la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

Nummer 6 der Buchchallenge – krachendes Holz

18 Kommentare

Buch Nr. 6

EIN BUCH MIT EINEM TITEL AUS MEHR ALS VIER WÖRTERN

Es war mir noch nie aufgefallen, wie erstaunlich viele Romane ganz kurze Titel haben. Dieser ist auch nicht besonders lang, aber doch länger als 4 Wörter wie in der Aufgabe verlangt.

 

Kalt ist es in diesem Buch, sehr kalt.  Ransmayer hat die Geschichte  der österreichisch-ungarischen Nordpolexpedition auf der „Tegetthoff“ 1872-1874 unter der Leitung von Carl Weyprecht und Julius Payer erzählt, in Form des Berichts einer Spurensuche dieser Expedition durch einen jungen Mann des 20. Jahrhunderts.

Ich nähre eine sehr große romantische Liebe für den Norden. Natürlich ist das eine sehr theoretische Begeisterung, den meine Reisen in die skandinavischen Länder und nach Island waren allesamt sehr bequem und völlig ungefährlich. Aber das macht ja nichts. Begeisterung ist Begeisterung. In dem Buch wird sehr eindringlich beschrieben wie das Eis, das das Schiff im Winter festfriert, die hölzernen Teile des Schiffs  zum Knarren und Knarzen bringt, was sich in der Polarnacht sicherlich extrem beängstigend anhört. Allein schon deswegen, weil man nicht wusste, wie gut und wie lange das Schiff dem Druck des Eises würde widerstehen können. Letztlich musste die Expedition das Schiff auch zurücklassen und über das gefrorene Polarmeer zu Fuß versuchen, zurück an Land zu kommen.

Das Schiff der Hurtigruten mit dem ich einmal – im August – unterwegs war, knarrte auch manchmal. Natürlich aus völlig anderen Gründen. Trotzdem habe ich diese Geräusche, die mich an die Beschreibung der alten Polarexpedition erinnert haben sehr genossen.

Faszinierend an dem Buch war nicht nur der Aspekt der Nordpolexpedition – obwohl mich dieser sehr in den Bann gezogen hat  – sondern auch die völlig verschiedenen Persönlichkeiten und Führungsstile der beiden Expeditionsleiter.

Gut, wenn man sich gar nicht für den Norden interessiert, ist das vielleicht kein geeignetes Buch.

Vielen Dank  Ulrike von Blaupause7, von der die Aufgaben für diese Challenge stammen und die auch eine Teilnehmerliste führt

 

 

18 Kommentare zu “Nummer 6 der Buchchallenge – krachendes Holz

  1. Ich fand es stellenweise sehr beängstigend.

    Gefällt 1 Person

  2. Deine Beschreibung erinnert mich an „Die Entdeckung der Langsamkeit“ von Sten Nadolny.
    Für die Länge des Titels hätte ich wahrscheinlich Marquez‘ Die Liebe in den Zeiten der Cholera
    gewählt.

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  3. Ach ja: wenn du kalte, nördliche Bücher liebst, lies mal dort
    https://ulerolff.net/2016/08/02/himmel-und-hoelle-von-jon-kalman-stefansson/
    Das ist eine wenigen Buchempfehlungen auf meinem Blog.
    Stéfansson hat atemberaubende „Eisbücher“ geschrieben.

    Gefällt 1 Person

  4. Dieser Buchtitel klingt wunderschön und poetisch. 🙂 Okay, man braucht einen Sinn fürs Düstere …

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  5. Ich habe das Buch vor Jahren gelesen. Es hat mir auchc sehr gefallen.

    Gefällt 1 Person

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