahrscheinlich auch mit der Sprache zusammen und hat mir auch gefallen. Insgesamt bin ich mit meiner Sprache ganz zufrieden.Zum Training: viel schreiben und möglichst verschiedene Dinge würde ich sagen.

Zum Anfang bietet sich die Kurzgeschichte an. Ich habe mir eine Charakterisierung von Kurzgeschichten aus dem Netz gefischt und lege sie einmal an mein Geschreibsel an.

Merkmale von Kurzgeschichten

Kurzgeschichten sind durch mehrere relativ eindeutige Besonderheiten gekennzeichnet. Jedoch weist nicht immer jede Kurzgeschichte alle dieser Eigenschaften auf. Typische Merkmale sind:

  • Überschaubare Textlänge: Meistens sind Kurzgeschichten zwischen zwei und fünf Seiten lang. Diese ist noch etwas zu kurz

  • Unmittelbarer Beginn: Es gibt keine Einleitung, die grundlegende Fragen zu Personen, Ort und Zeit klärt. Passt

  • Geringe Anzahl von Charakteren: Es treten nur wenige Personen auf. Diese werden nicht detailliert beschrieben oder vorgestellt. Oft werden keine Namen verwendet, sondern lediglich Personalpronomen wie „er“ oder „sie“. Passt

  • Alltags- oder Umgangssprache: Die Sprache in der Kurzgeschichte ist meist schlicht gehalten. Naja, passt teilweise

  • Alltägliche Handlung: Üblicherweise werden in der Kurzgeschichte relativ gewöhnliche Geschehnisse dargestellt. Allerdings kommt es dabei zu einem Konflikt oder einem überraschenden Wendepunkt. Passt

  • Offener oder halb offener Schluss: Das Ende der Kurzgeschichte bleibt unklar. Oft bricht die Handlung einfach ohne Hinweis auf den Ausgang ab. Beim halb offenen Schluss kann es diesbezüglich Andeutungen geben. Passt

  • Chronologische und lineare Erzählung: Normalerweise treten in Kurzgeschichten keine Zeitsprünge auf. Meist wird außerdem lediglich ein sehr kurzer Zeitraum betrachtet. Da  gibt es in diesem Text kein Problem. Im allgemeinen mag ich aber Zeitsprünge , das Verflechten verschiedener Zeitebenen und Handlungsstränge sehr gerne. Fazit: schwierige zeitliche Konstruktionen lassen sich nur in längeren Texten verwirklichen.

Nun, das ist jetzt schon ziemlich lang geworden. Fortsetzungen werden folgen.


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Der Bauer, der meinte, die Natur zu unterstützen – Impulswerkstatt

Endlich ist mir zu meinem Foto auch was eingefallen, im vierten Anlauf!  Dafür liebäugle ich mit einem zweiten Blasentext und einem weiteren Getreidetext. Es geht wieder.

„Die Spreu vom Weizen trennen“ war der Lieblingsspruch des Bauern. Nicht nur auf seine Getreideernte bezog er sich damit, sondern auf das Leben im allgemeinen, auf die Menschen in seinem Dorf, seine Nachbarn, seine Familie.

Er hatte einen schönen Betrieb und war so reich wie man es mit einem bestenfalls mittelgroßen Hof nur werden konnte. Getreide, Hühner, Schafe, eine Käserei, Obstgärten und einen prächtigen Hofladen, der von seiner Frau geführt wurde. Nicht alle Produkte, die dort verkauft wurden, stammten tatsächlich vom eigenen Hof und nicht alles, was als Bio-Produkt angepriesen wurde, verdiente diesen Namen, aber die Städter konnten da ohnehin keinen Unterschied feststellen.

Unzufrieden kam der Bauer an diesem Sonntag aus der Messe zurück. Der neue Pfarrer war ihm zu jung und zu eifrig. Der alte Pfarrer hatte langweilige aber verlässliche Predigten gehalten, immer am Ablauf des Kirchenjahres orientiert und niemand musste damit rechnen, dass irgendwelche Geschehnisse aus dem Dorfleben für die Predigt verwertet wurden. Niemals hätte der alte Pfarrer von der Bergpredigt gesprochen und dabei erwähnt, dass ihn das Verhältnis zwischen der Anzahl der Schafe des Bauern und den Mengen an Käse, die er als Eigenprodukt verkaufte, sehr an die Brotvermehrung erinnere, er aber in diesem Fall keine göttliche Intervention erkennen könne. Und der strafende Blick, den er dem Bauern zugeworfen hatte! Eine unverschämte Einmischung der Kirche in seine Geschäfte. Diese Zeiten sollten doch wohl vorbei sein, dachte der Bauer sehr verärgert und überlegte, ob so ein Pfarrer besonders wenn er jung und somit sicher völlig unerfahren in seinem Amt war, auch zur Spreu gezählt werden konnte.

