Donnerstag 14. Juli 2022 – Was es in Österreich alles gibt, sagenhaft

Kaiser Franz Josef I (verstorben 1916, mitten im ersten Weltkrieg) sagte gerne bei allen möglichen Gelegenheiten: „es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut“. Wenn in Österreich von DEM Kaiser gesprochen wird, ist immer von Franz Joseph I die Rede. Dass aber die Marketing-Abteilung von Rewe, Abteilung „Werbung in Österreich“ monarchistisch unterwandert ist, erstaunt mich schon. Ebenso erstaunlich finde ich, dass junge Leute, diesen Spruch überhaupt noch kennen. Gemüse wird aber doch wohl nicht nur für ältere Generationen als Zielgruppe beworben. Oder doch? Oder sind die Zielgruppe Monarchisten, oder vielmehr Bio-Gemüse kaufende Monarchisten? Da werden sich die Einnahmen aber sehr in Grenzen halten.

Was so ein Packl Tiefkühlgemüse für Fragen aufwirft!

Ich bin dazu übergegangen Schreib-Ideen, die mir so kommen als Entwurf zu speichern. Gerade bin ich aber erschrocken, was sich da alles so angesammelt hat. Für mein eigenes Schreibprojekt, die Impulswerkstatt, für Christianes Etüden, sonstiges wie der Text mit den vielen Adjektiven. Ich könnte den ganzen Tag schreiben, was ich nicht vorhabe. Obwohl bei den herrschenden Temperaturen … Derzeit hat es „erst“ 32 Grad, es ist aber auch noch nicht der heißeste Zeitpunkt des Tages.

26 Gedanken zu “Donnerstag 14. Juli 2022 – Was es in Österreich alles gibt, sagenhaft

  1. Zielgruppe? All die Fans von Königshäusern, LeserInnen der Regenbogenpresse, Mitglieder von Schützenvereinen … So viel Bio-Kaisergemüse kann man gar nicht produzieren.
    Und wenn die alle Gemüse statt Schnitzel essen, mache ich mir auch um die allgemeine Gesundheit keine Sorgen mehr.

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  2. Bei uns in Bayern muss der „Märchenkönig“ Ludwig II. für alles Mögliche herhalten. Ich glaube, der fungiert schon lange im Jenseits als Ventilator, weil er vor lauter Zorn und Frust, für welchen Dummfug er häufig verwendet wird, wieder und wieder in seiner Gruft in der Münchner Innenstadt rotiert. 😉

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    1. Wenn ich da so darüber nachdenke, dann müssen im Jenseits Ventilatoren eine sehr häufige Erscheinung sein 🙂 Der Märchenkönig hat doch wenn ich mich recht erinnere die bayrische Staatskasse völlig geleert und den Staat in den Ruin gestürzt. Offenbar hat man ihm das nicht nachgetragen, abgesehen davon, dass nicht ganz geklärt ist, ob er nicht doch ermordet wurde …

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      1. Dass Ludwig II. die bayerische Staatskasse geplündert hätte, ist nicht richtig. Er hat alle seine Ausgaben mit seinem Privatvermögen und den Mitteln, die der Staat ihm zur Verfügung stellte, getilgt. Aber natürlich hatte er dazu noch sehr hohe Kredite aufgenommen, und bei deren Tilgung hat die Regierung von Bayern der Herrscherfamilie Wittelsbacher nach Ludwigs plötzlichem und immer noch mysteriösem Ableben geholfen.

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          1. Ja-ein. Um den Wittelsbachern etwas unter die Arme zu greifen, wurde eine neue Staatsanleihe aufgelegt. Ein Teil der Schulden Ludwigs II. wurde wegverhandelt. Für den größten Teil kamen die Wittelsbacher allderings selber auf. Der Prinzregent Luitpold, der anstelle des psychisch schwerkranken jüngeren Bruder Ludwigs, Otto, Bayern regierte, war ein wahrer Meister des Einsparens von Hofausgaben, um die Schuldenlast schnellstmöglichst abzutragen.
            Nur kurze Zeit nach Ludwig II. Tod wurden seine Schlösser der Öffentlichkeit gegen Zahlung von Eintrittsgeldern zugänglich gemacht. Anfang des 20. Jahrhunderts waren alle Schulden des Märchenkönigs beglichen. 😉

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      1. Emsig wird gekocht zum Fest der Toten
        der Koch zerschnippelt die Karotten
        Pilze, Brokkoli und Blumenkohl
        als Skelette schmausen Khan und Kaiser
        doch leider sind sie innen hohl
        durch fällt darum das Gemüse
        plumpst zwischen Knochen auf den Kaiserstuhl. 😁

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    1. Eben fällt mir ein, daß es bei uns ja auch Kaiserwetter gibt, bzw. bei meiner Oma gab es das noch. War der Himmel strahlend blau und ohne auch nur ein Wölkchen, dann sagte sie immer, es wäre ein echtes Kaiserwetter…
      Tja, die letzten Kaiser, sie haben ihre Spuren hinterlassen 🙂

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