la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

Donnerstag 18.9.2019 – Die Tausenden Untergruppen sexueller Vorlieben und Orientierungen

48 Kommentare

Es geht mir unendlich auf die Nerven, wenn Menschen, die über ihre engeren Fachgebiete sprechen nicht daran denken, dass andere, die sich zwar für das Thema interessieren aber damit nicht näher zu tun haben die nicht enden wollende Flut an Abkürzungen, die es überall gibt, nicht kennen. Besonders herausragend in dieser Verhaltensweise finde ich die Vertreter*innen diverser Minderheiten im Bereich der sexuellen Orientierungen und Vorlieben. Kürzlich wollte ich einen Artikel von jemandem aus dem Bereich der Genderwissenschaften lesen und habe ihn bald verärgert weggelegt. Gefühlt jedes fünfte Wort war eine Abkürzung meistens aus einer längeren Buchstabenfolge bestehend, die mir noch nie untergekommen war.

Bösartigerweise behaupte ich jetzt, dass ein nicht unbeträchtlicher Anteil an den Genderwissenschaften darin besteht, Abkürzungen zu erfinden, die nur Genderwissenschaftler verstehen und womöglich auch nur immer die, die die Buchstabenfolgen gerade kreiert haben oder selbst zu der 699. Unterkategorie der 27. Abteilung der irgendwas sexuell erregend findenden Gruppe gehört. Sehr mühsam für alle anderen. Mir kommt schon fast vor, dass die Anzahl der undurchdringlichen Abkürzungen sich umgekehrt proportional zu der allgemeinen Akzeptanz einer wie immer gearteten Minderheit verhält.

Mir wäre es am liebsten, alle würden sich darauf einigen, dass im Bereich Sexualität alle tun und lassen können, was sie wollen, solange niemand zu Schaden kommt oder belästigt wird, die Beteiligten erwachsen sind und sich freiwillig an was auch immer beteiligen.  Wenn etwa ein Wohnungsnachbar bei der Betrachtung alter Zahnbürsten in Ekstase verfällt, so ist mir das völlig wurscht bzw respektiere ich es. Ich möchte aber nicht lernen müssen, dass dieses Verhalten unter die Bezeichnung zxxhyopn fällt, aber nur dann, wenn es sich nicht um elektrische Zahnbürsten handelt, dann handelt es sich um einen Angehörigen der Gruppe zxxhyeekl…..

48 Kommentare zu “Donnerstag 18.9.2019 – Die Tausenden Untergruppen sexueller Vorlieben und Orientierungen

  1. Ich möchte mich bei dieser Gelegenheit gleich auch outen. Ich bin rr28 (rota robiginosa 28): Ich krieg beim Anblick rostiger 28 Zoll Fahrradfelgen ganz weiche Knie!

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  2. IbgDM (Ich bin ganz Deiner Meinung). LG R.

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  3. Liebe Myriade,
    Natürlich ist es von Vorteil und wünschenswert, dass auch interessierte Personen, die nicht der Gruppe angehören einen Text verstehen zu dem Thema.
    Wie viele andere Kommentare zu Genderwissenschaften hast du denn davor schon gelesen? Und du schreibst ja, dass du dem Fachgebiet generell skeptisch gegenüber stehst. Bitte verzeih, ich möchte dir nicht zu nahe treten. Wir sind, wie du überzeugt, dass es viel „Geschwurbel“ braucht, dass du einen Text als unleserlich aufgibst.
    Aber es gibt gute und schlechte Schreibende in allen Wissenschaften, wie du weißt. Ein guter wissenschaftlicher Text sollte ja auch eine Erklärung für verwendete Abkürzungen enthalten. …… Wir haben ein bisschen den Eindruck, dass du hier einen unlesbaren Beitrag zum Anlass genommen hast, deinen berechtigten Frust über diesen unlesbaren Kommentar auf die Neigung zu Abkürzungen in der LGBTIQ+ Community (hab jetzt ganz absichtlich Abkürzungen verwendet) zu verallgemeinern. Abkürzungen, die durchaus auch ihren Sinn und Ursprung haben, der unserer Ansicht nach auch von Außenstehenden verstanden werden können. Wobei auch wir durchaus zugeben, dass es hier mitunter Auswüchse gibt, die selbst „Insidern“ unverständlich sind. ……
    Liegen wir da richtig?
    Ich hoffe, dass wir dir nichts unterstellen.
    Wir sind aber überzeugt, dass es eben für jene, die sich der Gruppe zugehörig fühlen nicht die geeignete Lösung ist, dass alle machen was sie wollen, solange niemand zu Schaden kommt und es wird nicht weiter erwähnt, weil sexuelle Orientierung damit generell kein Thema in der Gesellschaft ist und ein sich zuordnen, gleichfühlende finden, sich „richtig“ fühlen und angenommen werden in einer diversen Gesellschaft unmöglich gemacht wird. Und wenn dies geschieht und dann eben nur die sichtbare Mehrheit übrig bleibt, weiß ich nicht, wie ein Leben in Würde gehen kann für jene, die nicht dieser Mehrheit angehören!