Die zwei jüngeren Kinder des Bauern sprangen um ihn herum. Sie hatten die Sache mit der gottlosen Vermehrung des Schafkäses wohl nicht verstanden, Kinder hörten ja bei Predigten ohnehin nicht zu. Der Bauer erinnerte sich gut, wie langweilig er selbst als Kind jeden Sonntag wieder die Messe des alten Pfarrers erlebt hatte. Aber, so dachte er, da konnte man wieder sehen, dass nicht alles, was auf den ersten Blick schlecht erschien auch so war. Manchmal musste man ein bisschen warten, bis man die Spreu vom Weizen trennen konnte. Den alten und den neuen Pfarrer hatte er nun endgültig in die richtigen Kategorien eingeteilt, den einen zur Spreu verbannt den anderen im Rückblick als Weizen identifiziert.

Ebenso lag die Sache bei seinem ältesten Sohn, der in die Stadt gezogen war und nichts davon wissen wollte, den Hof zu übernehmen. Musiker war er geworden, ein Bauernsohn, der sich nichts Besseres zu tun wusste, als in einem Orchester zu spielen, die Klarinette noch dazu. Nicht einmal ein solides Instrument!

Aber auf die beiden Kleinen aus zweiter Ehe hatte der Bauer große Hoffnungen gesetzt. Ihr Großvater mütterlicherseits, Besitzer eines großen Weinguts hatte schon angedeutet, dass er einen seiner Enkel, wenn sie erst groß genug wären, gerne als seinen Erben anlernen wollte und der andere würde dann natürlich den Bauernhof übernehmen.

Sein jüngstes Kind, seine Tochter, die gerade zu krabbeln begann, würde er an den anderen Nachbarhof verheiraten. Dort war der älteste Sohn zehn, genau richtig im Alter. Gerne malte der Bauer sich aus, wie er sein Leben gestaltete, sein Schicksal selbst formte und seine Kinder an die richtigen Plätze im Leben stellte. Der Verrat des ältesten Sohnes hatte allerdings einen Riss in sein gefestigtes Weltbild gesprengt, der gelegentlich aufklaffte. Die Pläne zur Gestaltung des Lebens seiner anderen Kinder wirkten da wie Zement, der diese Risse wieder verschloss und das Wohlbefinden des Bauern in der Welt wieder herstellte, wenn auch in letzter Zeit immer mühsamer.

Der Bauer war nicht nur reich sondern auch geizig und immer darum besorgt, dass ihm weniger zuteil werden könnte, als ihm zustand; dass sein Getreide nicht hoch genug wachsen würde, das seine Schafe zu wenig Milch gäben und das Obst zu spärlich oder zu spät reifte. Längst hatte er alle seine Nachbarn in Spreu und Weizen getrennt und nachdem er kaum jemanden zum Weizen zählen konnte, war er zu dem Schluss gekommen, dass er seine Besitztümer besser schützen musste.

Sein erster Schritt war ein Zaun um den Obstgarten. Es war ein Holzzaun, der nicht weiter aufgefallen wäre, wäre er nicht deutlich höher gewesen als alle Zäune der Umgebung. Zu diesem Zeitpunkt schwankte die Bäuerin zwischen Ärger und Sorge.  Sie war nicht nur um vieles jünger als der Bauer, sie war auch von Natur aus umgänglich und freundlich und wollte ihren Kindern das Bild einer Welt vermitteln, in der alle ihren selbst gewählten Platz finden konnten. Nun musste sie jedes Mal wenn sie in den Obstgarten ging, mehrere Schlösser am Zaungatter auf- und zusperren. Wenn sie auch selbst die Schlösser immer offen ließ, so wachte doch der Bauer darüber, dass sie nie lange offen blieben. Meistens schickte er eines der Kinder mit dem Auftrag den Obstgarten zu versperren und erboste die Bäuerin damit noch mehr.

Die Lage verbesserte sich nicht und eines Tages kam der Bauer mit seinem Kleintransporter vom nächstgelegenen Lagerhaus zurück und sie sah, dass er mehrere große Rollen Stacheldraht auf der Ladefläche liegen hatte. Er ging nicht weiter darauf ein, dass sie keinen Stacheldraht auf dem Hof haben wollte, schon wegen der Kinder. Es war ihm nicht einmal zu entlocken, was er genau vorhatte. Er arbeitete mit dem Stacheldraht hinter dem Rücken der Bäuerin, die mit dem gut besuchten Hofladen und den drei kleinen Kindern stark ausgelastet war und keine Zeit hatte auf dem gesamten Hof zu patrouillieren.

