Hoffnung?

Seit ich bei Petra von ihrem Projekt „Zündstoff Hoffnung“ gelesen habe, überlege ich, daran teilzunehmen. Von allen Seiten betrachtet und mehrfach umkreist habe ich den Begriff „Hoffnung“ und bin doch dabei geblieben, dass ich damit nicht viel anfangen kann.

Ebenso wie „Freiheit“ ist für mich „Hoffnung“ ohne nähere Erklärung sehr vage. „Freiheit“ wovon oder wofür? und ebenso „Hoffnung“ worauf? Ohne genaueren Hinweis worauf sich die Hoffnung richtet, wovon oder wofür man frei sein möchte, sind das für mich leere Worthülsen mit denen man wohl Emotionen schüren aber zu keinem konstruktiven Ziel kommen kann. Ich denke, dass im religiösen Umfeld der Begriff „Hoffnung“ vor allem in der Adventzeit beliebt ist und er gar nicht näher definiert wird, oder werden muss, weil davon ausgegangen wird, dass alle wissen, worum es geht.

Ich bin aber nun mal nicht religiös und musste also weiter suchen. Bei Ulli fand ich den Begriff „Zuversicht“, der mir schon viel vertrauter ist und füge ihm noch das „Vertrauen“ hinzu. Nun kann man natürlich sagen „Zuversicht und Vertrauen worauf?“. In diesem Zusammenhang brauche ich aber diese nähere Beschreibung nicht, denn für mich ist Zuversicht eine Lebenseinstellung. So erklärt sich für mich auch, was ich bei Gerda gelesen habe, dass sie zu dem Schluss gekommen wäre, dass Hoffnung eine eigene Qualität ist. Ich gehe davon aus, dass sie mit „Qualität“ mehr oder weniger dasselbe meint, wie ich mit „Lebenseinstellung“.

Buddhisten beschreiben einen positiven Zustand als „jenseits von Hoffnung und Furcht“. Damit ist gemeint, dass es Hoffnung nicht ohne Furcht gibt, der Furcht, dass das Erhoffte eben nicht eintreten wird. In diesem Zusammenhang ist Hoffen negativ besetzt. So verschieden sehen unterschiedliche Kulturen Grundlagen der menschlichen Psyche.

Jedenfalls, liebe Petra ist dies nun mein Beitrag zum Thema. Ich werde weiterhin auch die anderen Beiträge lesen und bin gespannt, ob ich meine Sicht der Dinge damit bereichern kann.

66 Gedanken zu “Hoffnung?

  1. Ich glaube sogar, dass erst die Furcht vor etwas dazu führt Hoffnung zu hegen und dann bleibt die Furcht, dass dies nicht in Erfüllung geht.
    Ich erinnere mich vage, dass ich irgendwo schon enmal diese kleine Debatte über Hoffnung geführt habe, kann mich aber nicht mehr erinnern wann und mit wem. Aber egal, es ist gut sich immer mal wieder mit häufig benutzten Worten auseinander zu setzen. Mir ist auf alle Fälle die Zuversicht auch viel näher als die Hoffnung, die für mich so etwas schwammig Ungefähres hat.
    Ich freue mich, dass meins zu Petras Projekt dich inspirieren konnte.
    herzliche Abendgrüße, Ulli

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      1. Autopict beschreibt es ganz gut.
        Es gibt keinen bestimmten Grund, nichts greifbares.
        Die Hoffnung einfach in sich tragen dass alles gut ist, wie es ist.
        Etwas Positives in sich tragen, dazu muss man nicht einmal gläubig sein.

