Impulswerkstatt – Reaktion auf einen Text, der die Reaktion auf ein Foto ist

Mein erster Beitrag zur Impulswerkstatt im Februar.

Kompliziert? Nein gar nicht !

Zuerst das ursprüngliche Foto, dann die Variante von Olpo mit Sternen und Text

Und schließlich hier mein Text:

Sein Plan war es, die Sterne mit einem Minimum an Aufwand aber mit einem Maximum an Wirkung vom Himmel zu pflücken. Seine wichtigsten Qualitäten und Eigenschaften sollten ihn dabei unterstützen. Dass sein Schatten, der Ausdruck seiner Persönlichkeit in allen ihren Facetten ihm dabei in die Quere kommen könnte, hatte er nicht bedacht.

Zunächst die Goldmedaille im Marathon, er streckte die Hand nur ganz wenig um den ersten Stern ganz cool hineinfallen zu lassen. Doch plötzlich schlug ihm etwas die Hand zur Seite, der Stern rutschte ab und fiel ins Unendliche. „Ohne Training“ hörte er die Faulheit höhnisch rufen „ohne regelmäßiges Training willst du einen Marathon gewinnen, Vergiss es! “ So hatte er sich die Unterstützung nicht vorgestellt.

Der nächste Stern beinhaltete seine Entdeckung als Film-Kung-Fu-Star. Er griff elegant nach oben, aber der Stern pendelte zur Seite und seine Eitelkeit fing in ab und hielt ihn fest. „Auch Kung Fu muss man trainieren“ sagte sie angeödet, schnitt den Stern vom Himmel und warf ihn auf einen Komposthaufen.

Etwas vorsichtiger geworden überlegte er, welchen Stern er doch pflücken könnte. Den putzigen roten, der für Sandra stand! Langsam schlich er sich an, schob seine Hand vorsichtig nach oben und schon ….. nein doch nicht. Ein blutverschmierter Finger bohrte sich in den Stern, der für Sandra stand. Der Macho-Mann grölte vergnügt, entfernt erinnerte er an den Ho-Ho-Weihnachtsmann. „hat die dich schon einmal bewundert? Na eben! “ Er zerrieb den Stern zwischen zwei Fingern und blies die Reste weg. An diesem Punkt kann man sich fragen, warum der Macho nicht gerade dann ein unangenehmes Zuschlagen empfahl. Aber verstehe eine die Machos !

Einen Versuch wollte er noch machen „reich und berühmt werden und alle Frauen kriegen“. Das war eigentlich sein wichtigster Stern, der  alles  zusammenfasste, was er sich vom Leben wünschte. Vielleicht hätte er noch die Freunde dazu nehmen sollen. Nein, unnötig, die kamen von selbst, wenn man jemand war. Jetzt war wirklich Anstrengung geboten. Unauffällig hinauf und dann auf den Stern hinunterstürzen, so gut gezielt, dass er vielleicht den daneben auch noch mitnehmen konnte. „Haus mit 17 Badezimmern“ stand da drauf. Ein Sprung, eine Drehung, ein Fall. Er lag auf dem Rücken wie ein verunfallter Käfer und in seiner Hand ….. gar nichts. Das spitze Kichern der Gier war zu hören. „schlecht berechnet, junger Mann“ gackerte sie und sämtliche heiß begehrte Sterne fielen vom Himmel in den Dreck.

Im wahren Leben wäre die Geschichte damit beendet. Wir befinden uns aber in einer märchenartigen Erzählung und daher geht es noch ein bisschen weiter

Seine wichtigsten Eigenschaften hatten sich als wenig hilfreich erwiesen, er hatte aber noch ein paar andere. Allerdings waren sie so klein und unterernährt, dass er sie nur wahrnehmen konnte, wenn sie alle übereinander standen. Das Durchhaltevermögen, die Freundlichkeit, der Mut, die Freude, die Zärtlichkeit, die Intelligenz, die Wahrheit, die Treue, der Humor und noch ein paar andere, die so vernachlässigt waren, dass sie sich beinahe schämten aus ihren Löchern zu krieche. Aber die Resilienz scheuchte sie alle zusammen.

Wir hätten da noch ein paar Sterne, die könnten wir etwas niedriger hängen und wir helfen dir beim Klettern sagte das Mitgefühl, das zur Sprecherin ausgewählt worden war. Sie zeigte ihm ein paar Sterne „Lehre abschließen“ „ Bruder beim Hausbau helfen“ „Große Radtour organisieren mit Lisi, Manfred, Simone, Otto, Sandra? „ „Schlagzeug lernen“. Er war sich nicht sicher, ob diese Sterne es wert waren zu klettern. Obwohl, wenn diese erreicht wären, hätte er schon eine andere Absprunghöhe als Basis…

Der Humor und die Wahrheit halfen ihm beim Aufstehen, der Mut und die Treue warfen ihn ein Stück in die Höhe und die Zärtlichkeit und die Intelligenz zeigten ihm das richtige Pflücken.

Zum Abschluss organisierte er ein großes Essen für alle seine kleinen, hilfreichen Eigenschaften und manche sagen, dass danach alle ein bisschen größer und selbstbewusster waren als vorher.

 

12 Gedanken zu “Impulswerkstatt – Reaktion auf einen Text, der die Reaktion auf ein Foto ist

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