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    • Ja, meine Begeisterung für „Genderwissenschaften“ ist nicht so groß, weil ich eigentlich noch nie von einem/r Vertreter*in dieser Wissenschaft irgendetwas gehört oder gelesen habe, was ich fundiert und interessant gefunden hätte. Natürlich wird es – wie du sagt – auch anderes geben. Mein Einstieg zu dem Thema war die These einer Innsbrucker Professorin für Politkwissenschaften, Claudia v. Werl, die einen Zusammenhang zwischen Pariarchat, Kapitalismus und der blödsinnigen HAARP-Verschwörungstheorie aufgestellt hat, was zu den erstrangigen akademischen Peinlichkeiten zu zählen ist. Wobei ich sagen muss, dass die Dame gar keine Genderwissenschaftlerin ist sondern sich nur zu diesen Themen gerne geäußert hat. Bei mir ist nur diese Peinlichkeit als typischer Auswuchs der Genderwissenschaften hängengeblieben. Es ist ja nicht so, dass ich nicht auch gerne gegen das Patriarchat und den Kapitalismus wettere, aber HAARP gehört zu den ganz blöden Verschwörungstheorien. Dazu habe ich sogar einen link gefunden http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/03/09/haarp-und-die-politikwissenschaftlerin-nachtrag-zu-den-verschworungstheorien-an-der-uni-innsbruch/
      Aber ja, es gäbe zum Thema Gender natürlich sehr, sehr viel zu sagen und zu erforschen. Mein Eindruck ist nur der, dass zumindest die in die Medien gelangten Aussagen dieser Wissenschaft sich hauptsächlich mit Binnen-Is, Unterstrichen und Sternchen beschäftigen und das finde ich akademisch mager. Vielleicht habe ich aber auch alles Interessante von dieser Seite übersehen, kann sein, ich bin gerne bereit mich überzeugen zu lassen 🙂

      LGBTIQ kenne ich als Abkürzung natürlich schon und es ist ja auch nicht so, dass es in meinem privaten und auch beruflichen Umfeld keine Angehörigen dieser community gäbe.
      Für mich ist es ein Ziel, dass sexuelle Orientierung und Vorlieben kein zentrales gesellschaftliches Thema sind, weil verschiedene Orientierungen und Vorlieben völlig normal geworden sind. Für mich ist Homosexualität in der Mitte der Gesellschaft angekommen, Transgender wohl noch nicht so ganz. Vielleicht braucht es noch einen längeren Weg dahin und die Sicherheit vieler kleiner Gruppen, das kann ich nicht so gut beurteilen ….

      Eigentlich sind das aber ganz verschiedene Themen ….

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      • HAARP sagt mir gar nichts. Und wir sind auch keine, die jetzt viele dieser Texte kennen. Wir sind in der Praxis und mit unserem Leben meist mehr als beschäftigt, wie du weißt. ….. Wir werden das einmal nachlesen.

