Donnerstag 28. Juli 2022 – Hundenasen und Schiffe

Wie intensiv die Hitze doch alle Gerüche macht. Sie verstärkt die angenehmen wie die unangenehmen. Von allen Seiten ploppen sie plötzlich auf, vor allem die Biomüllcontainer überfallen die Passanten aus dem Hinterhalt. In hundertfacher Verstärkung muss das eine Hundenase aufnehmen, wobei auch Hunde wahrscheinlich individuelle Geruchs-Vorlieben haben.

Zu meiner eigenen Überraschung habe ich beschlossen von den Lehrer-Terminkalendern, die im Juli beginnen auf die üblichen im Januar beginnenden umzusteigen. Ich hätte gedacht, dass ich diesen Rhythmus: das Jahr beginnt im September und dauert bis Ende Juni, dazwischen sind neun Wochen flatternde, tanzende Zeit, beibehalten würde, schließlich hat er mein ganzes Leben strukturiert. Aber nein, heute kam ich an meinem Lieblingspapiergeschäft vorbei, wühlte ein bisschen in den diversen papierenen Schätzen und kaufte dann einen von meinen geschätzten „Leuchtturm“-Terminkalendern. Die sind wie die Moleskins nur eine Spur breiter, mit hübscheren Einbandfarben und um einiges billiger.

Blick von Stift Melk. Ein Altarm der Donau fließt hier in den Hauptfluss, die dadurch entstehende Insel ist ein Augebiet.

8 Gedanken zu “Donnerstag 28. Juli 2022 – Hundenasen und Schiffe

  1. Eine sehr schöne Landschaft zeigt dein Blick vom Kloster Melk. Wer in solch einer Gegend wohnen darf hat es gut.
    Den Kalenderrhythmus zu wechseln ist eine seltsame Veränderung, nicht wahr? Man sollte meinen, dass es keiner Überlegung bedarf, aber ich habe damals auch anderthalb Jahre gebraucht mich zu entschließen. Wie lange es doch braucht, um in diesen neuen Lebenszyklus zu wechseln …

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    1. Ich habe eigentlich damit gerechnet, dass diese Zeitstrukturumstellung sogar länger dauern wird, anderthalb oder zwei Jahre kommt mir gar nicht viel vor, wenn man bedenkt, wie gerne unser Hirn Gewohnheiten mag 🙂

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  2. Hunde sind wahrscheinlich genau umgekehrt gepolt wie wir, was das als angenehm und unangenehm Empfinden von Gerüchen anbelangt. Menschliches Parfüm stelle ich mir aus der Perspektive eines Hundes grauenhaft vor, aber was wir eklig finden, lieben Hunde ja regelrecht, auch oder gerade, wenn es richtig intensiv „duftet“. Arzus Lieblingsparfüm ist toter Fisch, am besten schon leicht vergammelt. Wenn kein Fisch verfügbar ist, was im Landesinneren oft vorkommt, nimmt sie alternativ auch gern Kuhfladen oder tote MÄuse, um sich gelegentlich darin zu wälzen. Ich habe manchmal schon gedacht, dass ich ziemlich froh bin, dass sie nicht in die Biomülltonne klettern kann 🙂 Wenn ich die saubermache, leckt sie manchmal die Reste vom mit Müll vermischten Putzwasser vom Boden auf – örgs… Also eine gute Nase schützt nicht vor ekligen Angewohnheiten 🙂

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  3. Oh ja, die Sommerhitze verstärkt viele Gerüchte schon sehr. Manchmal muss ich an ein Buch denken, das ich neulich gelesen habe: „Miss Kelly und der Zauber von Monaco“. Es ist eine leicht dahinplätschernde, romantische Geschichte, schön zum Entspannen und Träumen. In diesem Roman wird auch recht ausführlich die Herstellung von Parfums geschildert. Und wenn ich an so einem für Hunde bestimmt verführerisch duftenden Biomüll-Container vorbei komme, dann überlege ich ein bisschen, welches da nun die Kopf-, die Herz- oder die Basisnote sein mag. 😉
    Als ich in Rente ging/gehen musste, hat es nicht lange gedauert, und ich habe den kompletten Mail-Ordner mit sämtlichen alten Dienstplänen gelöscht. 😉

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