la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

Strammer Jüngling unter Rosen

23 Kommentare

Immer schauen sie mir nur auf den Hintern als hätte ich vorne nichts zu bieten! Kriechen sogar über und unter die Absperrung um mich von hinten zu fotografieren. Ist etwa mein wichtigstes männliches Teil unterentwickelt, zu klein, schief oder gar abgefallen? Ich bin manchmal etwas verunsichert. Als Bronzestatue tut man sich wirklich schwer damit, an sich selbst hinunterzusehen. Klar ist, dass mein Hintern im alten Glanz strahlt und der Gluteus Maximus die samtweiche Haut in perfekter Position hält. Seit ein paar Jahrzehnten begrapschen mich die Weiber sogar, aber immer nur hinten. Wahrscheinlich braucht es noch ein paar Jahrzehnte gesellschaftlicher Entwicklung bis sie auch mein allerbestes Stück begrapschen. Glück habe ich ja gehabt mit diesem würdigen Standort, den ich im Volksgarten bekommen habe obwohl mein Schöpfer politisch doch sehr angeknackst ist. Die Inschrift auf meinem Sockel hätten sie allerdings entfernen können, sie ist etwas penetrant im Stil meiner Entstehungszeit gehalten. Dass ich schön und jung bin, sieht man ja ohnehin schon von weitem.

Unter uns, ich freue mich schon auf die kommende Zeiten, in denen sich die Grapscherinnen auch an die Vorderfront wagen werden. 

Skulptur von Josef Müllner, 1921.

„Der Kraft und Schönheit unserer Jugend“ steht auf dem Sockel.

23 Kommentare zu “Strammer Jüngling unter Rosen

  1. Hahaha, wenn Statuen reden könnten.

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  2. Hm. Ich meine, wer weiß, was dort nachts los ist? 😉 (Ich erinnere mich, dass ich mal was zur Größe der besten Stücke bei Statuen gelesen habe, kriegs aber nicht mehr zusammen.) Die Hinter(n)ansicht finde ich ebenfalls überaus ansehnlich, ich kann das schon verstehen, dass die gern genommen wird …
    Liebe Grüße
    Christiane 😁🌥️☕🍪👍

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  3. Was soll man dazu sagen. Der ist einfach lecker von hinten. Ich hab den „Stehender Jüngling“ von Georg Kolbe ganz in der Nähe. Der sieht fast gleich aus, aber hinten ist zuviel Gestrüpp, so dass ich die Vorderseite genieße. Natürlich ohne zu Grabschen…

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  4. Berlin hat den Neptunbrunnen mit prächtigen halbnackten Großfiguren – überwiegend Frauen – zum Betrachten und Be-Greifen. Da sind die Brüste aber prächtig blank poliert oder gegriffen, so dass das Kupfer nur so glänzt.

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  5. Das ist aber auch wirklich eine höchst ansehnliche Hintenansicht 🙂

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  6. Mir gefällt die Farbgebung des Mannes besonders gut 🙂

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  7. Ist der Kopf ein bisschen klein geraten vor lauter Kraft und Schönheit, oder ist der Eindruck der Perspektive geschuldet?

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  8. Seine hintere Ansicht ist halt hervorragend geeignet zum Berühren (man beachte das Hervorragende *g*)

    Heißt es nicht, das Berühren der Figüren mit den Pfoten ist verboten? ts, ts

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  9. In Oslo im berühmten Park ist der Pimmel aber schon recht abgegriffen.

    Ich frage mich, ob die in NS-Zeiten auch schon Bodybuilding trieben?

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    • Im Vigeland-Park? Ja, da sieht man viel Ästhetik der 1930er Jahre.
      Ob man schon body-building betrieben oder noch hart körperlich gearbeitet hat, weiß ich auch nicht. Das Ergebnis sieht durchaus ähnlich aus …

      Gefällt 1 Person

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