Mittwoch 10. März 2021

Wir waren unterwegs auf der Autobahn von Wien Richtung Westen zu einem Termin mit dem Notar zwecks Wohnungskauf. Plötzlich begann es zu schneien, in richtig dicken Flocken und links und rechts Winterwald … Wahrscheinlich das letzte Treffen mit dem Winter für dieses Jahr. Es blieb aber nichts liegen und auf der Rückfahrt kam – fast – die Sonne heraus.

Notartermin. Es ist schon allerhand, wie viel man in diesem Berufsstand verdient ohne nennenswerte Anstrengungen. Dafür ist es auch ein grenzenlos fader Beruf, zumindest aus meiner Sicht.

Alles besprochen, alles geregelt, der Notar setzt den Kaufvertrag auf für ein astronomisches Honorar. Dabei besteht so ein Kaufvertrag ohne besonderes Schnick-Schnack  wahrscheinlich aus lauter Textmodulen. Aber es hat ja keinen Sinn sich darüber zu ärgern. Wenigstens haben wir uns den Makler erspart, der auch noch einen gesalzenen Prozentsatz bekommen hätte. Nun heißt es warten bis zum nächsten Termin zur Vertragsunterzeichnung. Ich bin sehr froh, dass die Sache in die Wege geleitet ist, wer weiß, was sich coronamäßig noch tut und ob die Vertragsunterzeichnung nun ein paar Tage oder Wochen später stattfindet, ist ja ganz egal. Die Kaufsumme wird dann auf dem Treuhandkonto liegen bis der Grundbucheintrag erfolgt ist, aber die Wohnungsübergabe wird unabhängig davon erfolgen.

21 Gedanken zu “Mittwoch 10. März 2021

    1. Ja, das Wetter war heute bescheiden, aber die Schönheit eines Flusses ist vielfältig je nach Wetterlage und Jahreszeit. Im Herbst wird es eine flammende Pracht sein, bei Wolken ist die Stimmung melancholisch. Ich mag beides …..

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  1. Notare haben, hier zumindest, eine festgelegte Gebührenordnung. Sie müssen sich mit jedem Detail auskennen und wasserdichte Arbeit abliefern. Sie verwalten Gelder, Termine, melden Sachen bei Ämtern. Und haben zudem noch die Qualifikation zum Richteramt erworben. Beschwerst du dich auch beim Arzt? Was du siehst, ist beim Notar nur ein geringer Teil der Arbeit!

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      1. Das ist wahr. Und wie gesagt, die beschließen die Gebühren ja nicht, die werden vom Staat festgelegt. Dafür stehen sie bei Fehlern (die gerade beim Grundstückshandel schnell gravierende finanzielle Folgen haben können) für den Schaden gerade, wenn das einen Schaden verursacht hat.
        Ich hab halt mal selber Jura studiert (aber bin zweimal durchs Examen gerasselt, daher kein Jurist) – und irgendwie kann ich nicht anders, die Zunft bei (meiner bescheidenen Meinung nach) ungerechter Kritik zu verteidigen. Klar würde man sich gern die Tausender sparen. (Gerade nachgeschaut, sind 1,5 % bis 2 % vom Kaufpreis, hier jedenfalls, MIT Grundbucheintrag).
        „Die Notargebühren beim Hauskauf orientieren sich an der Höhe des Kaufpreises und sind im Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) detailliert festgelegt. Grob gerechnet belaufen sich die Notarkosten auf 1,5 Prozent bis 2 Prozent des vereinbarten Kaufpreises der Immobilie.“
        Dazu kommt hier dann noch ca. 5 % Grunderwerbssteuer … wesentlich mehr als die Notarkosten und der Grundbucheintrag.

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        1. Aha, eine Fast-Notarin 🙂 Naja, ich kenn das, mich ärgert immer, was über Lehrere*innen so pauschal geschrieben wird 😉
          In Ö beträgt die Grunderwerbsteuer „nur“ 4,6% und die Kosten für die Treuhandverwaltung konnte ich den Verkäufern schmackhaft machen, trotzdem ist es noch ein nettes Sümmchen …

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  2. Ich habe in meinen Unterlagen den Originalkaufvertrag des Grundstücks, welches meine Urgroßeltern achtzehnhunderttuff gekauft haben. Das Ding ist handgeschrieben mit Tinte. Und das sicher mehrmals. Wenn sich da die Schreibkraft verschrieben hätte oder beim Vorlesen wäre ein Fehler aufgefallen …
    Heute haben die Notare wirklich die Bausteine im Computer. Vorlesen – halt, das muss geändert werden – ein Anruf im Vorzimmer – und wenige Minuten später liegt das berichtigte Blatt vor. Der erste Kaufvertrag für ein Reihenhaus 1978 wurde noch mit der Schreibmaschine geschrieben. Fehler wurden handschriftlich durch den Notar berichtigt. Wie einfach das doch alles geworden ist.

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