        Dass Homosexualität in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, ist leider ein großer Irrtum. Wie im Feminismus gibt’s auch da in einigen Teilen Europas starke Rückschläge und da spreche ich nicht von Todesstrafen deswegen in anderen Weltgegenden. In Polen beispielsweise rühmen sich mehrere „Bundesländer“ Homosexuellen bzw queer-frei zu sein! Es kommt immer auf das persönliche Umfeld an. Wir leben halt alle in unseren Blasen.
        Zu Binnen-I, _ und * scheint es immer emotional zu werden. Da find ich immer nur zwei Lager dafür oder dagegen. Dabei denken wir, dass es dazu viel zu debattieren gäbe – konstruktiv.
        Tja, liebe Myriade, uns scheint, wir haben ein neues Gesprächsthema, das die Kommentare hier wohl sprengt.
        😉 Wir freuen uns darauf.

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  4. Liebe Myriade,
    Als eine, die sich im Umfeld der inkriminierten Abkürzungen bewegt, kann ich durchaus verstehen, dass es ein Haare raufen angesichts der Flut der Buchstaben gibt, deren Bedeutung unklar ist. Allerdings bleibt auch bei sexueller Orientierung der Luxus nicht genauer zu definieren jenen überlassen, die einer mehrheitlichen Zuschreibung, also heteronormativ, angehören. Alle anderen bleiben eben sonst ungesehen. Es aber stets auszuschreiben ist aufgrund des Wortungetüms, das dann entsteht auch nicht praktikabel. Da bleibt halt nicht viel übrig, als googeln oder lieber eine andere Suchmaschine benutzen, wenn das Interesse besteht. …… Ich mag da kethemargarethe generell zustimmen. ….. Welcher Text war es denn, oder was genau regt dich so auf?
    Alles Liebe
    „Benita“

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    • Ich kann den Text nicht mehr finden. Leider sind das daher jetzt nur unbeweisbare Behauptungen Es war ein – meiner Ansicht nach – umgemein schwurbeliger Artikel von einem Genderwissenschaftler bei dem ich nach einer halben Seite eigentlich nicht wirklich wusste, worum es überhaupt geht, weil derart viele Abkürzungen und Insiderausdrücke verwendet wurden, dass ich es unlesbar fand. Ohne unbescheiden sein zu wollen, muss ich schon sagen, dass mir das nicht sehr oft passiert.
      Ich verstehe durchaus das Argument, dass sich jemand mit eher seltenen sexuellen Vorlieben gerne in eine Gruppe Gleichveranlagter eingliedern möchte. Wäre es der Sache und der öffentlichen Akzeptanz aber nicht dienlicher wenn Kommentare zu diesem Thema auch für Personen lesbar wären, die damit nicht viel zu tun haben ?

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  5. Abkürzungen können ätzend sein und manches Thema scheint besonders geeignet.
    Durch Abkürzungen sich hindurchzuwursteln wird immer schwieriger und die sexuellen Vorliegen der Mitmenschen interessieren mich eigenlich höchst selten 🙂 , es sei denn, sie sind witzig 🙂

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  6. Fachbegriffe sind oft nervend.

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  7. Jede Wissenschaft gibt sich erst mal Mühe eigene Fachbegriffe (und deren Abkützungen) zu erfinden, um sich wichtig zu machen und Ungebildete auszuschließen. Manchmal habe ich den Eindruck etwas verständlich auszudrücken ist per se unwissenschaftlich. Ob mit jedem neuen Fachbegriff auch ein neuer Erkenntnisgewinn einher geht bezweilfele ich.

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  8. Ich finde Abkürzungen allgemein lästig und oft auch ärgerlich. Nicht nur in den vielzähligen sexuellen Ausrichtungen und Praktiken 😉.