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    1. Wir sehen es nicht so, dass kindliches hoffen frei von der Angst enttäuscht zu werden ist, ganz im Gegenteil. Wir kennen Hoffnung als eine Variante des verstärkten Wunsches, ein dringliches Bedürfnis, das wir uns selbst nicht erfüllen können, also darauf hoffen, es damit visualisieren und so auf Erfüllung streben. Wenn wir die Geschichte von Emil lesen, kommt uns der Gedanke, ob Hoffnung mit Liebe zu tun hat? Auf einen Liebesbeweis hoffen? Der drückt sich auch in kleinen Geschenken aus, die von Herzen kommen. Wären die Kinder denn nicht enttäuscht gewesen, wäre unter dem Christbaum kein einziges Geschenk für sie? Bestimmt wären sie enttäuscht, weil es ein Zeichen ist gesehen zu werden, wenn jemand Geschenke erhält. Das Geschenk muss auch nicht materiell sein, es geht um die Liebe drinnen. Wenn es ein Geschenk, das erhofft wurde bzw. gewünscht wurde ist es fein, jedoch nur wenn es eben mit Liebe geschenkt wurde und nicht in Hektik online bestellt, oder schnell gekauft, am besten schon von der Verkäuferin verpackt. Da ist keine Liebe drinnen, sondern nur die Erfüllung irgendeines Zwanges bei dem alle mitspielen, weil sie sich nicht bewusst machen, dass es ein Zwang ist.
      Aber wir sind weg vom Thema. Hoffnung und Angst als Paar klingt für uns richtig, auch aus Erfahrung. Wir haben viele Jahre unserer Kindheit gehofft, dass die Eltern jeweils „heute“ wenn sie von der Arbeit heimkommen anders wären. Diese Hoffnung hat uns überleben lassen. Und freilich war da tägliche Enttäuschung. Hoffnung hat aber noch eine Begleitung, die Ausdauer. So lässt sich vielleicht auch das kindliche hoffen in der Weihnachtszeit erklären? Kinder brauchen Ausdauer um die Adventszeit durchzuhalten, denn Geduld ist kein Merkmal, das auf Kinder zutrifft. Warten will gelernt sein. Hoffnung erschöpft sich nicht, trotz Enttäuschung. Vielleicht weil sie über das Menschliche hinaus geht, ins Transzendente. Für uns ist es so. Das ist aber vielleicht schwierig zu erklären, wer es nicht in sich entdeckt oder damit nicht kann.
      Eigentlich ist das fast ein Beitrag von der Länge her. ….. Wir werden die Antwort auch auf unseren Blog stellen und den Beitrag verknüpfen.
      Herzliche Grüße
      „Benita“

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  2. Hoffnung ist doch etwas tolles – und zumindest bei mir meist mit anderen Menschen verbunden. Und da stört auch Corona nicht, zumindest mich nicht. Hoffnung kann auch etwas kleines sein, vielleicht führt es zu einem leichteren Aufstehen am Morgen und ist die mutige Cousine zur Freude. Wie auch immer… jeder Tag sollte mit ein wenig Hoffnung beginnen, zumindest in unseren privilegierten Breiten, und „sie stirbt nie“, denn sie ist frei von Zeit und Zwang.

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      1. Ich denke nicht, dass man alles sortiert haben muss, einschl. der Gedanken und dass alles definiert werden muss, um es einer Hoffnung zuzuweisen.
        Die Hoffnung worauf? Natürlich auf das Leben und was es ausmacht, in all seinen Facetten. Hoffnung kann man nicht eingrenzen. Wenn ich so darüber nachdenke, bin ich wohl ein ganz hoffnungsvoller Mensch. Trotz doch ausgeprägter Analytik habe ich mir ein wenig Bauchgefühl und -entscheidung bewahrt.

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          1. Die lebensfreude verorte ich im Jetzt, wobei sie sicherlich Hoffnung beinhaltet, insbesondere kann sich aus Hoffnung Lebensfreude entwickeln. Aber die Hoffnung kann man meiner Meinung nach nicht eingrenzen, außer, dass sie nicht negativ besetzt ist.

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            1. Ich will sie gar nicht eingrenzen. Ich stelle nur fest, dass es für mich keinen Sinn macht von einem allgemeinen Konzept „Hoffnung“ zu sprechen, wenn die einen gar nicht wissen, was die anderen meinen und jede/r auf etwas anders hofft

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          2. Kennst du den Film „Die Verurteilten“ mit Tim Robbins & Morgan Freeman. Kann man noch von Zuversicht sprechen, wenn man Jahrzehnte im Gefängnis sitzt oder von Lebensfreude? Eher nicht, oder vielleicht „den Umständen entsprechend“. Aber Hoffnung passt da doch gut. Ok, nur ein Film, aber ein guter – meine ich.
            Vielleicht empfinden wir ja alle dasselbe, aber benennen es anders? Wäre ich hoffnungslos, dann wäre das schlimm. Wobei, ich wüsste ja nicht was mir fehlt.

