Donnerstag 29.April 2021

Der kürzlich verstorbene Hugo Portisch war ein herausragender österreichischer Journalist. Was ihn für mich noch bemerkenswerter macht, ist das Interesse und die Begeisterung, die er in seiner Berichterstattung bei egal welchem Thema ausstrahlte. Kürzlich habe ich ein Zitat von ihm gehört „ich habe mich jeden Tag so gefreut am Leben zu sein“. Das halte ich für eine ebenso bewundernswerte wie nachahmungswürdige Lebenseinstellung, was man macht mit Begeisterung oder gar nicht zu machen.

Der F wettert wieder einmal über den verheerenden Zustand der österreichischen Verwaltungs-IT. Ob er recht hat oder übertreibt, kann ich nicht wirklich beurteilen. Es gibt schon einige Beispiele für schlecht Funktionierendes aber auch für das Gegenteil. Der sogenannte „grüne Impfpass“ zum Beispiel ist derzeit ein beliebtes Thema bei der Ankündigungs-Politik unseres Kanzlers. Schon vor Wochen behauptete er, dass dieser Impfpass in Österreich schon im April umgesetzt werden würde, schneller als überall anders. Das höhnische Lachen vom F bei dieser Ankündigung habe ich noch im Ohr. Inzwischen ist der Gesundheitsminister zurückgetreten mit einer recht langen Rede, in der er sich bei vielen bedankt, den Kanzler aber nicht einmal erwähnt hat.
Den Impfpass gibt es derzeit also nur in der Theorie, aber die Impfungen selbst laufen sehr gut. Ich persönlich hätte jetzt gerne einfache Möglichkeiten für Anti-Körper-Tests um zu sehen wie wirksam die Impfung(en) sind. Restlos klar ist die Sache dann auch noch nicht, weil das Immungedächtnis der T-Zellen auch eine große Rolle spielt, aber es ist doch eine Referenz, die ich gerne hätte. Ich werde nicht die einzige sein, die sich für solche Tests interessiert, die Chancen, dass man sie bald bei jedem Labor machen kann, stehen ganz gut.

25 Gedanken zu “Donnerstag 29.April 2021

  1. Das Lebensmotto gefällt mir sehr.
    Bislang weiß man ja bei tatsächlicher Covid-Erkrankung, dass sich die Antikörper wieder abbauen. Nach einem halben bis ganzen Jahr sind sie kaum noch vorhanden. Ich frage mich schon die ganze Zeit, wieso das bei den Impfungen anders sein soll.
    Liebe Grüße
    Ulli

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    1. Es ist ja nicht anders. Aller Wahrscheinlichkeit nach muss man öftet nachimpfen, aber ich habe gehört, dass große Hoffnungen auf das Gedächtnis der T-Zellen bestehen. Wie gehts dir? Irgendwann muss die Longversion ja auch vorbei sein🤔

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      1. Mir fehlt nun seit einem Jahr eine wirkliche Debatte zwischen denen, die sagen: So ist es und nicht anders und denen, die zu anderen Schlüssen kommen.
        Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich den Impfungen gegenüber mehr als skeptisch gegenüber stehe. Ich hatte zudem ein langes Gespräch mit meinem Hausarzt darüber, der meine Skepsis teilte. Ich bin immer wieder ratlos.
        Entsetzt bin ich, dass wir in dem Sinne keine Wahlfreiheit haben, denn habe ich keinen Stempel im Impfpass, kann ich das eine und andere nicht mehr machen und das geht aus meiner Sicht gar nicht. Ich habe nichts dagegen, wenn sich Menschen impfen lassen wollen, weil sie der offiziellen Seite Glauben schenken und sich dann damit sicherer fühlen. Ich selbst aber glaube nicht daran und sehe uns schon jedes Jahr aufs neue zum Doc oder sonstwohin gehen und uns impfen lassen, damit wir noch reisen dürfen, in Theater oder ins Kino gehen dürfen etc. – Das Ganze ist doch eine prima Gelddruckmaschine für Big Pharma!
        Nein, ich bin keine Verschwörungstheoretikerin, aber ich behalte mir vor skeptisch gegenüber dem einen und anderen zu sein und zu bleiben.
        Meine Longcovidsymptome sind noch nicht vollkommen abgeklungen, Dank homöopathischer Mittel aber besser geworden. Das ist mein Weg, egal, was andere davon halten.

