la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

Marie-Sophie Hingst – Fräulein Read On ist tot

19 Kommentare

Sie hat sich wohl verirrt in den Labyrinthen ihrer auseinanderklaffenden Realitäten, der Druck der social media hat ein Übriges getan und so konnte sie wahrscheinlich nicht erkennen, dass es Hilfe und Lösungen für sie gegeben hätte, für einen hilfsbereiten Menschen und eine begabte Schriftstellerin.

https://www.irishtimes.com/news/world/europe/the-life-and-tragic-death-of-trinity-graduate-and-writer-sophie-hingst-1.3967259

19 Kommentare zu “Marie-Sophie Hingst – Fräulein Read On ist tot

  1. Es traurig, und es sollte nicht sein. Aber wäre es weniger oder mehr traurig oder schlimm in einem anderen Alter? Etwa mit 60 oder 80?

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  2. Meine Antwort auf die Frage, ob ihr die starke Präsenz in twitter, instagram und wordpress gut getan hat, wäre „wahrscheinlich nicht“. Sie bekam ja sehr viel Aufmerksamkeit und wurde angehimmelt und hoch gelobt. Nur war es eben ihre erfundene Identität, die so geschätzt und vergöttert wurde.
    Ja, wer weiß was sie über sich selbst herausgefunden hat. Sie hat sich einen anderen Vater und eine andere Mutter erschaffen und eine Schwester mit 5 Kindern. Ihre richtige Mutter hat sie zu ihrer Stiefmutter gemacht, aber immer nur freundlich über sie geschrieben. Alles sehr schwierig und nicht leicht auseinanderzuhalten , wenn sie es denn nicht in betrügerischer Absicht getan hat, sondern psychisch krank war und sich selbst aus den Verwirrungen nicht mehr herausholen konnte.
    Aber ich denke, dass sie ohne social media vielleicht nicht so sehr in die Enge gedrängt worden wäre, dass sie keinen anderen Ausweg als den Selbstmord gefunden hat.
    Wir werden es nicht erfahren.
    mit herzlichen Grüßen

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  3. Liebe Myriade,
    Wir haben kaum Worte, so tragisch ist dieses Leben. Zu deiner so wichtigen Frage, ob das bloggen oder andere sozial Media Auftritte ihr gut getan haben? Das Problem ist, dass all diese Medien unterstützen können sich von sich selbst zu entfernen ebenso, wie gesehen zu werden und zu sich zu kommen. Das hängt damit zusammen, wie sehr schaffe ich es mich nicht blenden zu lassen von Reaktionen auf meine sozial Media Auftritte. Spaltungen können, denken wir leicht unterstützt werden durch häufige online Präsenz. Ohne dagegen zu arbeiten, um im Körper zu bleiben, oder hinein zu kommen durch z.B. Yoga und Meditation oder auch online Karenz, kann es schon gefährlich sein, denken wir. Vor allem braucht es Menschen im realen Leben, die vom Leid bzw. der Krankheit wissen und eine/n stützen. ….. In diesem Zusammenhang stellen wir die Rolle der Mutter sehr in Frage. Wer weiß, was an Hintergrund für die Erkrankung nicht gesagt ist? Vielleicht aber Sophie Hingst auch noch gar nicht bewusst war? Starke Traumata werden oft erst in den frühen 30ern bewusst. Vielleicht wurde ihr etwas bewusst durch Therapie? Und es war unerträglich? ….. Ich bin sehr oft dankbar, dass ich/wir ohne Internet aufwachsen durfte/n! Es vergrößert die Fähigkeit sich selbst zu helfen. Oft scheint mir diese bei jungen Menschen verloren gegangen zu sein!? Wenn das omnipräsente Internet vom (scheinbaren) Freund zu einem Feind wird, weil es so oberflächlich ist und nicht verzeiht, bleibt als einzige Möglichkeit zu wissen, wie ich zumindest um mich zu regenerieren und reflektieren zurückziehen kann. Wie ich mit mir alleine sein kann! Wenn diese Fähigkeit fehlt, was dann? Vielleicht mit ein Grund für dieses Ende? Danke für diesen Beitrag und den Austausch dazu. 🌈🍀
    Herzliche Grüße
    „Benita“

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    • Ja, eine so junge, begabte Frau mit so vielen Möglichkeiten im Leben ….

