la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Betrachtungen zu meinem Schreibprojekt 2020

Sehr kurze Texte, wie die 300-Wörter-Etüden sind einfach zu schreiben, vieles wird nur angedeutet, kann nur angedeutet werden, komplexere Zusammenhänge können gar nicht ausgeführt werden. Aus einer kleinen Idee kann man einen kompakten, kohärenten Text machen. Es ist auch interessant zu sehen, was man mit wenigen Worten transportieren kann. Auf jeden Fall ist es eine Übung für eindeutige Formulierungen und für die sprachliche Vereinfachung von Komplexität

Wird der Text länger, so tauchen Kreuzungen und Scheidewege auf. Es müssen Entscheidungen getroffen werden, ob die Dinge sich nun so oder so verhalten, die Personen müssen glaubwürdig agieren, es taucht die Idee auf, einen weiteren Handlungsstrang zu entwerfen und mit dem Hauptstrang zu verflechten. Insgesamt muss zumindest ich dabei viel mehr denken als bei einem Minitext, den ich ohne Planung  herunterschreibe.

Es stellt sich die Frage, was mir nun mehr Freude macht. Das ist noch nicht entschieden. Mir kommt vor, dass es sich um ziemlich verschiedene Schreib-Tätigkeiten handelt. Ich bastle an einem Text namens „Kälte“ und weiß noch nicht recht, wie kompliziert ich ihn anlege und wie genau sich das Grundproblem lösen lässt. Vieles kann auch in der Schwebe bleiben bzw der Phantasie der Lesenden überlassen, aber nicht allzuviel, es soll ja nicht ein Rätsel sondern eine Geschichte herauskommen.

Was mich auch sehr interessiert, ist, wie sich die Ideen für eine Geschichte aus dem eigenen Alltag entwickeln.


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Seite 50 – 3. Absatz #1

Seite 50  –  3. Absatz – Erklärung

 

„Die Erforschung dieser überaus subtilen Art menschlicher Kommunikation hat bisher nur die Oberfläche eines zweifellos sehr fruchtbaren Gebiets berührt, doch wissen wir heute bereits, dass Pupillenreaktionen nur eine von vielen averbalen und außerbewußten Verhaltensweisen sind, die die zwischenmenschliche Wirklichkeit alltäglich und nachhaltig beeinflussen.“

Paul Watzlawick „Wie wirklich ist die Wirklichkeit?“ deutschsprachige Ausgabe: Piper, München, Zürich, 1976

 

Von der Hummel Andrea

„Und es gibt noch eine interessante Studie, die unsere moderne Völlerei enthüllt. 2010 untersuchte eine Gruppe von Wissenschaftlern Darstellungen des Letzten Abendmahls. Sie fanden heraus, dass im Verlaufe eines Jahrtausends de Größe der Teller und die Menge der darauf dargestellten Nahrung um 70 Prozent zugenommen haben. Die spärlich gefüllten Tellr der ersten Abendmahlsdarstellungen wichen im Laufe der Zeit immer opulenteren Mahlzeiten. In diesen Bildern spielt sich unser Hang zum Exzess: viel zu große Portionen auf viel zu großen Tellern.“
Aus WER SICH VERÄNDERT, VERÄNDERT DIE WELT Für ein achtsames Zusammenleben, André, Rabat-Zinn, Rica, Rabhi
Gerade ausgelesen.

 

