Atelierbild 2

An diesem Bild habe ich monatelang gemalt. Nicht ununterbrochen, es ist immer auch eine Weile herumgestanden. Ich habe es angeschaut und herumgedreht, versucht zu interpretieren und wieder umgearbeitet. Es ist durch sehr viele Stadien und Schichten gegangen.

Ich nenne es jetzt „Versinkende Insel“
Über die schwarzen Kohlestriche vorne verhandle ich noch mit mir. vielleicht bleiben sie so, vielleicht kommen sie weg, vielleicht werden sie weiß. Ich habe mir vor kurzem weiße Kreidestifte gekauft. Das wunderbare an Kreide oder Kohle ist, dass man sie spurlos beseitigen kann solange sie nicht nass wird.

Die „Galerie“ ist also doch eine Block-Art mit der ich gelegentlich etwas anfangen kann

23 Gedanken zu “Atelierbild 2

    1. Mich begeistern Türen und Tore und Durchgänge jeder Art deswegen kommen sie auch in meinen Bildern ständig vor😎 plötzlich tauchen sie auf… Auf diesem Bild ist enorm viel Preusisch Blau, ein ganz dunkles Blau mit einem Schuss Lila bei manchen Farbenfirmen.

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  1. Ich sehe einen Gang, der sich im Vordergrund erweitert, in dem vorne Wasser schwappt.
    Dem Gang hast du Tiefe gegeben durch die Staffelung der hellen Unrandungen, aber auch durch die Größe der hinterleuchteten „Figuren“ rechts an der Wand.
    Ein beeindruckendes Werk.

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  2. Das ist ein interessantes, schönes Bild geworden! Der Malprozess ist ja spannend! Meine Assoziationen: Ich sehe da einen Tunnel ( was soll ich anderes sehen, wo das jetzt mein Thema ist?😄) oder eben auch einen Gang. Es sind am rechten Rand auch Leute unterwegs. Sie haben wenig Raum fürs Durchgehen, weil das Wasser vorne sich auch im Tunnel seinen Weg bahnt. Allerdings steht niemandem das Wasser bis zum Hals, aber es ist eng dort und dämmerig. Herzlich, Petra

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  3. Besonders die in der Mitte gezeigte Zwischenstufe lässt mich an Tarjei Vesaas‘ „Is-slottet“ (Eis-Schloss) denken. Ein in der Winterkälte erstarrter Fluß (des Lebens), der zu einem Eispalast wird. Interessanterweise passt ausgerechnet die deutsche Mehrfachbedeutung des Wortes „Schloss“ besonders gut zum Eis-Schloss.
    Bei der letzten Variante denke ich irgendwie an das Stichwort „Unter-Gang.“ Das kann dann ein Untergang sein in dem Verstand, dass sich jemand in Erstarrung zurückzieht (und nicht wieder auftaucht). Oder eben auch ein nützlicher, ja, not-wendiger temporärer Gang in eine Unter-Welt.

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    1. Oh, das ehrt mich aber sehr. Herzlichen Dank für deine Assoziationen.
      Sehr interessant der Unter-Gang !! Ich finde es ja schwierig, eigene Bilder zu interpretieren und solche Anstöße in Richtungen auf die ich gar nicht gekommen wäre, sind ebenso verblüffend wie weiterführend.

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