Donnerstag 23.April – Ateliergeflüster

Heute habe ich Ds absolute Teamunfähigkeit so richtig kennengelernt. Abgesehen von riesigen Kartons, in denen die Neuerwerbungen angekommen sind, fand ich im Atelier dieses total überdimensionierte Stück vor. Der D will offenbar unser stilechtes Bohème-Atelier in ein Schrebergartenhaus verwandeln ! Wenigstens einen kleinen Hinweis vorher auf seine Pläne, aber nix!
Nachdem ich mich – zwar aus sehr guten Gründen aber dennoch – nicht am Ausmalen des anderen Raums beteiligt habe, ist meine moralische Position leider etwas geschwächt. Trotzdem, hätte er mich vorher gefragt, hätte ich zu dem Ding „nein“ gesagt. Die beiden Sessel, die die A gespendet hat, gefallen mir ganz gut, aber der Rest… Er hat aber nun mal weder mich noch die A gefragt und jetzt haben wir das Trumm da stehen. So was nenne ich „vor vollendete Tatsachen stellen“ und mir fallen auch noch ein paar unschönere Ausdrücke dafür ein.
Die Lebenserfahrung hat mich davon abgehalten sofort zum Telefon zu greifen und ihm womöglich die unschöneren Ausdrücke an den Kopf zu werfen. Mittlerweile hat der D angefragt, wie ich unseren neuen Konferenztisch finde. Meine schriftliche Antwort habe ich dem F gezeigt der deutlich diplomatischer ist als ich.

Abgesehen von diesem Monster hat der D auch noch einen Tischkühlschrank gekauft und einen wirklich genialen Platz dafür gefunden. Er ist ja an und für sich beim Einrichten wirklich gut und ich habe jetzt – so hoffe ich – freundlich aber sehr deutlich darauf hingewiesen, dass es mir sehr wichtig ist, noch genügend Platz für Bilder-Stauraum zu haben.

Gute Neuigkeiten gibt es auch. Eine gemeinsame Freundin, die ziemlich in der Nähe des Ateliers wohnt, hat sich mit großer Begeisterung als Babysitter für As Baby angeboten wodurch A mit dem Malen wieder einsteigen könnte. Das wäre ein Beispiel für eine absolute win-win-Situation.

Ich werde also -mit guten Erfolgsaussichten – versuchen mich über das Ding auf dem Foto nicht weiter zu ärgern.

39 Gedanken zu “Donnerstag 23.April – Ateliergeflüster

    1. Ich finde sie auch unterirdisch scheußlich und vor allem viel zu groß, aber ja, einen Tisch brauchen wir wohl …. wenn der auch völlig ungeeignet ist, weil die „Sitzbänke“ zu niedrig sind …

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  1. Genau solche Tische wollte tatsächlich eine für die Terasse unseres Gemeinschaftscafés kaufen. ….. Es ist uns herausgerutscht, dass wir die ganz hässlich finden, auch wenn wir es doch diplomatisch formuliert haben. ….. Aus Überforderung sind wir aus dem Arbeitskreis Café ausgestiegen. Hoffentlich kommen diese Tische nun nicht! …. Wir können dein Entsetzen also sehr gut nachvollziehen.

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                1. Wortlos war es nicht, es waren halt diplomatische Worte. Der Sinn ist schon angekommen, hoffe ich. Aber der D ist eben ein guter alter Freund und wir haben das Atelier gemeinsam für mindestens vier Jahre gemietet …. Da ist ein in Alleinregie gekaufter zu großer, schiacher Tisch zwar ärgerlich, aber so wichtig auch wieder nicht

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  2. Die Sitzgruppe finde ich auch — äää – geschmacklich beleidigend. Es hälfe allenfalls, sie mit Decken und Tüchern abzudecken.
    Ich habe sofort einen Menschen vor Augen, der genauso wie Dein Atelierkollege ist – sehr aktiv, immer im Tun; und manchmal werden dann eben auch unabgesprochen vollendete – nicht rückgängig zu machende – Tatsachen geschaffen. Grenzen setzen – nicht so richtig einfach … und schon gar nicht nachhaltig …
    Immerhin – diese Sitzgruppe betreffend – die lässt sich mit Leichtigkeit eines schönen Tages ersetzen.
    Toi toi toi
    Liebe Grüße
    Ines

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