Donnerstag 11. August 2022

Muss man alles, was man begonnen hat auch zu Ende lesen? Nein, nein, eindeutig nein. Ich habe leider die blödsinnige Gewohnheit immer alles fertig zu lesen, egal wie absurd ich es finde, egal wie langweilig es ist, wenn ich einmal begonnen habe, lese ich auch weiter. Bei Zeitschriften habe ich mir immerhin schon abgewöhnt, auch Artikel zu lesen, die mich gar nicht interessieren. Bei Büchern arbeite ich daran, ziemlich heftig, denn 600 Seiten Sachbuch ohne erkennbaren roten Faden übersteigen meinen Leidenswillen.

Ein Foto, das ich in meinen Archiven gefunden habe. Es ist – wen wundert´s – eine Spiegelung. Wenn ich mich recht erinnere auf einem Autofenster.

43 Gedanken zu “Donnerstag 11. August 2022

  1. Die feste Gewohnheit, alles fertig zu lesen, hatte ich auch mal. Mittlerweile schaffe ich es zumindest im Internet, Posts und Artikel abzubrechen, wenn ich feststelle, dass mich der Schmarrn eigentlich gar nicht interessiert. 😉 Neulich habe ich mir nach der Lektüre zweier Romane schon gedacht: Ach, hätte ich doch beizeiten mit dem Lesen aufhören können!

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                1. Scannen haben wir uns auch mühsam abgewöhnt. Z.B. irgendwelche Plakate ausblenden können, wenn wir auf der Straße daran vorbei kommen. Mittlerweile wissen wir gar nicht mehr welche Plakate gerade massiv in der Stadt affichiert wurden. Das ist wunderbar das Gehirn nicht mit derlei Müll zu belasten.

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                    1. Das kennen wir. Wir haben begonnen beim Blick auf ein Plakat oder so, bewusst z.B. einen Baum, Strauch, Blume zu suchen, oder in den Himmel zu schauen, wenn sonst nichts da ist. Das ist auch wie das Abgewöhnen einer schlechten Gewohnheit. Wir haben beschlossen, dass wir unseren Blick dort hin lenken dürfen, wo es uns angenehm ist und gut tut. Heute ist das ganz selbstverständlich geworden.

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                    2. Wir kennen den Unterschied zwischen Umgebung wahrnehmen und in der Straßenbahn z.B. zwanghaft die Aufschrift vom Sackerl eines anderen Passagier lesen müssen. Dann wird es wirklich anstrengend, wenn wirklich jede Schrift unterwegs bewusst wahrgenommen und gelesen werden muss.

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                    3. Naja, wir haben da die Umgebung auch nicht wahrgenommen. Weil die Umgebung sind die Menschen und vielleicht was sich auf der Straße tut. Aber die Leute haben wir damals nicht wahrgenommen, war eher eine übermäßige Ablenkung von uns selbst. Wir waren ebenfalls immer im Außen, abgespalten von uns, massiv nervös auch. Das ist jetzt eine extreme Form zu scannen und hatte bei uns mit einer Angstproblematik zu tun. Das muss aber nicht so extrem sein, wie es bei uns war

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