War der Bauer in ihrer Nähe hörte sie ihn von Spreu und Weizen murmeln, er sprach auch von den diebischen Nachbarn, die sein Getreide holen wollten, den boshaften Städtern, die die Ähren niedertrampelten um schneller in den Wald dahinter zu gelangen und vom jungen Pfarrer, von dem er annahm, dass er ihn beobachtete. Eigentlich war er sich diesbezüglich ganz sicher.

Der Pfarrer und einige Nachbarn, mit denen der Bauer früher am Stammtisch regelmäßig Karten gespielt hatte, machten in letzter Zeit Andeutungen über seine Aktivitäten bei den Feldern und die Bäuerin war nun schon sehr besorgt um den Geisteszustand ihres Mannes. Als er eines Tages mit blutigen Händen und zerrissener Kleidung nachhause kam, wurde es ihr zu viel und sie ging mit dem jüngsten Kind auf dem Arm zu den Getreidefeldern um zu sehen, was dort vor sich ging.

Was sie vorfand, erinnerte an den Alptraum eines Paranoikers. Der Bauer hatte alle Getreidefelder mit Stacheldraht umzäunt und auch innerhalb der Umzäumung kreuz und quer durch die Felder weitere Bahnen Stacheldraht gezogen.

Damit hatte er seine gesamte Getreideernte vernichtet um sie der vermeintlichen Gier anderer zu entziehen. Das Weltbild des Bauern hatte nun keine Risse mehr, es war alles wohl gefügt und geschützt, alles und jedes auf seinem Platz, unverrückbar für alle kommenden Zeiten. Mithilfe des Stacheldrahts hatte er sogar der Natur geholfen, Spreu vom Weizen zu trennen.

Die Bäuerin lachte hysterisch, das Kind hüpfte auf ihrem Arm. Der Pfarrer und die anderen Honoratioren des Dorfes überlegten, einen Wohltätigkeitsbasar zu veranstalten, für die armen Kinder. Der Bauer aber war glücklich und zufrieden mit seiner perfekten Abgrenzung von der Welt.


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Romantik ohne Leben – Impulswerkstatt

 

Mein erster Beitrag zum November in der Impulswerkstatt. Wie sich zeigt, bin ich gerade sehr unromantisch unterwegs. Eigentlich meistens. Ich hatte einen völlig anderen Text im Sinn, aber dieser hat sich mit Erfolg vorgedrängt.

 

 

Das Meer streckt die Finger aus nach dem Land. Die Steine hat es schon zu Sand zerrieben, nun nähert es sich wieder, streicht den Sand glatt und hinterlässt Luftblasen. Mit Luftblasen kenne ich mich aus.

„Et la mer efface sur le sable les pas des amants désunis” mein heutiger Ohrwurm, nachdenklich, melancholisch… Mich aber stimmt es heiter, das Lied von den im Sand verwischten Spuren der Liebenden. Das Bedauern über den Verlust so mancher Geliebter hält sich in Grenzen.

Was bin ich froh, dass ich dich los bin mit deinem romantischen Getue vom „immer und ewig“ und „den verwandten Seelen“ und von „Liebe besiegt alles“ und dem ganzen Geschwurbel und Geschlabber.

Wenn es darum ging einen Dichtungsring auszuwechseln, wolltest du dir deine edlen Pianistenhände nicht schmutzig machen. Füreinander geschaffen waren wir, du für die Freuden des Lebens, ich für alles andere. Das Begießen der blauen Blumen der Romantik war dein maximaler Beitrag zu den Niederungen des Alltags.

Du konntest unmöglich selbst das Auto zum Mechaniker bringen, du musstest dir ja Liebesschwüre ausdenken, die du dann deklamieren konntest wenn ich vom Mechaniker zurück war und in aller Eile das Abendessen kochte. Ein paar Butterbrote wären eines in ewiger Liebe verbundenen Paars wie uns beiden nicht würdig gewesen. Und dass du selbst etwas gekocht hättest, entsprach nicht deinem Image als romantischer Liebhaber.

Als Liebhaber warst du allerdings wirklich gut, das muss ich dir lassen. Perfekt wäre es gewesen, hättest du dabei gelegentlich auch den Mund gehalten und nichts Gereimtes rezitiert. Auch auf die ausgewählten Passagen aus Romeo und Julia hätte ich in dem Zusammenhang gerne verzichtet. Dagegen hätte es meine Libido sicher noch gesteigert, wenn du es einmal geschafft hättest die Waschmaschine in Gang zu setzen oder den Staubsauger zu schwingen.

