Helden?

In zahllosen österreichischen Gemeinden gibt es Kriegsdenkmäler jeder Art. Von den ganz schrecklichen mit „gefallen fürs Vaterland“ oder „Ehre und Vaterland“ und Ähnlichem bis zu einfachen Namenslisten von Gefallenen beider Weltkriege und anderer Kriegsopfer.

Heute haben der F und ich beim Stromern in Pottenstein in der Nähe von Wien Folgendes gesehen. So oder so ähnlich sollte es wohl sein:

19 Gedanken zu “Helden?

  1. Ich habe damit auch immer so meine Mühe.
    Nein, ich kann mich da nicht hineinversetzen – und bin dankbar dafür, dass ich es nicht muss.
    Aber Krieg in jeglicher Art und auf jegliche Seite finde ich einfach entsetzlich und das hat für mich rein gar nichts mit Heldentum zu tun. Auch wenn die Menschen in ihren Einzelschicksalen Dinge erlebt haben, die einfach unvorstellbar sind für mich.

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  2. Sehr ungewöhnliche Tafeln. Außer diesem unsäglichen Holocaustdenkmal in Berlin kenne ich solche „Denkmäler“ nicht.
    Und diese Heldendenkmäler kann ich nicht ab. Diese Tafeln aber finde ich gut und wichtig und berühren mich auch.
    Danke, dass du sie zeigst.
    Herzlichst, Ulli

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    1. oja, diesen Berliner Betonfriedhof in Reih und Glied finde ich auch furchtbar ebenso wie viele „Heldendenkmäler“.
      Diese Tafeln, auf einen Baum genagelt, habe ich auch berührend gefunden. Allerdings sind sie von 2018, wer weiß, was es dort davor gab… ?

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    1. Ja, das ist wahr. Allein die vielen Millionen Toten der beiden Weltkriege auf allen Seiten. Wahrscheinlich wird es keinen Zentimeter Boden auf dieser Welt geben, auf dem nicht im Lauf der Geschichte ein Mensch durch einen anderen Menschen zu Tode gekommen ist. Aber andererseits haben die Menschen auch vieles geschaffen. Wir sind einfach zu vielem fähig im guten wie im bösen …

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  3. Wie ungewöhnlich, wenn sich in einem Ort Konsens für diese andere Blickrichtung findet.
    Diese Installation wirkt aber doch etwas guerillahaft provisorisch. Ob eine Ecke weiter doch noch die ganz normale „Helden“verehrung stattfindet.

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  4. Danke für das Zeigen dieser Tafeln, liebe Myriade. Pottenstein scheint ein interessanter Ort im konservativen Bezirk Baden zu sein, wenn wir uns die im Gemeinderat vertretenen Parteien ansehen. Hier dürfte es eine intensive Reflexion der Kriegsereignisse gegeben haben. Vielleicht auch durch den Ersten, dem hier gedacht wurde Felix Imre und jede, die mit ihm im Widerstand tätig waren. Lt.. Wikipedia war er als illegaler Nazi vor 1938 schon NSDAP und SA beigetreten, mit Auszeichnung des eisernen Kreuzes hat er später die Seite gewechselt und kommunistische Flugzettel gedruckt und war im Antifaschistischen Widerstand tätig bis zu seiner Ermordung. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Pottenstein_(Nieder%C3%B6sterreich)
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Felix_Imre
    Herzliche Grüße
    „Benita“

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    1. Da ist der Kommentar schon. Ja, das waren wohl die zwei links. Danke für den Hinweis, das klingt nach einem interessanten Menschen. Ich habe mich auch sehr gewundert über diesen Gedenkbaum, aber es gibt ja auch angenehme Überraschungen.

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      1. Fein, dass sich der Kommentar gefunden hat. …. Wir fanden auch interessant im Bezirk Baden einen derart politisch roten Ort zu finden. Und ja, er dürfte ein interessanter Mensch gewesen sein, in diesen jungen Jahren so reflektiert zu sein. ….. Wir mögen derlei Überraschungen sehr. 😊

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