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            1. Aber sicher, Zuversicht und Lebensfreude sind meiner Ansicht nach prinzipielle Einstellungen zum Leben, die man in (fast) jeder Lebenslage aufrecht erhalten kann. Aber in so einer Situation verstehe ich auch den Begriff „Hoffnung“ , denn hier ist ja klar, worauf sie gerichtet ist.
              Dass wir alle dasselbe empfinden, davon bin ich überzeugt. Wir interpretieren und benennen es nur anders. Aber man kann ja über alles reden 😉

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  3. Ich seh schon, Myriade, du hast dasselbe Problem wie ich: Solange es sich um eine persönliche Haltung oder um eine persönliche Wunschrichtung handelt, ist das Wort ja nicht unbrauchbar. Tausendmal benutzen wir es: ich hoffe, es geht dir gut, ich hoffe, das Essen schmeckt dir, ich hoffe, am Wochenende regnet es nicht… Anders aber ist es, wenn man Hoffnung als eigene Kraft ansieht, wie ja im Thema „Zündstoff“ vorgegeben. Das schien auch mir eine Wort -„Hülse“. ohne Füllung.

    Dann dachte ich weiter nach und kam auf den Begriff „Qualität“ – etwa so wie Modalverben qualifizierende Zusätze zu Verben sind. Ich muss, kann, will, soll essen/schlafen etc. – jedesmal ist das bevorstehende Essen/Schlafen etc vom Gefühl her vollkommen verschieden eingefärbt, auch wenn es als Praxis gleich ist. Genauso „ich hoffe X zu begegnen“ gg „ich fürchte X zu begegnen“ – „ich erwarte X zu begegnen“ – „ich bin sicher, X zu begegnen“. „ich beabsichtige, X zu begegnen“. Alle diese Begriffe färben ein in der Zukunft liegendes Geschehen mit einem je spezifischen Gefühl ein und bewerten es dadurch.

    Was also ist das Spezifische von Hoffen? Es scheint dem Wünschen und magischen Denken verwandt zu sein. Anstatt einfach abzuwarten, was geschieht, besetzt man das Künftige, noch gar nicht Vorhandene mit den eigenen Vorstellungen vom Guten, das anzustreben wäre. Und gibt sich dadurch vielleicht auch die innere Kraft, die entsprechenden Schritte einzuleiten.

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    1. Was für ein schön gegliederter Text! Aber das nur am Rande 😉

      Ja, ich bin mit allem, was du schreibst absolut einverstanden. Mein Problem besteht darin, dass diese Färbung und auch Richtung des Hoffens eben eine ganz individuelle ist, die von anderen nur durch zusätzliche Erklärungen verstanden werden kann.

      Wenn jemand zB eine Kerze anzündet mit dem Hinweis „für die Hoffnung“ oder „um die Hoffnung zu stärken“ so können andere dadurch nicht erfahren, worum es geht und um welche Hoffnung es sich handelt, es ist daher eine für alle anderen inhaltlose Aussage. Das habe ich mit der leeren Worthülse gemeint.

      Es tut mir leid, dass ich mich nicht klar genug ausgedrückt habe und so von einigen falsch verstanden wurde.

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      1. Doch andere können den Hintergrund erkennen, der Hintergrund ist die Ausdauer und die Transzendenz, die uns führen. Hoffnung für spirituelle oder gläubige Menschen ist nicht leer. Es ist klar, dass wir nicht alleine sind, dass Hilfe da ist, wo immer wir sie benötigen und wir ausreichend Kraft in uns finden für schwierige Situationen. ….. Dieses tiefe innere Wissen, die Anbindung an göttliches, wie immer das nun aussieht und definiert wird, soll gestärkt werden.

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          1. Das ist uns bewusst, liebe Myriade. Wir schreiben auch über uns und wie wir uns vorstellen, dass es für andere sein mag, die den Begriff allgemein sehen können, aber wir können auch mit deinem Zugang viel anfangen. Es stellt sich dabei natürlich immer auch die Frage, wie viel Lebensangst steckt hinter Glaube und Spiritualität? ….. Wir haben erst unlängst eine sehr starke andere Erfahrung gemacht. Deshalb sind wir vielleicht missionarisch unterwegs? Glaube ist für uns immer ein Erfahrungsglaube gewesen und Hoffnung ist für uns damit verbunden.