Die Welt wolltest du mir zu Füßen legen und dem ganzen Universum von unserer Liebe künden, die so hell leuchtete wie das Firnament. Deine Metaphern waren eher durchschnittlich.  Es musste aber jemand den Rasen mähen und neue Glühbirnen besorgen. Du warst es nie, warst immer ausgelastet mit Künden, Jubilieren oder Dichten während ich den Zaun strich oder die Steuererklärung machte.

Ich wählte und kaufte das neue Sofa, dein Beitrag dazu war es, dekorativ darauf herumzuliegen. Das Dekorative kann man dir ja nicht absprechen. Dein reizender Engel war ich. Wahrscheinlich deswegen, weil Engel mit Flügeln ausgestattet sind und somit sehr schnell gewünschte Dinge herbeischaffen können.

Zugehört hast du mir nie, du musstest ja von den ewigen Bindungen des Fleisches und der Seele labern, die über viele Leben hinaus andauern. In diesem Leben musstest du dich wohl von den vorhergegangenen ausruhen und für die zukünftigen stärken.

Such dir doch einen anderen bezaubernden Arbeitsengel !

„Et la mer efface sur le sable les pas des amants désunis”

Endlich!


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Novembermitte bei der Impulswerkstatt

Liebe Besucherinnen und Besucher der Impulswerkstatt,

Nun sind schon zwei Wochen November vergangen und in der Werkstatt wurden 14 Beiträge geschrieben, gezeichnet, gemalt. Es freut mich, dass auch Besucher und Besucherinnen dabei sind, die beim ersten Mal noch nicht mitgemacht haben. Die Zusammenfassung des Monats und alle links gibt es wieder am 30.November. Ich bin extrem gespannt, ob diesmal vielleicht jemand ein passendes Kochrezept in der Werkstatt kreiert ? Vieles andere, kann ich mir auch vorstellen.

Für diejenigen, die das Schreibprojekt noch nicht kennen, gibt es hier eine Erklärung: so hat´s begonnen

Wer sich die Beiträge der Oktober-Runde ansehen möchte, kann das entweder über den Reiter „Impulswerkstatt“ auf diesem Blog tun oder einfach diesem Wegweiser folgen: Zusammenfassung der ersten Runde (Oktober).

Die beiden Impuls-Fotos stelle ich nochmal hier rein. Man kann schließlich gar nicht genug Schreibanregung bekommen. Ich zum Beispiel war im November bis vor kurzem total uninspiriert, die Frau Flumsel war da viel flotter, aber jetzt ist mir ein Textchen eingefallen, das im Lauf des Tages fertig werden wird. Hoffe ich zumindest !

Ich werde demnächst die Ärmel hochkrempeln und mir zu meinem eigenen Bild auch noch etwas einfallen lassen. Fein, wenn wir uns in der Impulswerkstatt treffen sollten…


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Impulswerkstatt – Einladung für November

Liebe Werkstattbesucherinnen und  -besucher !

Frau Flumsel und ich (Myriade) haben uns sehr gefreut, dass ihr so zahlreich die Werkstatt besucht  und so viel zu ihrer erfolgreichen Eröffnung beigesteuert habt. Der erste Durchgang hat unsere Erwartungen für den Start dieses Projekts deutlich übertroffen.

Hier kommt nun der zweite Durchgang. Wer noch nicht weiß, worum es geht und dies auch erfahren möchte: So hat´s begonnen

Hier ist die Zusammenfassung der ersten Runde (Oktober), die sehr gut und vielseitig gelungen ist und – glaube ich – allen Beteiligten Freude gemacht hat.

Nun gibt es wieder zwei Fotos zur Inspiration. Ich bin schon sehr gespannt, in welche Richtung diesmal die Assoziationen gehen werden. Es fällt mir dazu schon einiges ein, aber das verrate ich natürlich nicht, Vielfalt soll ja in der Impulswerkstatt herrschen und Kreativität, ja und Vernetzung

Wir freuen uns also schon auf Texte, Gemaltes, Gezeichnetes, Fotografiertes, Musik?, Kochrezepte? oder was immer euch dazu einfällt.

