Freitag 2. Dezember 2022 –

Öffne ich einen neuen Beitrag, normalerweise eine weiße Seite, steht da „was denkst du über Fleischkonsum?“ Was immer ich über Fleischkonsum denken möge, ist das eine wirklich unmögliche Art für vegetarische Ernährung zu werben. Ich möchte mich nicht mit meinem Blog über Fleischkonsum oder sonst irgendetwas „unterhalten“!

Geschneit hat es. Von weißer Pracht kann man nicht sprechen, denn es war in kürzester Zeit wieder alles weg, aber für einen kleinen Spaziergang im Schnee bzw Schneeregen hat es doch gereicht und ein paar Stunden lang waren Parks und Dächer leicht angezuckert.

Wieder einmal haben meine diversen Zugermäßigungskarten ihre Berechtigung gezeigt. Von Wien nach Linz, immerhin fast 200 Kilometer, habe ich heiße 2Euro80 bezahlt, bei der Rückfahrt nochmal soviel. Beide Züge waren allerdings bis auf den letzten Platz voll besetzt und viele Leute sind auch noch gestanden. Das wäre aber auch nicht anders gewesen, wenn ich mehr bezahlt hätte.

Leider hatte ich in Linz gar keine zusätzliche Zeit wofür auch immer, außer für die Dinge wegen derer ich hingefahren bin. Schade, den auf der Linzer Landstraße herrsche fröhliches Treiben, an dem ich gerade nur vorbei gegangen bin.

Seit gestern gibt es einen Strompreisdeckel in Österreich, was sehr erfreulich ist. Angeblich kann sich ein durchschnittlicher Haushalt dadurch 5oo Euro im Jahr ersparen. Ein Anreiz zum Stromsparen ist so ein Preisdeckel nicht. Zu einem Gaspreisdeckel konnte sich die Regierung bislang nicht durchringen. Nachdem es aber in Deutschland einen solchen Preisdeckel gibt, wird es wohl nicht lange dauern bis wir auch einen solchen bekommen, zumindest für die Industrie um mit der deutschen Konkurrenz preismäßig mithalten zu können.

29 Gedanken zu “Freitag 2. Dezember 2022 –

  1. Ja, das ist mir heute morgen auch schon unangenehm aufgefallen. Ich möchte mich selbst inspirieren lass und keine unterschwellige Frage mit moralischem Hintergrund ungefragt vorgesetzt bekommen. Hoffentlich ist das nur temporär.

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  2. Zum Preisdeckel: Preise sind ja in Marktwirtschaften das Ergebnis von Angebot und Nachfrage. Plus ein paar Regularien gegen Missbrauch durch Kartelle etc. Seit einiger Zeit sind unsere Regierungen dabei, die Marktwirtschaft auszuhebeln, indem sie sich an ihre Stelle setzen. Das begann mit den massiven Subventionierungen der COVID-Maßnahmen-Geschädigten und setzt sich seither fort. Wir sind auf dem Weg in eine Planwirtschaft – freilich ohne erkennbaren Plan. Die Regierungen wurschteln vor sich hin, verteilen in alle Richtungen Gelder, verhängen Sanktionen, geben Aufschub für Zahlungen etc. pp und häufen Schulden auf Schulden. Dabei wird der Staat immer aufgeblähter und die Wortschaft immer schwächer – es ist das Modell des „real existierenden Sozialismus“.

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    1. Zwar bin ich vom derzeitigen Agieren so mancher Regierung in manchen Bereichen auch nicht begeistert, aber eine Entwicklung zum „real existierenden Sozialismus“, die du siehst, kann ich wirklich nicht nachvollziehen. Es erstaunt mich auch, dass du eine begeisterte Anhängerin der kapitalistischen Marktwirtschaft bist .. 😉

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          1. Marktwirtschaft gab und gibt es schon immer: Händler bieten Waren auf dem Markt an, und je nach Nachfrage werden sie ihre Preise gestalten. Es ist ein Vorgang, der sich allein an der Marktlogik orientiert. Die Staatenlenker haben natürlich immer versucht, in diesem Marktgeschehen eine Rolle zu spielen, sei es, dass sie das Angebot durch Verbote, Auflagen oder durch Subventionen oder sogar durch staatliche Unternehmen, die ihrerseits produzierten, beeinflussten, sei es, dass sie Preise festlegten, deckelten etc. In den Nachkriegsjahren erfand sich Deutschland wieder als „Soziale Marktwirtschaft“ (Definition nach Wiki: Soziale Marktwirtschaft ist ein gesellschafts- und wirtschaftspolitisches Leitbild mit dem Ziel „auf der Basis der Wettbewerbswirtschaft die freie Initiative mit einem gerade durch die wirtschaftliche Leistung gesicherten sozialen Fortschritt zu verbinden“.[1])) Direkte staatliche Eingriffe waren zwar auch vorhanden, sollten aber auf einige Grundleistungen beschränkt bleiben. Die Teilnehmer am Wirtschaftsprozess sollten sich möglichst ohne staatliche Bevormundung einigen (Tarifverhandlungen, Streikrecht, etc). In der DDR war es bekanntlich anders: dort war der Staat selbst Unternehmer und regulierte alles und jedes über mehrjährige Pläne von Produktionsmengen über Verkaufspreise, Löhne, bis hin zu Arbeitszeiten, Freizeiten etc pp ….. (Staatskapitalismus) . In Frankreich gab es das Mischmodell der Planification. Heute wird vom WEF u.a. eine Art globaler Korporatismus gepredigt – dh eine enge Zusammenarbeit von Großkonzernen und Staatengemeinschaften, die das Marktgeschehen vor Ort überwältigen. Na ja, es gibt viele Ausprägungen. Entscheidend ist der Anteil des Staates am-im Wirtschaftsaufkommen. Und der ist durch die Covid-Hilfsmaßnahmen rapide gewachsen (Staatsquote in Deutschland 2019: 45%, 2921: 51,8%. In Österreich liegt die Staatsquote bereits 55.9%, in Frankreich bei 59,2%) und wächst nun durch die künstliche Verknappung von Energie mit nachfolgender Teuerung weiter. Das wäre ja weiter nicht schlimm, wenn der Staat nach wirtschaftlicher Logik handeln würde. Aber dazu fehlen ihm jegliche Voraussetzungen.