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                    1. Wir wollen jetzt doch noch schreiben, dass die Erfahrungen auch uns nicht überfallen, sondern wir uns dem bewusst stellen müssen. Es ist auch bei uns eine Wahl. Vielleicht eine einfachere, weil wir die Erfahrung nicht fürchten aufgrund unserer Vergangenheit. Vielen Dank für deine ehrliche Antwort.

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  4. Eigentlich wollte ich mich dazu gar nicht zu Wort melden, aber um der Vielfalt willen nun so:
    Der Mensch mit seinen Wahrnehmungsfähigkeiten als körperlich bedürftiges und alterndes Lebewesen versucht, sich sinnlich und geistig kausal zu orientieren, mit der Hoffnung als Antrieb, die aber den Wünschen nahesteht, und somit einem zukunftsorientieren Glauben auf besseres und Lohn für die Mühe zugrunde liegt.
    Wenn auch nicht vollumfänglich gelingend, halte ich es idealerweise mit der Buddhistischen Sichtweise, bzw. mit der Zuversicht, dass der Platz, den ich vorübergehend innehabe und nach meinem Verantwortungsgefühl ausfülle, sinnvoll sei, und das von Moment zu Moment, aber frei von Neugier bezüglich der persönlichen Zukunftswirkung.

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  5. Hoffnung ist quasi das Gegenteil von Verzweiflung. Sie ist manchmal nötig, um weitergehen zu können.
    Nicht fahle Hoffnung, sondern ein Antrieb, Dinge in die Hand zu nehmen.
    Als mein Bruder schwer krank wurde, half ihm sicher eine wissende Hoffnung, also das Wissen, das sie auch vergeblich sein kann, dazu, alles in Bewegung zu setzen, um Hilfe zu erhalten. Die zersetzende Angst kam wohl eher nachts, aber am Morgen schon ratterte der Motor Hoffnung, der eben gestärkt sich dem möglichen zuwandte.

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  6. freiheit meint zum beispiel, das recht seine meinung frei äußern zu können,
    freiheit, sich bewegen zu können, reisen zu können,
    freiheit, sein leben gestalten zu können,
    solche freiheit zum beispiel.
    und was die hoffnung angeht, die bezieht sich in der regel auf etwas, von dem
    man noch nicht weiß, wie es werden wird, befürchtet aber evtl. schlimmes, also
    wird gehofft, dass es besser, leiser, schöner etwas wird.
    der nachteil am hoffen ist, dass sie für manche menschen bedeutet, nur abzuwarten,
    ohne etwas zu tun, für das eigene glück, für die situation in der man steckt etcpp.
    zuversicht, ja, das ist auch etwas, das mir viel ist und das steht irgendwie über der
    hoffnung in meinem verständnis, es ist wie ein regenschirm darüber sozusagen. 🙂
    was die buddhisten angeht – da ist es so, dass das glück in der abwesenheit von allem
    wünschen und wollen liegt, also so verstehe ich es.

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    1. Ja, da kann ich dir völlig zustimmen. Ich finde auch, dass es ein gewisses Maß an eigener Aktivität braucht zum Schmieden des Glücks, zum Gestalten des Lebens oder zum Handeln des Unglücks. Das Bild der Zuversicht als Regenschirm gefällt mir auch sehr gut …

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  7. Als ich mit dem Virus in der Klinik lag, hoffte ich auf schnelle und gute Besserung und war jede Minute zuversichtlich, daß das auch so sein würde!
    Hoffnung, ohne einen bestimmten Wunsch damit zu verbinden, kenne ich eigentlich nicht.
    Ich habe Hoffnung nie im Zusammenhang mit Religion gesehen.

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      1. Sehr interessante Diskussion! Nach einiger Überlegung sehr ich es persönlich so:
        Hoffnung ist für mich auf etwas Konkretes gerichtet. Also, dass sich ein bestimmter Wunsch erfüllen soll. Dieser Wunsch kann für mich zwar gut sein, für einen anderen jedoch schlecht.
        Beispiel: Zwei Jungs, die dasselbe Mädel als Freundin (Monigamie vorausgesetzt 😉) haben möchten.
        Die Zuversicht ist für mich dagegen eine Lebenshaltung, also der schon genannte Schirm.
        Zum Beispiel der Jungs zurück:
        Auch wenn der Junge das Mädel nicht zur Freundin bekommt – sich seine Hoffnungen also nicht erfüllt haben – so kann er dennoch innerlich so gefestigt sein, dass er zuversichtlich ist, auf ein anderes Mädchen zu treffen, mit dem er glücklich werden wird. Oder zuversichtlich, dass er nicht seine Lebensfreude verliert etc.
        Also ich kann Deine Argumentation zu Hoffnung und Freiheit, die ohne Bezug nicht so recht Sinn machen, teilen. Vielleicht ist das ja zu spitzfindig, weil mit Hoffnung in unserer Kultur oft eben auch Zuversicht gemeint ist.
        LG Simone

