la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit


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Und da habe ich an den Herrn Ärmel gedacht,

der meinte, dass Krabbenpulen eine passende Beschäftigung für Touristinnen wäre. Mangels Erfahrung mit Krabben musste mir Christiane die Ironie erst erklären. Aber hier, lieber Herr Ärmel ist die Antwort:

Krabben  fremdgepult aber selbst gegessen


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Marie-Sophie Hingst – Fräulein Read On ist tot

Sie hat sich wohl verirrt in den Labyrinthen ihrer auseinanderklaffenden Realitäten, der Druck der social media hat ein Übriges getan und so konnte sie wahrscheinlich nicht erkennen, dass es Hilfe und Lösungen für sie gegeben hätte, für einen hilfsbereiten Menschen und eine begabte Schriftstellerin.

https://www.irishtimes.com/news/world/europe/the-life-and-tragic-death-of-trinity-graduate-and-writer-sophie-hingst-1.3967259


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Über den Geschmack im Bereich Haustiere kann man ebenso wenig streiten wie über den Geschmack im allgemeinen

Besonders schmusig soll er sein, sagte die Dame. Ich finde ja eher, dass er etwas heimtückisch aussieht. Darüber, dass er sehr schön gefärbt ist, konnten wir uns einigen, also „er“ oder „sie“. Elvis heißt der überallhin Mitgenommene …..


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Montag 15.7.19 – Rituale und Reisen

Rituale kann man immer und überall durchführen, auch beim Krafttraining. Man kann eine Wasserflasche mit sich tragen, sie bei jeder Maschine am immer gleichen Platz abstellen und nach Beenden der Übung einen Schluck trinken. Natürlich könnte man genau so gut am Trinkbrunnen trinken. Auch sein Handy kann man überall mit sich führen und an dafür nicht vorgesehenen Plätzen ablegen. Wobei ich gerechterweise sagen muss, dass ich nie erlebt habe, dass eines der unentbehrlichen Geräte geläutet hätte. Bei der Bekleidung gibt es ebenfalls unendliche Möglichkeiten der Ritualisierung. Ich habe schon Frauen gesehen, die sogar die Unterwäsche umgezogen haben, viele, die von einem T-Shirt in ein praktisch gleich aussehendes anderes geschlüpft sind. Wie das bei den Männern ist, weiß ich nicht, da die Garderoben nach Männlein und Weiblein getrennt sind. Aber ich will mich da gar nicht lustig machen, Rituale sind gut und wichtig, wenn sie auch von außen manchmal etwas bizarr wirken können.

Der Massentourismus erreicht kaum mehr erträgliche Ausmaße: in Venedig zum Beispiel leben nur noch 50.000 Menschen, die 33 Millionen Besuchern gegenüberstehen. Ein Verhältnis von 1:670. Noch schlimmer ist es im oberösterreichischen Hallstadt, wo noch der Platzmangel im Ort dazukommt. Hier ist das Verhältnis zwischen den 750 Einwohnern und 1 Million Touristen jährlich 1:1300. Die selbst vielleicht in der Welt herumreisenden Hallstädter und Venezianer verstärken wiederum ihrerseits auch die Heere des Massentourismus. Ja, ich reise auch gerne, sehr gerne sogar. Nein, ich habe natürlich auch keine Lösung anzubieten. Vom ökologischen Stadtpunkt wäre natürlich die Verteuerung der Flüge durch eine Kerosin-Steuer wünschenswert, vom sozialen Standpunkt aus weniger. Es könnten sich dann nur begütetere  Menschen Flugreisen leisten. Inwiefern es für durchschnittliche Besucher von all-inclusive-Ferienclubs aber wichtig ist, ob sie sich im Land A oder im Land B befinden, kann ich nicht beurteilen.


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Sonntag, 14. Juli 19 – Allons enfants de la patriiiiiiie

14. Juli, französischer Nationalfeiertag. Ich mag die Marseillaise sehr, wenn sie auch einen wirklich grauslich nationalistischen Text hat, aber das unterscheidet sie ja nicht wirklich von anderen nationalen Hymnen. Ein einziges Mal habe ich den 14. Juli in Frankreich erlebt, in einer Stadt an der Rhone, ich weiß nicht mehr ob in Avignon oder in Arles. Es gab eine Parade und ich war geradezu empört über mich selbst, weil mir die weiß Uniformierten so gut gefielen, das energetische Klima, sogar die Militärmusik, die ja nun wirklich nicht meines ist, aber manchmal reißt einen das Ambiente mit. Das Feuerwerk, das von Schiffen aus geschossen wurde, war fantastisch, nicht einfach irgendwelche Lichter sondern Figuren, die sich  in mehreren Schichten entfalteten, das meiste in bleu-blanc-rouge, natürlich, aber ich erinnere mich auch an weiß-goldene Wasserfälle. Man konnte sich vorkommen wie in Versailles, zu Zeiten von Louis XIV.

In Sachen Geschichte waren wir heute unterwegs und haben uns die Heumühle angesehen, eine Wassermühle, die schon 1326 in einem Grundbuch verzeichnet war und somit der älteste noch vorhandene Profanbau Wiens ist. Man muss sich vorstellen, etwa 170 Jahre vor Kolumbus stand sie schon. Im 16 Jahrhundert ist sie teilweise abgebrannt, wurde wieder aufgebaut und bis 1856 war sie als Mühle in Betrieb dann wurde der Mühlbach aus hygienischen Gründen zugeschüttet. 2008 wurde sie um 850.000 € renoviert. Die Mühle war in ziemlich desolatem Zustand, daher wurden Stahlträger eingezogen, aber im Inneren sieht man noch das über 5oo Jahre alte Holz.

Mir gefallen ja die Bilder von dem halbverfallenen Gemäuer vor der Renovierung viel besser. Was jetzt da steht, sieht wenig eindrucksvoll und ziemlich seelenlos aus. Das Gebäude steht in einem Innenhof umgeben von Wohnhäusern und obendrein noch einer Tiefgarage. Eigentlich eine sehr respektlose Behandlung eines so alten Gebäudes.

Ein japanisches Lokal haben wir danach ausprobiert. Es war nicht umwerfend, aber ganz in Ordnung, hatte allerdings Anklänge an fast-food so gab es zum Beispiel etwas, das „japanische Mayo“ genannt wurde. Schon an der Struktur konnte man sehen, dass die „japanische Mayo“ eindeutig aus einer Tube gedrückt worden war. Vielleicht war es ja eine japanische Tube, aber das bezweifle ich eigentlich sehr. Es ist ein Jammer, dass überall dieser Einheitsbrei von Paniertem mit Mayonnaise und Ketchup und ein paar fantasielose grüne Blätter angeboten wird.