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                1. Aber nein, du hast über Geschichte des Handels und Prozentsätze staatlicher Beteiligung und Hilfen geschrieben. Das ändert nichts daran, dass die Wirtschaftsform des Kapitalismus die Marktwirtschaft ist.

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                    1. China ist eine kommunistische Diktatur, die nach marktwirtschaftlichen Kriterien geführt wird, eine ziemlich abstruse Konstruktion. Aber nicht ganz so seltsam wie Nordkorea, das eine kommunistische Erbmonarchie ist

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                    2. Schwab vom WEF lobte kürzlich China als das positive Zukunftsmodell für viele Länder der Region. Der heutige Kapitalismus nähert sich gerade schnell einer solchen „abstrusen Konstruktion“. Der „stakeholder-Kapitalismus“ des WEF ist die westliche Variante, die durch die Pandemie-Maßnahmen systematisch eingeleitet wurde. „Die Pandemie markiert den Beginn einer neuen Ära. Mit riesigen Hilfsprogrammen, finanziert über Schulden, verändern Staaten und Notenbanken die Regeln der Marktwirtschaft für lange Zeit“, so Timo Pache und Nils Kreimeier in „Capital“vom 7.12.2020, Die Pandemiemaßnahmen haben dem Staat (bzw den ungewählten Foren der sogenannten Eliten) eine neue Rolle gegeben, die nun fleißig ausgebaut wird. Diesen Zusammenhang versuche ich dir zu erklären.

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                    3. Die Formulierung, dass du mir zu erklären versuchst, was du weißt, das wahr ist und von dem ich deiner Meinung nach keine Ahnung habe, mag ich nicht besonders. Du weißt, dass ich mit den Angstszenarien aus Telegram bezüglich der Gefahren der Corona-Impfung, die du mit viel Energie verbreitest hast, nichts anfangen kann. Offenbar verlegt sich diese Community – wohl auch im Zusammenhang mit der Putin-freundlichen Einstellung und der Tatsache, dass sich ihre wilden Prophezeiungen alle nicht erfüllt haben, jetzt auf wirtschaftliche Felder. Die Verschwörungstheorie des Great Reset, die eine angebliche neue Weltordnung ankündigt, die durch die Pandemiemaßnahmen eingeleitet wurde. Welche neue Rolle haben welche Foren dem Staat gegeben? (welchem genau?, allen Staaten?) Stakeholder-Kapitalismus ist doch nichts Neues, den gibt es seit Jahrzehnten …. In der Aussage von Timo Pache und Nils Kreimeier, die du zitierst, kommen die Pandemiemaßnahmen nicht vor, die hast du dazu komponiert.

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  3. Wir landen leider immer Anneliesen Punkt, wo es das beste ist, die Debatte abzubrechen. Ist ja auch nicht wirklich wichtig, wie du oder ich die Entwicklung einschätzen. Die geht eh drüber hinweg. Mit herzlichem Gruß zum 2. Advent! Gerda

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    1. Ja, das ist tatsächlich so, beim nächsten Schritt wird es dann irrational und/oder untergriffig und das muss ja nicht sein. Wir haben eben völlig verschiedene Geschichten, daraus resultierend verschiedene Weltbilder und daher auch eine völlig verschiedene Wahrnehmung der Welt, was ja in einer Weise auch interessant ist. Obendrein sind wir beide – so scheint mir – nicht völlig unrechthaberisch 😉
      Auch von meiner Seite herzliche Grüße

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          1. Eu recebi uma proposta 2 vzes e meia maior do que pago, mas eu não aceitei. Confio que posso economizar com os filhos.
            Eu pago todos os mese a mesma tarifa e depois de um tempo, a empresa faz uma revisão e cobra o que se gastou a mais ou devolve dinheiro se o gasto for menor.

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