   


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Echter als das Leben

Echter als das Leben

Herbstlicher Nebel lag über dem Dorf als Ayla zu der Keramikhütte hinüberging. Der Boden war schlammig durch den Regen und die andauernde Feuchtigkeit und das Holz und die halbverfaulten Blätter verströmten Spätherbstgeruch. Sie trug ihren mit Fell gefütterten gewebten Umhang, ein Webstück mit einem ganz neuartigen Muster, das ihre Schwester erfunden hatte.  Immer schon hatten die beiden Schwestern in allem wettgeeifert und daher dachte Ayla schon eine Weile darüber nach, wie dieses originelle Webmuster von einer neuen Idee beim Töpfern übertrumpft werden könnte. Vielleicht eine neue Art des Brennens?

„Paketbote!  Frau Hilde Novak ?“

„Wer? Nein, ach so, Entschuldigung, ja Hilde Novak. Danke. Nein, das Paket für die Nachbarn nehme ich nicht.“

Auch wenn sie nicht mitging auf die Jagd kannte Ayla sich doch mit den Waffen der Männer aus. Sie konnte Holzspeere herstellen, zielsichere Waffen über viele Meter, sachkundig gebaut mit Schwerpunkt im vorderen Drittel. Stoßlanzen gehörten ebenso zu ihren Produkten wie Wurfhölzer für die Vogeljagd. Die Herstellung von Gerätschaften aus Holz und Stein, manchmal auch aus Bronze faszinierte sie. Ihre große Geschicklichkeit dabei hatte sie durch lange Übung erworben. Sie strich gerne über das geglättete Holz, war stolz auf die Perfektion. Manchmal hätte sie gerne ihren Namen eingraviert, aber etwas Starkes hielt sie davon ab, eine innere Stimme, keine Buchstaben, keine Namen.

In ihrem Haus hingen Waffen an den Wänden ebenso wie Keramikgeschirr um die Feuerstelle stand. Ein gut gebautes Haus aus Flechtwerk mit Lehm verstrichen, das Dach tief herunter gezogen und wasserableitend konstruiert. Ein wohlbestelltes Haus mit Webstuhl, Fellen und gefüllten Vorratskörben. Lange wohnte sie hier schon, konnte sich an ein Davor nicht erinnern.

„…. Und dann noch die Krüge. Hilde, wie schaut´s mit den Krügen aus?“

„Hilde !! “

„Was? Entschuldige, ich habe nicht zugehört.“

„Die Krüge, Hilde, die sind doch fertig, oder? Du hast noch nicht an der Uni angerufen“

„Ja sicher, die drei roten Krüge. Stehen in meinem Haus.“

„Ach, bist du jetzt schon hier eingezogen?“

Alle lachten, aber Hildes verwirrter Blick erschreckte sie und beschämte sie auch ein bisschen. Ihr herausragendes handwerkliches Geschick und ihre umfassenden Sachkenntnisse sicherten Hildes Platz im Team von Professor Stangl.  Dass sie in letzter Zeit immer zerstreuter, immer seltsamer geworden war, hatte bisher keinen sichtbaren Einfluss auf die Haltung des Professors gehabt, es führte aber zu Unruhe in der Gruppe.

„Wenn sie nicht so kompetent wäre“ sagte Professor Stangl zu seinem Kollegen, dessen Spezialgebiet urzeitliche Waffen waren. „Sie ist in Theorie und Praxis unschlagbar, nicht nur beim Töpfern. Als wäre sie damals dabei gewesen“

„Das ist ein Teil des Problems“ murmelte der Waffenspezialist .

 

Montag. Sie parkte auf dem leeren Parkplatz vor dem Dorfeingang. Im Dorf war niemand zu sehen. Das lag natürlich an der Kälte. Wer nicht auf der Jagd war, blieb im Haus und beschäftigte sich mit Winterarbeiten. Das würde sie auch tun. Ayla setzte sich vor ihr Haus und schnitzte weiter an einem Stück Holz, das eine glatte, gerade Fläche bekommen sollte.

Ein junger Mann kam quer durch das Dorf auf sie zu. Er gefiel Ayla ausnehmend gut  und sie winkte ihm zu. Kräftig gebaut, groß, mit langen Haaren. Er rief etwas, das klang wie „Hallo Hilde“. Komisch. Er kam näher, sie sah fröhliche Augen und einen meisterhaft gestrickten Pullover. Wieso konnte er einen gestrickten Pullover haben? Auch seltsam. Übermütig lief er die Böschung vor ihrem Haus hinauf. Sie sah ihn so irritiert an, dass er annahm, dass sie sich nicht an ihn erinnerte.

