la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

Mittwoch 29.5.19 – Aktion und Reaktion

11 Kommentare

41.000 Vorzugsstimmen hat Strache bei den Europawahlen von den Stammwählern der FPÖ bekommen. 41.000 !! Mit dem alten „Jetzt-erst-recht“-Schmäh mit dem schon Waldheim gewählt wurde. Ob er das Mandat annimmt, weiß man noch nicht.

In der Wiener Innenstadt gibt es derzeit im öffentlichen Raum eine Ausstellung von Portraits von KZ-Überlebenden. Eine Ausstellung, die schon an mehreren Orten zu sehen war, bis jetzt ohne Zwischenfälle. Ausgerechnet in Wien wurden nun einige zerrissen und beschmiert, mit Hakenkreuzen. Es ist ebenso empörend wie beschämend. Aber aus der Empörung heraus hat sich spontan eine  Gruppe von Menschen gefunden, die die Bilder genäht hat und nun werden sie nächtens von Freiwilligen bewacht, hauptsächlich von Jugendgruppen darunter auch die muslimische Jugendorganisation. Verrohung hat immer einen Ursprung, nicht zuletzt das durch die Politik bedingte gesellschaftliche Klima, aber daraus kann auch Positives entstehen. Der Satz von Bundespräsident Van der Bellen „Wir sind nicht so“, bezogen auf die moralischen Abgründe, die im Ibiza-Video zu sehen waren, hat einen Nerv in der Gesellschaft getroffen.

Der Bundespräsident ist in den letzten Tagen äußerst beschäftigt, nicht nur politisch. Er spricht zB auch bei den Begräbnisfeierlichkeiten für Niki Lauda. Van der Bellen hat sich viel Respekt und Vertrauen erworben, eventuell auch bei einigen Hofer-Wählern, oder doch nicht …..

11 Kommentare zu “Mittwoch 29.5.19 – Aktion und Reaktion

  1. Van der Bellen , den Namen sollte man sich also merken!

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      • Für mich sieht es von hier aus so aus, daß Kurz die Neuwahlen mit großem Abstand gewinnen wird, vielleicht sogar ohne Koaltion regieren wird können? Und daß die FPÖ kaum Imageschaden davongetragen hat (also, in Ö, sonstwo durchaus)
        Ein falscher Eindruck???
        Van der Bellen ist ein (mir) durchaus bekannter Name, aber was könnte er denn werden wollen jenseits von dem (ja wohl eher repräsentativen als wirkungsmächtigen) Job, den er schon innehat?

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        • Ja, die ÖVP bzw Kurz wird wohl bei den Wahlen hoch gewinnen, aber an eine absolute Mehrheit glaube ich nicht. Nur wird das Finden von Koalitionen bei der Politik der verbrannten Erde, die alle Parteien betreiben sehr schwierig werden. Ich fürchte sehr, dass Kurz wieder an die FPÖ denkt, mit neuer Mannschaft und angeblich geläutert.
          Van der Bellen kann nichts mehr weiter werden, aber er kann wiedergewählt werden. Und ich muss sagen, er nimmt sein Amt sehr gut wahr, wenn es auch hauptsächlich repräsentativ ist.
          Schönen Feiertag !

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  2. Die politischen Auseinandersetzungen gewinnen überall an Schärfe. Nach den geruhsamen letzten Jahrzehnten ist das für alle ungewohnt. Die Gesellschaften in Osteuropa hatten es etwas stürmischer nach dem Ende des Kalten Krieges. Ich bin zuversichtlich, dass sich die konstruktiven Kräfte der Vernunft durchsetzen. Dafür müssen wir uns alle einsetzen.

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  3. Die Aktion des Nähens erinnert mich an ein tief berührendes Erlebnis, das meine Künstlerfreundin Helen Escobedo (ich berichtete gelegentlich von ihr) in Hamburg machte. Es war vor vielen Jahren, sie hatte in einem kleinem Park an einer U-Bahnstation eine Installlation „Flüchtlinge “ gemacht (ja, das Thema ist nicht neu! Aber wenige kümmerten sich damals darum). Ihre „Flüchtlinge“ bestanden aus einem festen Holzkreuz, um das sie Stroh und alte Tücher drapiert hatte. Sie wolllte nichts Festes, sondern etwas schaffen, das den Unbilden des Wetters ausgesetzt und wandelbar war. Immer wieder ging sie hin und fotografierte den Zustand ihrer Flüchtlingsgruppe. Zuletzt waren nur noch die Holzkreuze da. Aber dann geschah etwas: Junge Leute kamen in der Abenddämmerung mit Tüchern, tanzten und schmückten die Kreuze, richteten auch die gefallenen auf.

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  4. Bei allem Elend also auch Hoffnung – gut so!
    Schlimm nur, dass es immer erst auf der Kippe stehen muss, bis sich spürbarer Widerstand regt. Dennoch: Aufgeben geht gar nicht, und dass die Jugend sich vermehrt einbringt macht Mut.
    Herzliche Grüße aus einem derzeit auch in mancherlei Hinsicht spannenden Brüssel.

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    • Spannend sind die Zeiten, immerhin. Ich weiß nicht, ob ich gerne in einer Gesellschaft leben wollte, in der sich Jahrhundertelang gar nichts verändert wie etwa im alten China oder Ägypten ….. schwer zu sagen und auch irrelevant. Es ist wie es ist

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