la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

Freitag 29.11-

6 Kommentare

Ob wohl eine fortgeschrittene Demenz die absolute Erfahrung des „Hier und Jetzt“ bewirkt ? Wohl eher nicht. Es wird , wie so vieles, ganz anders sein, als man es sich vorstellen kann. Die medizinische Forschung ist beim Thema „Demenz“ nach wie vor um keinen konkreten Schritt weitergekommen. In einer an sich ganz guten medizinischen Zeitschrift, deren neueste Ausgabe ich gestern beim Zahnarzt gelesen habe, wird Vorbeugung empfohlen: Bewegung, gesunde Ernährung und Pflegen von sozialen Kontakten. Genau dasselbe, was auch für langes Leben und zur Behandlung von allem wofür es keine Behandlung gibt, empfohlen wird.

Seit ein paar Tagen hängt ein Plakat des  Wiener St.Anna-Kinderspitals:  ein Kind mit haarlosem Kopf, also in Chemotherapie, und in ziemlich großen Lettern „forscht schneller“. Seltsam, an wen das wohl gerichtet ist. Das St. Anna ist selbst auch ein Ort der Forschung zum Krebs bei Kindern.

Die conditio humana lauert hinter vielen Ecken mit vielen Tragödien. Kaum jemand schafft es, seinen Slalomkurs durchs Lebens so zu gestalten, dass alle diese Ecken vermieden werden.

6 Kommentare zu “Freitag 29.11-

  1. Die Klinik will mehr Forschungsgelder, ist doch klar. Dafür benutzt sie das Leeiden eines Kindes. Das Plakat ist an die Regierung gerichtet.

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  2. Ich habe mehrere Jahrzehnte meines Medizinerlebens chronisch kranke und vital bedrohte Menschen behandelt. Dabei hatte ich das Glück sehr, sehr viel zu lernen, nicht nur im fachlichen Sinn, sondern vor allem wie Menschen mit solchen Extremsituationen umgehen (lernen). Meist erst in solchen Situationen zeigt sich der „wahre Mensch“, egal ob krebskrank, dement oder meinetwegen mit MS.
    Und, ganz sicher ist die medizinische Forschung zu allen Zeiten vorwärts gekommen, nur mit den immer exzessiveren Erwartungen der Menschen können wir natürlich(!) nicht Schritt halten.

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    • Ich bin äußerst beeindruckt davon, was die Medizin alles kann, in praktisch allen Bereichen. Die Demenzforschung, vor allem die Alzheimerforschung steckt aber nun einmal fest. Es ist noch nicht einmal gelungen zwischen Ursache und Wirkung zu unterscheiden. Arbeiten wie die „Nonnenstudie“ können noch nicht wirklich schlüssig interpretiert werden. Das ist aber nun nicht als Kritik an der Forschung gemeint, nur als Feststellung was für eine Geißel Demenz ist.
      Sicher gibt es viele Menschen, die in bewundernswerter Weise lernen mit medizinischen und anderen Extremsituationen umzugehen und ohne jeden Zweifel ist es verdienstvoll und auch persönlich bereichernd solche Situationen zu begleiten. Da bin ich ganz bei dir.

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  3. Bisher kam ich mit dem Thema Demenz kaum in Berührung. Ich hoffende bleibt so. Je älter die Eltern werden, umso öfter denk man ja daran.

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  4. Demenz, ein schreckliches Wort, etwas, was außerhalb all unserer Wünsche liegt.
    Möge es keinem von uns geschehen!

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