„Du weißt doch, ich bin der Wolfgang, ich dissertiere beim Professor Stangl

„Ja“ sagte Ayla „ja, ja. Ich habe gehört, ihr wollt eine neue Getreidemischung für´s Brot ausprobieren.“

„Ja, genau, deswegen bin ich heute da. Magst du kosten?“

Wolfgang war erst seit ein paar Tagen beim Team der experimentellen Archäologen und er konnte Hilde noch nicht so recht einordnen. Er wusste, dass der Professor sie  sehr schätzte und als seine Hauptassistentin betrachtete. Die anderen respektierten ihre Kompetenz, behandelten sie aber ansonsten wie eine schrullige Außenseiterin, genau betrachtet noch etwas mehr als schrullig.

Gar nicht schlecht das neue Brot, Ayla wollte selbst dahinterkommen, wie das Getreide gemischt worden war. Sie kaute aufmerksam und beschäftigte sich weiter mit ihrer Holzplatte. Wolfgang war verschwunden und würde wohl so bald nicht wiederkommen. Schade irgendwie, aber daran wollte sie nicht denken.

Ayla packte ihre mitgebrachten Schätze aus, der selbstgemischte Rötel aus dem richtigen Gestein war eine besondere Kostbarkeit. Damals hatte sie regelmäßige Bergtouren gemacht und verschiedene Gesteine geklopft. Schatten von  Erinnerungen, die ihr oft bizarr vorkamen und Unbehagen verursachten, wenn sie sie weiter verfolgen wollte.

Die rote Farbe für die Schlange, die sich im Kreis bewegte und schließlich selbst verschlang. Auch das schwarze Pigment und das ganz helle hatte sie selbst hergestellt und trug die Farben mit dem zu Urzeiten verwendeten Bindemittel auf. Mit ruhiger Hand malte sie auf das geglättete Holz, mit den Werkzeugen zu denen sie lange geforscht hatte bevor sie sie herstellte.

Da stand nun die fertige Holzplatte. Ein schönes Stück, ein Beweis für die Bedeutung der Schlange und auch für die Bedeutung der Kunst seit jeher. Die verwendeten Farbpigmente, die nicht aus der näheren Umgebung stammen konnten, bewiesen auch die Existenz uralter Handelswege quer durch Europa bis weit in den asiatischen Raum hinein.

Sie nahm einen der Nägel, die ihre Kollegen kürzlich geschmiedet hatten, schlug ihn in die Wand und hängte die fertige Platte auf. Sie war sehr zufrieden mit dem Werk, die warnende Stimme war gerade leicht zu überhören. Sie missachtete deren dringende Warnung vor Buchstaben als sie „Bronzezeit“ auf ein Stück Rinde schrieb und es unter die Zeichnung hängte.

 

„Was haben Sie sich dabei nur gedacht, Hilde ! Eine selbstbemalte Holzplatte auszustellen, mit Datierung in die Bronzezeit! Ausgerechnet am Tag der Inspektion für die Genehmigung der neuen Forschungsgelder ! Sind Sie denn noch bei Trost! Sollte das womöglich ein Scherz sein ?!“

„Alles Originalwerkzeuge, nur echte Werkstoffe“ murmelte Hilde. Es gelang ihr nicht, ihren Blick zu fokussieren und den wütenden Professor Stangl anzusehen.

 

Ein Hochhaus aus viel Glas, in dem sich der Himmel spiegelte. Manchmal waren es auch die Vorzimmer der Hölle mit glänzenden Namensschildern. Facharzt für Psychiatrie Prof. Dr. Müller, Verhaltenstherapie Evelyne Huber, Coaching Adalbert Hübsch …

 

„Wissen Sie Frau Novak, so etwas kann jedem von uns passieren, vor allem wenn sie in ihrem Beruf so kompetent sind wie man mir berichtet hat. Wenn die Balance zwischen Beruf und Privatleben ins Schwanken gerät, wenn man sich mit dem Beruf stark identifiziert und das Gegengewicht im Privatleben fehlt.“

„Ja, sagte Ayla das sollte nicht passieren.“ Sie überlegte dabei, ob sie mit den Männern auf die Jagd gehen könnte. Vielleicht kam Wolfgang auch mit.


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Impulswerkstatt – Zeit (Text 1 – Oktober)

Wenn ich über diesen Text noch einmal drüber ginge, würde es in Arbeit ausarten, daher bleibt er jetzt so, wie er ist und steht hier als mein erster Text zum eigenen Projekt. Aber ich habe gesehen, was das Austauschen eines Worts und das leichte Umstellen eines Satzes ausmachen kann.

Es begann an einem Sonntagmorgen in einem gemieteten Ferienhaus, in dem Bett, das sie mit ihrem Mann teilte. Sie wusste nicht, wie lange sie schon bewegungslos auf dem Rücken lag und erfolglos versuchte ihre Hand zu bewegen. Es fühlte sich an, als würde der Befehl nicht weitergeleitet, als hätte sie die Kontrolle über ihre Nervenbahnen und ihre Gliedmaßen verloren. Licht und Schatten spielten auf ihrer Hand, die Linien schienen sich zu vertiefen, die Gelenke pulsierten, die Finger begannen, sich ganz leicht zu bewegen.