Von der Wildgans Sonja

„Von den Männern, mit denen ich sprach, empfand übrigens keiner sein Tagebuch als „Gesprächspartner“. Für sie war es eher ein Protokoll, eine Aufzeichnung, und auf die Frage, ob ihr Tagebuch in der Pubertät einen Namen gehabt habe, reagierten sie eher erstaunt. Auf eine solche Idee wären sie nie gekommen!“
(Elisabeth Mardorf: Ich schreibe täglich an mich selbst. Kösel 1999)
„Aber, mein verehrter Freund, auch die irdischen Begriffe entziehen sich mir in der gleichen Weise. Wie soll ich es versuchen, Ihnen diese seltsamen geistigen Qualen zu schildern, dies Emporschnellen der Fruchtzweige über meinen ausgestreckten Händen, dies Zurückweichen des murmelnden Wassers vor meinen dürstenden Lippen.“ Hugo von Hofmannsthal, „Der Brief“, in: Der Brief des Lord Chandos. Schriften zur Literatur, Kultur und Geschichte. Reclams Universal-Bibliothek Nr 18034
Ist der Ausruf nicht betont, dann kann er ohne Kommas im Satz stehen:
Oh wäre ich doch bloß nicht mitgekommen! Ach lass mich doch in Ruhe! Ja wie denn nun? Na zum Beispiel so.
(Komma, Punkt und alle anderen Satzzeichen, 3., überarbeitete Auflage, 2018. Es geht um kurze Ausrufe, die mit Komma abgetrennt werden.)
Von  Ola
Gelber Mauerpfeffer, Hauswurz, sedum acre: Mauerpfeffer in Frauenmilch gelöst bringt das Gehör wieder in Funktion. Er hilft gegen Kropf, Podagra, Brandwunden, Kopfweh, gegen Würmer und die Hitzige Geschwulst. Hauswurzwasser soll man in Pestzeiten trinken, es stoppt die rote Ruhr. (Lonicerus 171). Aus „Hexen und Heiler in der Grafschaft Büdingen“
Nozawa-Onsen. Dieser malerische kleine Ski-Ort (S. 310) liegt versteckt hochoben in den Japanischen Alpen. Er verfügt über eine große Auswahl an Abfahrten, darunter einige anspruchsvolle Buckelpisten. Snowboardern werden der Funpark und die Halfpipe gefallen. Darüber hinaus gibt es in den Bergen eine Langlaufloipe.
Aus: Japan, Lonely Planet Reiseführer. Mein Reiseziel dieses Frühjahr, also, Japan, nicht Nozawa-Onsen
Onsen, so dass hier jemand noch nicht wissen sollte, sind die klassischen Japanischen Öffentlichen Bäder.
Der Schlüssel zum Erfolg ist der effektive Einsatz der Markierfunktion im Dead-Eye-Modus: Markiere die Köpfe mehrerer Feinde mit R1, bevor du alle in einem Rutsch mit R2 erledigst.
Ich fand zwischen all den Intellektuellen auf der einen und den Kochbuchlesern auf der anderen Seite, sollte auch mal was gaz profanes stehen. (Lösungsbuch für Red Dead Redemption 2)

Ich bin schon ganz begeistert, wie viele vielseitige Interessen sich hier zeigen. DANKE fürs Mitmachen


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Seite 50 dritter Absatz

Es taucht immer wieder das Spielchen auf: schreibe den x-ten Satz auf der x-ten Seite des Buchs, das du gerade liest. Ich werde diese Idee für mich etwas abwandeln:

Seite 50, dritter Absatz nach folgenden Regeln:

Es dürfen Sachbücher jeder Art sein, vom Ausstellungskatalog bis zum Kochbuch, vom Werbeflyer oder Beipackzettel bis zum philosophischen Werk, jede Art von Publikation außer Literatur im weitesten Sinn, also auch keine Fantasy, Krimis, Thrillers, Science Fiction, Romane jeder Art.

Es kann etwas sein, was man gerade liest, aus dem Bücherregal, irgendwo gefunden, egal, Seite 50 dritter Absatz.

Das wird nicht unbedingt der Schlüsselsatz sein, nicht der klügste, nicht der dümmste, nicht der wichtigste, einfach Seite 50, dritter Absatz

Es wird mir Freude machen. Sollte sich jemand beteiligen wollen, bitte zu dem jeweiligen Beitrag verlinken.