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  8. hallo myriade,
    wenn ich endlich all die kommentare hier lese, frage ich mich, wie du darauf kommst, dass mit hoffnung kein konstruktives ziel erreicht werden kann.
    natürlich weiß ich auch, dass zuversicht ein naher begriff zu hoffnung ist und habe sogar überlegt, ob ich diesen begriff nicht lieber wähle.
    ich sehe hoffnung als eine gemeinsame, menschliche grundhaltung , ein funken oder gar eine glut, die viel in bewegung setzt und antreibt wie zündstoff eben. und den oft nötigen elan oder die kraftt dafür liefert. deswegen heißt das projekt ja nicht nur hoffnung , sondern zündstoff hoffnung..ohne diesen fallen manche menschen richig zusammen , sind verzweifelt , oder unmotiviert, gar leblos.und sie istt für mich jauch ohne religion möglich. sie steht uns allen zur verfügung., emotionen schüren will ich mit meinem projekt nun ganz und gar nicht. es erstaunt mich, dass du überhaupt darauf kommst. hoffnung begleitet die meisten von uns , ob es um die allgemeine oder die eigene zukunft geht, ob ein kind zur welt kommt, in der liebe, bei krankheit, im elend, unter einem autoritären regime, oder wie bei mir jetzt nach einer verletzung, etc, etc aber sie kann auch schlecht sein oder missbraucht werden. und damit kann sie auch negatives entfachen.
    ich selbst bin sehr zufrieden mit diesem projekt und hoffe, dass es menschen nicht noch mehr entzweit sondern eher verständnis schafft und mehr hoffnung schenkt. das ist hier schon ganz schön gelungen.

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    1. Ich glaube, ich habe mich einfach total missverständlich ausgedrückt. Ich habe nicht gemeint, dass mit Hoffnung kein gemeinsames Ziel erreicht werden kann. Aber es muss sich um Hoffnung auf dasselbe handeln.
      Mein Punkt ist nur, dass der Begriff „Hoffnung“ ohne Kontext keinen allgemeinen Sinn machen kann.
      Stell dir eine Gruppe von Leuten vor, die alle Hoffnung haben nur eben auf völlig verschiedene Dinge. A hofft auf den Weltfrieden, B darauf, dass es noch einen freien Tisch im Lokal gibt, C hofft auf eine baldige Genesung, D hofft eine Prüfung bestanden zu haben, E hofft, dass sie die dringend benötigte Wohnung bekommt, F hofft, dass ihn sein Chef nicht rauswirft, G hofft, dass ihm der Schonheitschirurg einen guten Preis für die Haarfollikeleinsetzung macht etc, etc, etc
      Vielleicht ist es nur eine Wortklauberei oder meine persönliche Genervtheit darüber, dass so viel von Wundern und Hoffnung geredet und geschrieben wird ohne den Gegenstand dieser Hoffnungen zu benennen.
      Keineswegs wollte ich dein Projektthema kritisieren, im Gegenteil finde ich, dass Schönes zusammengekommen ist. Ich hoffe, dass du meine Worte nicht so aufgefasst hast und falls doch entschuldige ich mich. so war es nicht gemeint.
      Gute und baldige Besserung wünsche ich dir !

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  9. liebe myriade, wir haben tatsächlich einen ganz verschiedenen ansatz, was hoffnung angeht.
    dass der begriff sehr weit gefasst, abgedroschen und sogar verniedlicht ist, ist mir klar. auch deswegen hatte ich mich für zündstoff hoffnung entschieden. hoffnung braucht auch keinen religionbezug für mich. hoffnung kann verzweiflung auflösen.und das brauchen wir gerade. so kann sie auch menschen wieder verbinden. sie braucht einfach frischen wind und dass wir sie neu entdecken.😉gute nacht.

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