Immer kleiner, immer kreativer

Ein Buch für Menschen, die wie ich gerne in Wohnzeitschriften und Büchern über Inneneinrichtung blättern und solche, die in kleinen Wohnungen oder Häusern leben. Es stammt aus dem Prestel Verlag, dessen Bildbände über Kunst im weitesten Sinn ich sehr schätze.

Es werden viele verschiedene Wohnungen vorgestellt, die nur gemeinsam haben, dass sie klein sind. Eine große Vielfalt von kleinen Häusern, die rund um die Welt zu finden sind, wird von innen und außen beschrieben, natürlich mit vielen Fotos bebildert. Dazwischen werden verschiedene Wohnthemen mit dem Fokus auf kleine Räume behandelt. Man findet auch Ratschläge zu diversen Bereichen wie Stauraum, Bad, flexible Möbel, Beleuchtung um nur einige zu nennen. Auch sehr viele Ideen, wie man verschiedene Gegenstände wie Körbe, Kisten, Regale jeder Art zu brauchbaren Möbeln mit viel Stauraum umfunktionieren kann, obwohl sie selbst wenig Platz wegnehmen.

Die Beispiele von kleinen Häusern und Wohnungen stammen aus den verschiedensten Ländern und Orten, darin wohnen Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Vorgestellt wird zum Beispiel das 32m2 große Häuschen einer vierköpfigen Familie in Australien, das mobile 17-m2 Häuschen eines jungen Paars aus Südafrika, ein 44m2 großes Dachgeschoß einer Architektin in Amsterdam und viele andere.

Die höchst kreativen Lösungen, wie man Bäder und Küchen auf kleinstem Raum großzügig und funktional gestalten kann, haben mir besonders gefallen, auch die Einrichtungsideen sind einerseits originell und andererseits sehr praktisch. Was mir gefehlt hat, sind Ansichten von oben (davon gibt es nur eine) oder Pläne für einen Überblick über den gesamten Wohnraum.

Auch viele links zu Architektenbüros, Möbelerzeuger und Plattformen auf denen Leute, die in tiny houses leben, Fotos und sonstiges posten, findet man in dem Buch. Das kann man so oder so sehen. Ich finde es nicht störend und vielleicht findet der eine oder die andere Leserin wertvolle Hinweise. Sollte ich in so ein Häuschen umziehen wollen, könnte ich in diesem Buch jedenfalls eine Menge Information und Inspiration finden.



16 Gedanken zu “Immer kleiner, immer kreativer

  1. Ich bewundere den Einfallsreichtum vieler solcher Raumsparmodelle, würde aber freiwillig nur in so etwas leben wollen, wenn ich allein wäre.
    Es kommt schon sehr auf die Kompatibilität der einzelnen körperlichen und anderen Eigenschaften von Partnern an, ob man sich freiwillig auf so engem Raum wirklich wohlfühlt und sich nicht nur notgedrungen arrangieren muss, weil es nicht anders geht.
    Ich habe genug Erfahrungen mit Partnerschaft auf geringem Raum gemacht, sei es wohnend oder im Camping, um zu wissen, dass „tiny“ nicht durchweg für jeden konfliktfrei lebbar ist.

    Gefällt 3 Personen

    1. Ich bin sogar überzeugt, dass ich es nicht aushalten würde mit wem auch immer und gar mit 3, 4 anderen Personen auf so engem Raum zu leben. Aber ich habe ein Faible für Innenarchitektur und sehe mir solche Bücher oder Zeitschriften gerne an.

      Gefällt 2 Personen

  2. Ein weitreichenden Denkanstoß, Myriade. Für mich ist klar, dass ich mehr Platz als „tiny“ brauche. Andererseits finde ich die notwendige Beschränkung auf weniger Kram, die zwingend damit verbunden ist, sehr verlockend – nicht dass ich etwa wüsste, was ich von meinem mal aussortieren möchte 😉.
    Im Zuge des Klimawandels spricht natürlich auch die Heizungsfrage für „tiny“, aber wahrscheinlich würde ich eher vorziehen von April bis Oktober „large“ zu leben, und winters auf mehr Pullover und weniger Grade zu setzen.

    Gefällt 1 Person

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