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Die Wahrsagerin – ABC-Etüden 2/2020

Die ABC-Etüden

Wie immer bei Christiane

Von der diesmal auch die Wörter kommen 

Die 3 Begriffe sollen in einen höchstens 300 Wörter langen Text eingebaut werden

Die Wahrsagerin zupfte fahrig an ihrem Fransenturban herum und polierte ihre Kristallkugel nun schon zum zweiten Mal. Die Geschäfte liefen nicht gut, sie hatte einige Kundinnen verloren. Insgesamt hatte sich die freiberufliche Existenz als wesentlich schwieriger erwiesen als sie sich vorgestellt hatte. Die Branche war sensibel, sie war auf Mundpropaganda angewiesen. Wenn sie weitere Kundinnen verlieren sollte, wäre es gut möglich, dass sie wieder im Büro und bei den Buchhaltungsprogrammen landen könnte. Sie straffte die Schultern, schaltete die Maximalvariante von geheimnisvollem Blick ein und schritt hoheitsvoll ins Nebenzimmer zu ihrer Kundin.

„Schi-ur-laub“ sagte die Wahrsagerin vorsichtig,

„Was?? Dieses idiotische Hinauf und Hinunter, das Kommandieren über Berg- und Talschi und der ganze Schmarrn. Ich hasse Sport! und gar in den Bergen, die hasse ich auch!“ Die Kundin war aufgebracht.

„Das eben sehe ich. Wie sehr Sie diesen Zirkus hassen und die mickrigen Leute, die sich daran beteiligen“ sagte die Wahrsagerin salbungsvoll.

„Hmmmm, ja das stimmt.  Sehen Sie in der Kugel auch, was ich mache, während die Irren im Schnee herumhüpfen? “

„Im Hintergrund….. eine noch sehr verschwommene, attraktive Männerfigur …“

„Attraktiv? Na, das kann nicht mein Mann sein. Verschwommen würde eher passen“

„Ihren Mann kann ich gar nicht sehen“

„Ganz verschwinden soll er aber auch nicht“

„Er ist nur nicht im Fokus der Kugel“

„Ach so. Und wo bin jetzt also ich? Doch in so einem blöden Schiurlaub? “

„Ich sehe Umrisse, verschwommene Umrisse von ……“

„Vielleicht von einem Schiff? Eine Kreuzfahrt wollte ich ja immer schon machen“

„Ja, warten Sie, warten Sie …… das könnte wirklich …..“ Die Wahrsagerin drehte die Kugel ein wenig hin und her „Ich sehe ein Schiff, ein großes….“

„So groß muss es auch nicht sein“

„… ein großes könnte es sein, es ist aber kleiner“

„Ach so“

Die Kundin war überaus zufrieden und das Buchhaltungsprogramm rückte wieder etwas mehr in die Ferne.

 

Genau 300 Wörter.


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Im Museum – SP2 – Real-Surreal

Peinlich war es mir, so wenig von Richard Gerstl gehört zu haben. Immerhin der erste österreichische Expressionist, vor Schiele, vor Kokoschka. So nutzte ich die Gelegenheit, eine Gerstl-Ausstellung im Leopold Museum sehen zu können. Eine Gerstl-Ausstellung, wohlgemerkt, nur Gerstl, keine Gefahr und  ein hoffentlich harmloser Maler mehr, dessen Bilder ich mir gelegentlich ansehen könnte Vorsichtshalber studierte ich das Bild auf dem Ausstellungsplakat nochmal genau . Es kann nicht dieselbe Wirkung haben wie ein Original, aber es hilft mir doch. Ja, wie erwartet, ich kann es lange ansehen, ja, es ist recht interessant, der Pinselstrich, der Ausdruck, und ich stehe ganz solide, wie andere Leute auch und betrachte ein Bild. Dann kann ich weitergehen zum nächsten Bild, ein Video über den Maler sehen, weitere Bilder sachkundiger betrachten, einen Stopp in der Cafeteria machen, einen Katalog kaufen. Ein völlig normaler Museumsbesuch wie früher.

Schön ist das Leopold-Museum im Wiener Museumsquartier, ein Gebäude, das konzipiert wurde um Kunst auszustellen. Ich bin hier um mir Gerstl anzusehen. Es ist schon sehr gewagt, aber die Ausstellung ist nur in einem Stockwerk. Direkt vom Eingang dorthin und wieder zurück, ohne Umwege.

