la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

Ich oder Er/Sie ? Projekt X

10 Kommentare

In letzter Zeit habe ich von verschiedenen Gesichtspunkten aus darüber nachgedacht, welche Vor- und Nachteile das Schreiben aus einer auktorialen oder neutralen Erzählperspektive oder aber aus der Ich-Perspektive bietet. Ich schreibe sehr gerne in Ich-Form, aber diese Sicht auf die Welt aus einer „Froschperspektive“ eignet sich nicht immer. Wenn Zusammenhänge und die Standpunkte anderer Personen als der Ich-Erzählerin vorkommen sollen, wird es schwierig. Wie man ja aus dem Leben weiß: die reine Ich-Perspektive, der Tunnelblick beschränkt das Sehfeld und die Erfahrung. Andererseits kann es auch sehr interessant sein, eine Geschichte aus der Ich-Perspektive zu erzählen und den Umstand, dass die Kenntnis von Fakten und der Haltung und Meinung anderer sehr begrenzt ist zu benützen.

Um zu ergründen, wie dieses Thema in der Praxis gelöst wird, habe ich intensiv mit dem Blick auf die Erzählperspektive gelesen und habe gefunden, dass verschiedene Autoren verschiedene Lösungen finden um einerseits aus einer neutralen Position heraus zu erzählen, aber die einzelnen Personen der Handlung auch streckenweise aus einer Ich-Perspektive zu Wort kommen zu lassen. Da gibt es Dialoge und Monologe aus der Sicht der handelnden Personen, Briefe, Tagebucheintragungen. Diese Strukturen kommen mir sehr verlockend vor. Sie machen den Aufbau des Textes zwar komplizierter, aber allein der Textaufbau bringt eine gewisse Spannung in die Handlung.

Tatsächlich bin ich eine sehr spontane Schreiberin und denke während des Schreibens kleiner, kurzer Texte über solche Dinge nicht nach. Es wird mir aber immer klarer, dass ein langer, komplexer Text doch Überlegungen in diese Richtung erforderlich macht.

10 Kommentare zu “Ich oder Er/Sie ? Projekt X

  1. Interessiert mich. Aber kann ich immer noch nicht liken.

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  2. Ich kann auch direkt aus meiner email heraus liken. Siehst du das?

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  3. Ich überlege bei den Kurzgeschichten manchmal sehr genau, aus welcher Perspektive sie erzählt werden sollen. Manchmal fließt es aber auch einfach, da ist dann kein Platz für Überlegungen.

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  4. Empfehlung: dieselbe Kurzgeschichte mehrfach schreiben, mit je anderer Variante. Du wirst merken, dass jeweils andere Details wichtig werden oder überhaupt in den Blick geraten. Du fühlst dann, was am besten passt. Die Perspektive hängt ja davon ab, was du den Leserinnen zeigen willst. Viel Spaß!

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