la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

Warum eigentlich „der zweite Schlaf“ ?

13 Kommentare

Science Fiction von der Art wie ich sie gerne mag.

Die Welt befindet sich auf dem technologischen Stand des Mittelalters weil aufgrund einer zunächst unbekannten Katastrophe die gesamte Zivilisation zusammengebrochen ist. Nach einer sehr finsteren Periode, in der die Menschheit stark dezimiert wurde, schreibt man nun das Jahr 1468 Unseres Auferstandenen Herrn und die Kirche hat die Macht übernommen. Die Erforschung der Vergangenheit wird als Blasphemie betrachtet, obwohl es gar nicht schwierig ist, jede Menge Artefakte aus der technischen Welt zu finden.

Der Protagonist der Geschichte ist ein junger Priester, der in einen Strudel von Ereignissen gerät, die sein ganzes Leben umkrempeln und in Frage stellen. Ich fand die Geschichte spannend, mit einigen unerwarteten Wendungen. Das Ende hätte für mich allerdings etwas genauer ausgeführt sein können, mit mehr Information zu der Katastrophe.

Viele Details an der Geschichte haben mir gut gefallen, zum Beispiel, dass zwar so gut wie alle Gebäude der Vorfahren also des technischen Zeitalters zerstört und zerfallen sind, die viel älteren Steinkirchen aber immer noch stehen, ebenso wie der Hadrianswall hinter dem im Norden Englands die Nachfahren der IS-Kämpfer noch leben.

Etwas mysteriös blieb die Bezeichnung „zweiter Schlaf“. Vielleicht ist es eine Metapher auf ein zweites dunkles Zeitalter der Menschheit, obwohl das Mittelalter so dunkel ja nicht war. In der Geschichte wird erwähnt, dass die Menschen die Gewohnheit hätten, den Nachtschlaf in zwei Teile zu teilen. Davon habe ich noch nie gehört, was nicht heißt, dass es diese Gewohnheit nicht irgendwann, irgendwo gegeben haben kann.

Insgesamt haben mir Geschichte und Autor gut gefallen und ich habe bereits für Nachschub an weiteren Romanen von Robert Harris gesorgt.

13 Kommentare zu “Warum eigentlich „der zweite Schlaf“ ?

  1. Das klingt nach Lektüre für lange Winternächte – danke für den Tipp!

    Gefällt 1 Person

  2. Dieses Buch gab es nicht in der ON-Leihe, ich habe den Thriller „Angst“ von ihm runtergeladen. Schau’n wir mal, auf den zwei langen Busfahrten muss ich ja was zum Lesen haben.

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  3. klingt so, als könnte es mir gefallen!

    Gefällt 1 Person

  4. Davon, dass Menschen „früher“ anders schliefen als wir heute, und zwar ihren Nachtschlaf in zwei Hälften nahmen, habe ich bereits mehrfach gehört; ich wollte mich immer mal etwas näher damit befassen. Ich lasse es Dich wissen, falls ich dazu mal etwa lese.
    Liebe Grüße

    Gefällt 1 Person

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