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      • … und mit so vielen Schichten, dass sie wohl unvereinbar miteinander waren. Man sieht nie in einen anderen Menschen hinein, glaubt sich im Recht, wenn man be- oder ver-urteilt und setzt damit manchmal Spiralen in Gang, die sich meist nach unten, selten nach oben drehen.
        Ich las nur selten bei ihr und doch betrübt mich ihre Geschichte irgendwie.

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        • Es ist so traurig, wenn jemand verzweifelt genug ist um sein Leben mit nur 31 Jahren zu beenden

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          • Es traurig, und es sollte nicht sein. Aber wäre es weniger oder mehr traurig oder schlimm in einem anderen Alter? Etwa mit 60 oder 80?

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            • Schon. Ob jemand nur 31 Jahre leben konnte oder 80 macht doch schon einen Unterschied

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              • Die Tatsache als solche, was die Lebenszeit betrifft ja, aber für mich nur als reine Zahl.
                Der Grund, dass ein Leben beendet wurde, ist in diesem Fall für mich das Wichtige. Und da macht es für mich keinen Unterschied.
                Wenn jemand mich 90 Suizid begeht, weil man oder das leben als solches ihr oder ihm über mitgespielt hat (und nicht etwa weil jemand selbstbestimmt aus dem Leben scheiden will, weil Schmerz oder Leid nicht mehr ertragen werden kann oder jemand in Frieden mit dem Leben abgeschlossen hat), dann ist das für mich nicht mehr oder weniger bedauerlich als wenn es mit 20 geschieht. Ungerecht, und zwar nicht mehr oder weniger ist es für mich in beiden Fällen.

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  4. Es ist traurig zu lesen, aber es schockt mich nicht. Wenn es ihr so schlecht ging wie im Artikel dargelegt, dann wird sie vielleicht so sehr damit beschäftigt gewesen sein sich selbst irgendwie zusammenzuhalten, dass sie egal welche Zukunftsperspektive nicht mehr sehen konnte, weil das Überleben schon so viel Kraft gekostet hat. Das könnte ich mir gut vorstellen. Und wenn es am Ende nur noch dafür gereicht hat eine letzte selbstbestimmte Entscheidung zu treffen, dann ist das absolut zu respektieren. Auch wenn es traurig bleibt. Von außen – und niemand von allen Leuten, die sie nicht in den letzten Tagen persönlich begleitet haben war letztlich nicht außen -, kann man immer auf die Idee kommen, es hätte doch irgendeine Hilfe geben können. Dazu neigt jede*r, glaube ich. In Wahrheit weiß man das nie weil man nicht drinsteckt, es „beruhigt“ eine*n nur selber. Ich hoffe, die Familie kann sie in Ruhe bestatten und dann auch in Ruhe Abschied nehmen oder konnte das bereits.

    Am 15. hatte ich drei Aufrufe aus Irland und die kamen durch ein Blog wo sie wohl mitgelesen hat – ob sie vorbei geschaut hat? Kann ich mir nicht wirklich vorstellen, weil kaum interagiert haben, aber ich kann es auch nicht wissen.

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    • Ich wünsche ihr, dass sie jemand begleitet hat und denke intensiv darüber nach inwieweit ihre intensive Präsenz bei WordPress, Twitter, Instagram ……… ihr letztlich gut getan haben. Nicht nur ihr, natürlich

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      • Schön wäre, aber das können und brauchen wir alle nicht zu wissen, wenn wirklich in den letzten Tagen jemand für sie da gewesen ist und vielleicht auch gewusst hat wie es ihr wirklich geht, dass sie, wenn ich es richtig verstanden habe, krank war und sie sich bei der Person vielleicht auch nicht maskieren (also verstellen) musste.

        Vielleicht hat ihr dieses mediale präsent sein zu einem gewissen Grad gut getan, wenn da eine länger bestehende „große“ Erkrankung vorgelegen hat: Vielleicht sie hat sich inkludiert gefühlt, vielleicht auch „normal“ – es wusste ja niemand, vielleicht fiel ihr schriftlich auch alles leichter als persönlich. Vielleicht hat sie – das ist Hypothese – zu keinem Zeitpunkt gewusst oder wahrgenommen, dass es kippen könnte und wurde dann am Ende wirklich überrannt. Das kommt vor bei angeschlagenen Menschen. Es ist einfach traurig.

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