la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

Montag 19.Oktober 20

17 Kommentare

An Mrs Ariadne Oliver musste ich heute denken, eine Figur aus den Poirot-Romanen von Agatha Christie. Mrs Olivers Eingebungen, die gelegentlich zur Lösung von Poirot-Fällen beitragen, stammen öfters aus ihren alten Terminkalendern, die sie auf dem Dachboden aufbewahrt und zwecks Stöbern nach eventuellen Hinweisen von ihrer Sekretärin suchen lässt. Leider habe ich keine Sekretärin, der ich das Umorganisieren meines Arbeitszimmers auftragen könnte, aber eingedenk Mrs. Olivers Erfahrungen mit dem Finden wichtiger Informationen habe ich ein Regalfach mit alten Terminkalendern nicht ins Altpapier befördert sondern in wunderschöne Schachteln verpackt und dann wieder ins selbe Regalfach drapiert. Davor habe ich das Fach entstaubt. Na, immerhin.

Bei solchen Aktivitäten lasse ich mich gerne vom Ö1-Radioprogramm berieseln. Es wurde ein Musiker interviewt, der einen kroatischen Vater und eine ungarische Mutter hatte, selbst aber beide Sprachen seiner Eltern nicht beherrscht. Der Interviewer fragte ihn, ob er deswegen so etwas wie kulturelle Phantomschmerzen hätte. Ein interessanter Ausdruck „kulturelle Phantomschmerzen“ und ein Problem, das alle betreffen müsste, die von der Ursprungskultur ihrer Eltern nichts oder wenig wissen.

17 Kommentare zu “Montag 19.Oktober 20

  1. Someone has been busy. Also, what is it with cleaning or reorganizing stuff, that makes us want either music, or in your case radio? For me when it comes to cleaning or cooking, music HAS to be on! 🙂
    And yes, forgetting one’s language or culture is a disservice to self.

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  2. Solche Haus- und Aufräumarbeiten sind mir ohne Radio oder Hörbuch völlig unerträglich. Mit der richtigen Begleitung hingegen mag ich sie fast.

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  3. Liebe Myriade,
    Aussortieren kann ich nicht mit Radio-Begleitung. Da müssen wir uns konzentrieren, was weg darf und was aufgehoben gehört. Beim putzen oder bügeln etc. ist es aber angenehm nebenbei Radio oder anderes zu hören. Vor allem bügeln braucht Ablenkung.

    „kulturelle Phantomschmerzen“ klingt interessant. Wir kennen diese auch obwohl wir dieselbe Sprache sprechen wie die Eltern, aber fast nichts von deren Leben wissen bevor wir in der Lage waren es zu erfassen. Dieses Leben vor unserer Geburt ist ein großes Geheimnis. Immer gewesen und von der Mutter bis heute. Scheinbar ist sie zu traumatisiert um darüber zu sprechen?! Eines von mehreren Familiengeheimnissen.

    Herzliche Grüße
    „Benita“

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  4. grad, bevor ich hier las, sah ich einen Poirot-Film – ziemlich alt schon und gute Unterhaltung,

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  5. Der Ausdruck „Phantomschmerzen“ scheint hier wirklich gut zu passen!

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