Sie war nicht sicher, ob sie überhaupt schon wach war. Zwar waren ihre Augen offen, sie konnte die Umgebung wahrnehmen, das Bett, das Fenster, den noch schlafenden Ludovic neben sich, aber alles erschien unwirklich und leicht verschwommen. Wie in einem Traum, der doch kein Traum war. Ihre dumpfen, langsamen Gedanken konnten begonnene logische Ketten nicht weiterführen, sie fielen auseinander, verknäuelten sich und eine Beurteilung der Situation war unmöglich.

Sehr langsam wurde alles wieder etwas klarer. Sie wollte sich ihrem Mann zuwenden, die vertraute, fließende Bewegung machen, mit der sie den Tag meistens begann. Doch das Drehen ihres Körpers geriet zu einem stockenden, schmerzhaften Holpern. Sie konnte die Knie kaum abbiegen, der Arm, den sie um Ludovic legen wollte, war so schwer, dass sie ihn fast nicht heben konnte. Nur mit großer Mühe gelang ihr die Bewegung. Ihre Benommenheit vernebelte die aufsteigenden Panik.

Durch die Berührung, die sich ganz anders anfühlte als sonst, wachte Ludovic auf. Er gähnte und wollte sie an sich ziehen. Ihre Angst, durch seine Berührung könnte sie auseinanderbrechen. Sein Entsetzen, ihr Oberschenkel ähnelte in seiner Struktur einer Gebirgslandschaft: scharfe Spitzen, tiefe Täler, die Haut grau, überdehnt, an manchen Stellen runzlig.

Er fuhr hoch, sah die veränderte Frau neben sich, wollte irgendetwas tun und konnte es nicht. Sie bewegte mühsam und extrem langsam ihren Arm. Er meinte die Bitte zu verstehen, ihr beim Aufstehen zu helfen.

Auf Ludovic gestützt, torkelte sie hinaus, versuchte sich zu orientieren um ans Meer zu finden. Alle Muskeln, Bänder, Gelenke versagten den Dienst. Sie konnte ihre Beine nur noch durch ein Schieben der Füße bewegen, das ihre gesamte verbliebene Kraft und Konzentration erforderte. Ein Gedankenfetzen schlängelte sich irgendwie durch ihren Kopf: es musste wohl sehr kalt sein, die Haut in ihrem Gesicht, die vor kurzem brennend heiß gewesen war, fühlte nicht einmal den Wind, der doch vom Strand heraufkommen musste. Ihre Hände sahen plötzlich alt aus, die Adern traten stark hervor und wirkten grau und verfestigt, die Nägel glänzten metallisch.  Sie konnte auch nicht fühlen, ob sie nackt war. Ihre Nervenenden waren ebenso tot wie der Geruchssinn. Der Algengeruch drang nicht mehr durch. Alles versagte.

Der Weg an den Strand hinunter war nicht weit. Steine lagen im Sand, bildeten einen unregelmäßigen Kreis. Der Wind modulierte das Gras der Dünen. Ihre Augen fokussierten nicht mehr. In undefinierter Entfernung konnte sie ihren Mann sehen, dessen Blick starr wurde, dessen Mund hilflos geöffnet blieb.

Ludovic hielt sie auf den Beinen, half ihr ihre Füße vorzuschieben. Aber jetzt fühlte auch er die Kälte, die durch seinen Körper kroch, er merkte, wie seine Wirbelsäule steif wurde und seine Beine sich so streckten, dass ein Biegen nicht mehr möglich schien. Sein Hals erstarrte in einer leichten Drehung.

Sie standen eng beisammen, ihre Sinneswahrnehmungen erloschen, ihre Körper verschmolzen, bildeten neue Strukturen, Winkel, Zusammenhänge. Das neue Fleisch war hart, war körnig und ließ sie in eine fast unendlich langsam fließende, elastische Zeit hineingleiten.

Manchmal sitzen Seevögel auf dem Doppel-Stein, viele Vogel-Generationen später könnte ein sehr aufmerksamer Beobachter vielleicht eine Reaktion darauf feststellen.


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Impulswerkstatt – Zur Oktoberhalbzeit

Halbzeit unseres funkelnagelneuen Projekts.

Liebe Werkstattbesuchende !

Frau Flumsel  und ich haben die Impulswerkstatt am 5. Oktober eröffnet und sie beginnt zu laufen. Wir sind begeistert!