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  9. Grundsätzlich bin ich bei Jules, wenn es um Zeitungsartikel geht,
    Myriade, wie ich Dich verstehe hast Du einen wissenschaftlichen Artikel gelesen, da ist das anders, in jedem Fachgebiet. Bist Du Einsteigerin?
    Wenn erstmals ein Mathemensch einen wissenschaftlichen Srtikel eines Linguistikmenschen liest, ist verstehen vermutlich erst mal schwer., genau wie andersrum.
    Was ein“Reflexivpronomen“ habe ich nicht mit der Muttermilch aufgesogen, sondern irgendwann gelernt.
    Die queeren Abkürzungen haben sich etwa in den letzten dreißig in der internationalen Zusammenarbeit von NGOs entwickelt, Arbeitssprache Englisch. Sie gelten international, was in manchen Ländern auch ein Vorteil. Auch in solchen, in denen Homosexualität verboten.

    Dort sind solche Abkürzungen, z.B. auf’s Laptop gekritzelt, mitunter Erkennungszeichen.

    Es gibt Sprachen, die „dafür“ nur Schimpfworte kennen. War

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    • Na ja „wissenschaftlich“ , es ging um Genderwissenschaften, denen ich sehr skeptisch gegenüberstehe 🙂

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      • Warum? Ich möchte gerne verstehen, auch was Du unter „Genderwissenschaften“ verstehst.

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        • „Genderwissenschaften“ haben einen Lehrstuhl an der Uni Wien und wohl auch anderswo. Was für ein Curriculum es für dieses Studienfach gibt, weiß ich nicht genau. Jedenfalls aber habe ich noch nie irgendetwas von Vertreter*innen dieser Disziplin gelesen, was mich irgendwie überzeugt hätte, einmal ganz abgesehen von den Fluten an Abkürzungen

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          • Was Dich überzeügt, entzieht sich meiner Kenntnis. Genderfragen haben an Universitäten vieler Länder eine Rolle gespielt, bevor sich Lehrstühle dafür entwickelten.
            Was Du gelesen hast, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich habe keine Suchmaschine nach dem aktuellen Lehrangebot zu einem Studiengang „Genderwissenschaften“ in Wien gefragt. Vielleicht magst Du mal schauen,

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  10. Da hast du sowas von recht! Manchmal denke ich Toleranz würde auch reichen. Ein toller Beitrag!

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    • Genau so sehe ich das: jede/r lässt jede/n leben und dann braucht man auch nicht diese vielen, vielen, vielen Schubladen. Ich verstehe schon, dass es jemandem Halt geben kann zu sehen, dass er/sie nicht der/die einzige mit einer bestimmten Vorliebe ist, aber dennoch …..

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  11. Zumal manche Gruppen untereinander zerstritten sind, wer sich wie bezeichnen kann, soll, darf…

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  12. Gerne schliesse ich mich Jules van der Ley an, Akürzungen ohne Realbezug sind erstens arrogant, zweitens ignorant und drittens gehen sie gar nicht!

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  13. Ein journalistische Regel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), an die ich mich halte: Eine Abkürzung oder ein Fremdwort bei der ersten Nennung ausschreiben und das Akronym (aus den Anfangsbuchstaben mehrerer Wörter gebildetes Kurzwort) dahinter. Alles andere ist schlechter Stil und eine Frechheit gegenüber den Lesern.

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  14. Jaaaa! Is mir doch piepwurstegal wie man das alles abkürzen kann und wie das dann heißt. Hauptsache man ist freundlich zueinander!

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  15. Hohohoho …
    Ich kenne in diesem Zusammenhang nur die Abkürzung BDSM. Und das ist schlimm genug *lach*

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  16. Mach nur so weiter – du wirst noch Fachfrau für zxxhyopn und zxxhyeekl 🙂

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  17. Für mich ist ein wichtiges der vielen Kennzeichen von Diktaturen sind Abkürzungen. Vereinfacht gesagt: je mehr Abkürzungen, desto mehr Diktatur. Und wenns nur ums Wichtigmachen geht…

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  18. Ich muss auch zunehmend googeln wenn es um all die Fachbegriffe geht. Das mit den Abkürzungen fällt mir in anderen Bereichen auch immer mehr auf. Lästig.

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