Der Dienstag dichtet, sieben – Eigentlich kein Gedicht, Kriegsberichterstattung

Katha hat das Projekt ins Leben gerufen, bei ihr gibt es auch eine Teilnehmerliste

Es handelt sich hier nicht um verdichtete Sprache sondern um Kriegsberichterstattung,

aber nachdem es gerade Dienstag ist ….

Und natürlich nehme ich mich selbst bei den geschilderten Geschehnissen nicht aus

Alle haben Recht

Am rechtesten immer der Letzte

Die in alle Richtungen fliegenden Pfeile der Missverständnisse strahlen vor Begeisterung

Die blutigen Speere finden ihr Ziel oder auch ein anderes, Hauptsache sie stecken in jemandem

Am besten äußert man sich zu dem, was niemand gesagt hat

dabei können ganz nebenbei auch gleich ein paar alte Rechnungen beglichen werden

Alle sagen, was ihnen gerade durch den Kopf geht, unverbrämt

damit schafft man Möglichkeiten sich später zu entschuldigen

oder in den Olymp der alles überschauenden Weisen einzugehen, je nach Grad der eigenen Arroganz

Ein Schlachtfeld wie jedes andere

Arbeitsbeschaffung für Totengräber und Kriegsgewinnler

Am Ende wissen weder die Toten noch die Überlebenden wie es so weit kommen konnte

Da waren doch irgendwann, irgendwo Gründe, Argumente, Überzeugungen

Der Humor und die Toleranz sitzen weinend unter einem verbrannten Baum

Die degradierten Friedensengel scharren unlustig in der Asche

Der Funke kann jederzeit wieder aufflammen und überspringen, das Gemetzel weitergehen

Eine Blogdebatte

 

47 Gedanken zu “Der Dienstag dichtet, sieben – Eigentlich kein Gedicht, Kriegsberichterstattung

  1. Wow, in deinen Zeilen steckt viel drinnen. Ich habe mich erst vor Kurzem über die schreckliche Diskussionskultur auf Twitter aufgeregt und dann festgestellt, dass es im wahren Leben oft nicht besser ist. Auf jeden Fall trifft Krieg teils sehr gut zu.
    Ich hab deine Zeilen schon 3mal gelesen. Ich glaube, ich lese gleich nochmal. 😇

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    1. Dass es verschiedene Meinungen zu diesem und jenem gibt, ist ja völlig legitim und wichtig. Was mich irritiert, ist die „Diskussionsstrategie“ niemals auf das einzugehen, was andere sagen, sondern von völlig anderem zu reden. Diese Strategie ist auch bei letztklassigen Politikern beliebt.
      Im übrigen kommt es ja vor, dass eine Seite absolut recht hat …

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              1. Keine Ahnung, ich war gerade noch einmal auf dem Blog und mir verschlägt es zunehmend die Sprache. Puh, ja, vielleicht muss ich noch mehrere Nächte darüber schlafen, bis ich wirklich sachlich sein kann.
                Aufgewühlte Grüße
                Ulli

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                    1. Wenn man einander nicht persönlich kennt und über den blog hinaus keine Beziehungen hat, kann man einfach wegbleiben. Auch nicht ideal, aber naja. Das geht aber in eurem Fall wohl nicht.
                      Es ist ja andererseits sehr interessant, dass wir alle Reizwörter haben, die uns in bestimmte Denkrichtungen treiben …

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                    2. n. ist imho ein troll, sie?/er? fiel mir in anderen zusammenhängen schon auf, viel unfrieden gestiftet … und: Beate Bause = n. ? … naja, ist nicht zu belegen …
                      wenn i zeit finde, werde i mi auch nochmals äußern … bin analog ziemlich eingespannt …

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                    3. Beate Bause kann man nicht anklicken – habe ich gestern versucht – soll sie dort bleiben, wo sie ist. Imho …? ist mir noch nicht aufgefallen, ich schau mal grad … warte … finde ich nicht oder meinst du nandalya? Sie ist mir schon des öfteren quer reingelaufen.

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              1. Danke, liebe Pega, genau das habe ich heute mitgeteilt. Wird nur begrenzt gehört. Ich übe mich im ignorieren. Nicht meine Stärke. Vielleicht wird es das ja noch … schief lächel
                ganz liebe Grüße
                Ulli

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                    1. Herzlichen Dank, liebe Myriade, ich bin wirklich froh, dass auch du es versucht hast, wie einige andere auch. So muss ich mich jetzt nicht auf einem falschen Dampfer fühlen!