Mich freut es ganz besonders, dass es eine interdisziplinäre Werkstatt wird: Schreibende, Malende, Zeichnende waren da,  und haben einen Beitrag beigesteuert. Sogar eine Kartoninstallation können wir schon ausstellen. Viele andere Menschen und Richtungen sind herzlich willkommen und natürlich wäre es ganz besonders schön, wenn Werkstattbesucher*innen mehrere Beiträge hinterlassen würden.

Wir haben die Frage besprochen, ob wir ein oder zwei Impulsbilder anbieten sollen. Es sind zwei geworden, wegen der Überlegung, dass mehr Leute angesprochen werden, schließlich findet nicht jede/r jedes Bild inspirierend. Dazu kommt auch die gegenseitige Beeinflussung bzw Inspiration. Bisher hat sich das Motiv der Schlange besonders herauskristallisiert. Es wird in den Beiträgen 3 bis 8 auf ganz unterschiedliche Weise behandelt, in Texten und Bildern.

Ich bin sehr gespannt, was noch so kommen wird. Zunächst jedenfalls ein Beitrag von mir, sobald er fertig ist.

Hier habe ich alle bisherigen Beiträge aufgelistet. Alle weiteren kommen in die abschließende Liste für diesen Monat.

 

1.- Melina/Polys – einführende Beschreibung – Kommentar vom 5. Oktober

2. https://natikreativ.wordpress.com/2020/10/05/impulswerkstatt-oktober/  Natis Steingedicht

3. https://wortgeflumselkritzelkram.wordpress.com/2020/10/07/impulswerkstatt-die-alten-zeichen/ Frau Flumsels erster Beitrag

4. https://juergenkuester.net/2020/10/07/fur-myriades-impulswerkstatt/   Jürgen oder doch Buchalow beteiligt sich mit einem Bild

5.https://gerdakazakou.com/2020/10/07/uroboros-die-schlange-beitrag-fuer-myriades-und-frau-flumsels-impulswerkstatt/

Gerda hat einen Auszug aus einem längeren Text beigesteuert

6+7 https://pawlo.wordpress.com/2020/10/09/nicht-von-pappe-not-only-cardboard/

 https://pawlo.wordpress.com/2020/10/13/nicht-von-pappe-not-only-cardboard-2/   Petra zeigt uns eine Kartonskulptur in verschiedenen Variationen

8. https://gedankenweberei.wordpress.com/2020/10/11/impulswerkstatt-oktober-bild-1/  Monika-Marias Beitrag in Gedichtform

 


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Frau Flumsel und Myriade präsentieren

Es ergab sich, da wurde Frau Flumsel von einem Foto, das Myriade aufgenommen und als Schreibimpuls benutzt hatte, dazu angeregt, auch etwas zu schreiben. Zum gleichen Foto  entstanden unterschiedliche Texte und daraus entwickelte sich die Idee, dies zu wiederholen und daraus ein Projekt zu machen.

Wir präsentieren also die Idee der Impulswerkstatt

Jeweils am ersten Montag eines Monats wird es bei Myriade und Sabine zwei Fotoimpulse geben, zu denen in den nächsten vier Wochen jede/r einen Text: ein Gedicht, Prosa, Romanauszug, Kurzgeschichte oder was auch immer schreiben kann. Wir wollen keinesfalls den wohl eingeführten und von Christiane liebevoll betreuten ABC- Etüden Konkurrenz machen. Unser Projekt ist eine Anregung für diejenigen von uns, die sich gerne von Bildern inspirieren lassen. Ähnlich wie bei den Etüden bitten wir darum, zum Beitrag von Myriade oder Sabine zu verlinken, damit alle Texte  gefunden werden können. Es wird dann auch eine zusammenfassende Seite geben.

Bei den zwei Texten haben wir schon festgestellt, wie unterschiedlich zwei Menschen zu ein und demselben Foto schreiben – wie spannend mag es dann erst sein, wenn sich noch weitere Schreiber*innen  beteiligen!

Eine Vorgabe zu Anzahl der Wörter oder Textart geben wir nicht, vom 3-Wort-Gedicht bis zum Fortsetzungsroman ist alles willkommen. Allerdings bitten wir darum die nötige Nettiquette einzuhalten und allen Personen und Texten  mit Respekt zu begegnen. Was aber nicht heißt, dass keine konstruktive Kritik stattfinden darf. 

Wir sind wahnsinnig gespannt und freuen uns auf eure und unsere Beiträge

Und hier sind die Fotos für die Impulswerkstatt Oktober

(5. Bis 31. Oktober 2020)