Panik! Wieso hängt hier ein Munch?  Nur schnell vorbei! Gerade noch geschafft. Ich lasse mich im nächsten Saal auf die Bank fallen. Indigniert schaut mich ein junges Paar an, beide mit dem Audio-Guide am Ohr, beide konzentriert lauschend und schauend. Eben Leute, die sich an einem Ausstellungsbesuch erfreuen können. Im nächsten Saal ein Paar Figurendarstellungen von Gerstl, die mir zum Glück überhaupt nichts sagen, ein paar Landschaftsbilder vom Traunsee, die mir recht gut gefallen. Aber der Munch hat mich erschreckt, eines von den Vampirbildern. Besser wird es sein, ich gehe jetzt. Nicht nur einen Munch habe ich gesehen auch Werke von anderen Malern. Warum habe ich nur nicht daran gedacht, dass es im Kunstbetrieb gerade üblich ist, möglichst viele Referenzwerke zu dem eigentlichen Ausstellungsthema dazuzuhängen. Hoffentlich komme ich hier gut hinaus. Mein Gott, Expressionismus!

Ich visiere den nächsten Saal an. Zurückgehen hat jetzt keinen Sinn mehr, ich weiß ja wo der Munch hängt. Also in die andere Richtung. Durch den Torbogen sehe ich, dass im nächsten Saal Portraits hängen. Wahrscheinlich von Gerstl. So gut kenne ich ihn nicht, dass ich das von weitem sehen könnte. Portraits, keine Figuren, keine Akte, vielleicht schaffe ich es. Ich beschließe ganz schnell und zielgerichtet durch den Saal durchzugehen, auf der anderen Seite hinaus, dort ist die Garderobe. Gerettet wäre ich für heute. Ich gehe also geradeaus, schaue nicht rechts noch links, nur den Ausgang im Blick. Nur ein paar Schritte stur geradeaus. Dann kommt mir jemand entgegen, der auch nur einen Punkt irgendwo hinter mir anvisiert hat, wir stoßen zusammen, durch den Schwung drehe ich mich gegen die Wand neben dem Eingang, die ich von draußen nicht sehen konnte und dort hängt Egon Schiele „Selbstbildnis mit hochgezogener nackter Schulter“ 1912.

Ein Schiele und ich stehe direkt davor, und er zieht und zieht und es ist zu spät …

Er hat ein Bein über mich gelegt und schläft auf dem Bauch. Ich versuche unter ihm herauszukommen. „Egon“ rufe ich „Egon“. Der Morgen graut und womöglich ist es ein Morgen im Jahr 1918 und die spanische Grippe greift schon nach uns. Bin ich diesmal Wally Neuziel oder Edith Schiele oder eine ganz andere? Was passiert, wenn ich hier sterbe?  Edith Schiele war schwanger und starb ein paar Tage vor ihrem Mann. Und Wally Neuziel? Ich weiß es nicht. Das hätte ich doch vorsichtshalber herausfinden können bevor ich mich ins Leopold-Museum gewagt habe. Hier hängt die weltweit größte Schiele-Sammlung. Was für ein Wahnsinn, hierher zu kommen. Nach allem. Was für ein Wahnsinn !

Im Hintergrund höre ich das Martinshorn einer Ambulanz. Haben die damals schon genauso geklungen? Jemand packt mich an den Schultern und zieht mich hoch. Aber wohin? Es ist  nicht Egon. Egon sieht seltsam durchscheinend und unwirklich aus, schläft immer noch und hält mich fest, so dass ich mich nicht bewegen kann.

„Wie geht es Ihnen? fragt jemand. Kann das Egon sein? Nein, der hat sich nicht bewegt und würde doch auch nicht „Sie“ sagen, oder? „Können Sie mich hören?“  „Natürlich“ will ich sagen, aber es geht nicht. Das Bild mit der hochgezogenen Schulter sehe ich auch. Warum der Egon es nicht in seinem Atelier hängen hat? Komisch. Vielleicht ist es gerade fertig geworden und er wollte es mir zeigen. Dann wären wir 1912 und es blieben mir sechs Jahre um mich von hier zu befreien. Dann wäre ich doch die Wally, mit der er bis 1915 gelebt hat? Und was ist dann mit mir passiert, während des Kriegs und später während der Grippeepidemie?