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                    2. Ich bin auch ein Widerspruchsgeist wie Gerda und kann ihre Reaktionen bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen. Aber ich glaube, ich merke wenn ich mich verrannt habe. Das gelingt ihr nicht. Sie ist jetzt auf dem Weg zum Opfer des „Gesinnungsterrors“ und da kommt man schlecht wieder raus. Jetzt werde ich zwar mitlesen, aber einfach eine Weile den Mund halten. Einen schönen Abend noch,

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  2. Ich denke, dass Du diese Zeilen ganz unter dem Eindruck der gestrigen Debatte und Verwerfungen, gegenseitigen Zuweisungen und Zerrüttungen im malerischen Hellas geschrieben hast. Dort ist heute die totale Beendigung des Melodrams gerade noch einmal abgesagt worden. Deswegen habe ich einen bereits vorbereiteten Kommentar nicht mehr eingestellt, zumal die aufgeführten Unterstellungen von Gesinnungsterror mich doch ziemlich sprachlos gemacht haben.

    Aber wie Du sagst: über die Blogs wird es einem leicht gemacht, ohne Wenn und Aber seine Meinung zu vertreten. Man muss dem Anderen ja dabei nicht in die Augen schauen.

    Darüber bin ich auch in Sorge.

    LG Werner

    P.S.:
    Deine Kommentare in der Angelegenheit kann ich voll unterstützen, zumal mein jüngster Sohn mit seiner Verlobten am letzten Wochenende einen Freund besucht haben und direkt das Geschehen selbst beobachtet haben und total geschockt nach Hause gekommen sind.

    Gefällt 3 Personen

    1. Ja, im schönen Hellas hat es ordentlich gekracht. Zeus hat fleißig Blitze geschleudert. Aber er war nicht allein: es gibt da auch Spezialisten, die man beinahe als agents provocateurs bezeichnen könnte, die immer auftauchen, wenn andere auf dem Weg sind, sich in die Haare zu kriegen um eifrig Öl ins Feuer gießen.
      Danke für dein PS, ich glaube auch, dass meine Kommentare inhaltlich und im Ton korrekt waren, aber es freut mich, das auch bestätigt zu bekommen.
      Ja, der „Gesinnungsterror“ hat mich auch ziemlich schockiert und zum Schweigen gebracht, weil ich mir ab dem Zeitpunkt völlig sicher war, dass keine sachliche Diskussion mehr möglich war.

      Gefällt 3 Personen

      1. Liebe Myriade, nachdem ich heute erst entsetzt das ganze Unglück nachgelesen habe, lese ich deinen Beitrag nun natürlich mit neuem Blick. So habe ich einfach das Bedürfnis, zwischen meinen ahnungslosen Kommentar von gestern und diesen Diskussionsstrang bis hier einen Textpuffer zu legen, damit der „Werkzeugkasten“ nicht in den falschen Zusammenhang gerät. Auch die „Macchiavella“ formulierte ich komplett ohne Zusammenhang mit den hellenischen Ereignissen. Dort fand ich dich in Inhalt und Form angenehm sachlich und besonnen, wie ich in meinen sparsamen Reaktionen dort bereits andeutete.
        Ule

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        1. Ach liebe Ule, nein, ich bin ganz und gar nicht beleidigt. Ich dachte mir schon, dass du die“Inspiration“ für meine macchiavellische Werkzeugkiste gar nicht gelesen hattest. Und im übrigen schätze ich dich ganz ungemein als nicht undifferenziert lobhudelnde Person.
          Es freut mich, dass du meine Kommentare beim Olymp sachlich findest. Eigentlich beteilige ich mich ungern an solchen….. Veranstaltungen, aber die Ergebnisse des olympisch-japanischen Schulterschlusses irritieren mich schon eine Weile. Nachdem es ja noch weiter geht, habe ich mich für schweigendes Kopfschütteln entschlossen.
          Danke für deine klärenden Worte 🌹

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          1. Tja, ich hatte, wie gesagt, nicht mal Lust, da weiter zu lesen. Aber gestern ist mir doch der Kragen geplatzt.
            Jetzt werde ich mich bei dem Thema auch in Schweigen hüllen und hoffen, dass es sich totläuft, so dass alles zum gewohnten Niveau zurückfindet.

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