la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

Der Dienstag dichtet, acht

20 Kommentare

Katha hat das Projekt ins Leben gerufen, bei ihr gibt es auch eine Teilnehmerliste

Ich definiere für mich „Gedicht“ als verdichtete Prosa und beginne – sehr vorsichtig – mich daran zu versuchen.

Diesmal mit Bild

Never change a running system

Fäden ziehen durch die Jahrmillionen, seit der glückhaften Vereinigung von Algen und Pilzen

Leuchtende Farben, weiche Polster, alle Arten von Strukturen gingen daraus hervor

Es fließt, haftet und kristallisiert. Schälchen, Punkte, aderndurchzogene Quasten, geflügelte Tiergestalten, uralte Gottheiten, Windräder und Drainagesysteme, alles könnt ihr abbilden

Phantasie ohne Neuronen

Irgendwann tauchten wir Menschen auf, durften euch eine Zeit lang bewundern und überließen euch unsere Welt wieder.

Flechten wird es geben bis ans Ende der Zeiten

 

20 Kommentare zu “Der Dienstag dichtet, acht

  1. Ich mag deine Textstruktur, die deine Bildstruktur wiederspiegelt! So vielschichtig! Und ich finde es ganz faszinierend, wie unterschiedlich unsere Texte zum gleichen Foto sind 🙂

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  2. Dein Gedicht erinnert an ein Märchen, weniger verträumt dafür, vor allem auch durch das Bild, realer. Toll!!

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  3. Das, was du zu deinem Bild inhaltlich in den Text legst, gefällt mir gut. Deine Gedichtsprache ist mir persönlich zu wenig dicht, aber das sagt natürlich nur etwas über meine eigenen Vorlieben, nichts über die Qualität deines Textes.

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  4. Ein faszinierendes Thema hast Du gewählt für Deine BildWortDichtung. Und ich würde Dich gerne weiter bildwortdichten lesen dazu. Je mehr ich mich mit Flechten befasse, umso mehr bin ich beeindruckt.

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  5. Das Wunder des Lebens aufzeichnen und er-leben und ohne Schuld die Zeiten überdauern, das ist wohl das Bild, was Du uns zeichnen möchtest: den uralten Menschheitstraum. Denn bei der aktuellen Entwicklung kann man auch nicht wirklich daran glauben, dass uns alle unsere (kollektiven) Sünden vergeben werden und wir die sich abzeichnenden Veränderungen wirklich hier auf der Erde überleben können. Die Hessen sagen in aussichtslosen Situationen: „Lebbe geht weider“. Aber was sind das für Perspektiven, wenn wir keine Zuversicht mehr haben?
    Deine Zeilen machen sehr nachdenklich.

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    • In meinem Weltbild kommt auch keine Instanz vor, die irgendjemandem irgendetwas vergeben könnte …
      Allerdings bin ich optimistisch, was die erneuernde Kraft der Natur betrifft. Ob wir Menschen allerdings eingeschlossen sind ???

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  6. Es gibt Zeitrafferaufnahmen von wachsenden Flechten (ich hoffe, das waren wirklich Flechten), da sehen sie sehr lebendig und durchaus zielgerichtet aus. Leben ist manchmal sehr überraschend und ganz anders, als wir Menschen uns das so vorstellen, viel vielschichtiger. An Tiefseeaufnahmen könnte ich mich regelmässig berauschen.

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  7. Tolles Bild zu passenden Worten, ausführlich und informativ. Das Foto selbst ist schon Gedicht genug
    Es muß ja nicht immer Lyrik sein.

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  8. Ein sehr gelungenen naturschönes Foto, so wie es durch Zufall und Notwendigkeit gestaltet und von dir entdeckt und inszeniert wurde.

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  9. Danke! Ich bin überzeugt, dass diese Art Naturbilder die meisten abstrakten Bilder spielend überflügeln können …

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  10. Pingback: Frau Flumsel und Myriade präsentieren – Die Impulswerkstatt … | wortgeflumselkritzelkram

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