Was ist jetzt los, wer sind denn diese Leute? Wieso sind sie alle hier in unserem Schlafzimmer und greifen mich an? „Egon“ rufe ich „Egon, so wach doch auf!“ Ich sehe ihn kaum noch.

Wie komme ich nur aus diesem Museum, dieser Zeit, diesem Leben hinaus?


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Betrachtungen zum Text Nr.2

Wie es aussieht, wird sich mein Schreiben nach ähnlichem Prinzip wie mein Malen abspielen: kein Plan, einfach einmal drauflos. An einem Punkt beginnen und daraus das Ganze entwickeln ohne dass vorher klar ist, wohin die Richtung geht. Und wenn ich einmal einen Plan habe, wie bei der folgenden  Museumsgeschichte, sieht das Ergebnis letztlich völlig anders aus.

Dies sollte eine Fantasy-Geschichte werden, weil ich fand, dass das ein einfacher Einstieg wäre. Es ist anders geworden, ich bin aber zufrieden mit dem Ergebnis. Immer bilde ich mir ein, ich könnte doch die Dinge nicht einfach so laufen lassen, wie sie laufen, sondern müsste einen Plan und ein Konzept und eine theoretische Grundlage haben. Gar nix muss ich! Die Phantasie oder Kreativität oder wie immer man diese Kraft nennen mag, funktioniert von selbst. Man muss sie nähren, mit Sinneseindrücken, Informationen, Überlegungen aber die Ausformung funktioniert irgendwie von selbst.

Und warum sollte ich mich – gegen meine Natur – um eine Vorgangsweise bemühen, die für andere gut und schlüssig sein mag, für mich aber schlecht funktioniert. Was habe ich nicht diesbezüglich für Kriege mit meiner Malmeisterin ausgetragen! Letztlich habe ich bei der Auseinandersetzung viel gelernt, nur nicht das, was sie mir unbedingt vermitteln wollte. Ich habe mich damit auseinandergesetzt, wie andere an ein Bild herangehen und meistens festgestellt, dass es mir so gar keine Freude macht und ich auch ganz schlecht bin bei der Erstellung eines Konzepts für einen kreativen Vorgang. Der Weisheit letzter Schluss für mich war, dass ich darauf pfeife, was andere Leute – inklusive der Malmeisterin – tun und vorschlagen und nach meinem eigenen Gefühl vorgehe. Ja, und was dabei herauskommt, hat mir nicht nur mehr Freude gemacht sondern ist auch besser als das Fremdbestimmte.

Beim Schreiben ist es insofern anders, als es da niemanden gibt, der/die mir dreinreden wollte. Womöglich wäre ein Schreibseminar oder etwas in die Richtung gar nicht das richtige für mich. Womöglich würde ein sogenannter Schreibanstoß bei mir ähnliche Aggressionen wecken wie die Übungsvorgabe „malen wie …  (irgendein Maler)“ Meine Malmeisterin liebt es, im Stil von irgendjemandem zu malen. Ich kann das gar nicht leiden. Ein bisschen konstruktive Kritik wäre natürlich schön …


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Zwischenbilanz

Seit Tagen schreibe ich an einer Geschichte, in der dieses Bild eine wichtige Rolle spielt. Es zieht sich dahin, weil ich mich nicht längere Zeit damit beschäftigen kann und den flow jedesmal wieder neu suchen muss.

Interessant finde ich, dass Geschichten, je näher sie dem Leben kommen, umso schwieriger zu schreiben sind. Eine Fantasy-Geschichte ist extrem einfach zu schreiben, ein Krimi fast noch einfacher, aber eine Geschichte aus dem Leben, weder kitschig noch an den Haaren herbeigezogen, in der keine Leichenteile herumliegen und deren Figuren glaubhaft sind, deren Sprache das richtige Register zum Thema findet und durchhält ….. Puh, das ist um einiges schwieriger. Bei der Geschichte, in der das Bild vorkommt, habe ich es mir noch leicht gemacht. An der nächsten werde ich dann feilen …