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          1. Das hoffe ich auch, nehme noch zusätzlich Vitamin D ein. Gehe so oft wie möglich raus, kümmere mich um mein leibliches Wohl und das seelische auch, wenn ich müde bin, ruhe ich mich aus. Das Ganze hat wenigstens dazu geführt, dass ich besser auf meine körperlichen Signale achte. Ich danke dir, liebe Ule!

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        1. „Mir fehlt nun seit einem Jahr eine wirkliche Debatte zwischen denen, die sagen: So ist es und nicht anders und denen, die zu anderen Schlüssen kommen.“
          .
          Meine Wahrnehmung ist die, dass beide bzw alle Seiten sagen „so ist es und nicht anders“. Es kann ja gar nicht mehr von nur zwei Seiten gesprochen werden.
          Du hast deinen Weg gewählt, ich habe meinen Weg gewählt und wir werden diesbezüglich auf keinen gemeinsamen Nenner kommen.
          Allgemein gesprochen finde ich, dass es eine wirklich schlechte Entwicklung ist, dass sich immer mehr Gruppen und Grüppchen finden, die sich in irgendeinem Punkt einig sind ( von der Verehrung von Donald Trump bis zum Vertrauen auf das gesunde arische Immunsystem und, und und) und den Rest der Welt ausblenden.
          Ich mag auf dem blog nicht darüber diskutieren, weil ich erlebt habe, wie das ausarten kann und dazu einfach keine Lust habe…
          Es freut mich, dass es dir besser geht, warum auch immer das so sein möge …

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          1. Aber weißt du, ist dieser gemeinsame Nenner denn notwendig? Warum kann ich deine/die andere Meinung nicht einfach als abweichend respektieren – und gut? Ist halt vielleicht nicht meine, ja, und?
            Und ich finde, diese Meta-Diskussion darf man führen. Wir folgen einander zum Teil doch schon seit Jahren, verdammte Hacke 😉, ist es nicht möglich, normal miteinander umzugehen? Dann sind jegliche Diskussionen in Blogkommentaren nur Augenwischerei, und ich weiß, dass es auch anders geht … 😟

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                1. Das verstehe ich jetzt wirklich nicht. Ich habe Ulli geschrieben, dass wir zum Thema Covid-Impfungen nicht auf der gleichen Linie sind. Das ist ja nicht neu. Ich kann gut damit leben, dass andere andere Meinungen vertreten, aber wieso dürfte ich keine Meinung haben?

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                    1. Mir kam dein Wunsch nach dem „gemeinsamen Nenner“ bisschen quer, und ich wollte den Gedanken weiterspinnen. Probleme sehe ich auch keine, war mehr laut gedacht …

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          2. „Meine Wahrnehmung ist die, dass beide bzw alle Seiten sagen „so ist es und nicht anders“. Es kann ja gar nicht mehr von nur zwei Seiten gesprochen werden.“ Das genau finde ich so schade. So ist eben keine Debatte möglich.
            Ich weiß nicht, ob ich einen Weg gewählt habe. Ich habe nur gesagt, dass ich skeptisch bin, nichts von einer Entscheidung.
            Dass du all das nicht hier diskutieren willst, kann ich nur zu gut verstehen. Ich denke du weißt warum.
            Herzliche Grüße zur Guten Nacht, Ulli

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  2. Solche Antikörpertests sind ja wahrscheinlich erst eine gewisse Zeit nach der zweiten Impfung aussagekräftig.
    Ich habe gerade problemlos die erste (Biontech-) Impfung verdaut und gehe davon aus, dass wir mit der zweiten Dosis nicht einfach den Kram vergessen können. Es wird wohl wie bei der Grippeimpfung eine jährliche Auffrischung nötig sein, bei anderen Impfungen dauert es sechs oder zehn Jahre bis dahin. Das ist ja nichts Neues, nur eine mehr.

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    1. Zwei Wochen nach der zweiten Impfung wäre der Zeitpunkt an dem die Antikörper, so vorhanden, voll da sein sollten. Ich gehe auch davon aus, dass man diese Impfung zumindest eine Weile in nicht sehr großen Abständen wird wiederholen müssen.

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