la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

Miksang auf Baustellen

26 Kommentare

Ich habe leider keine Zeit für längere Artikel. Nur ein Beispiel dafür, was einen so „anspringen“ kann.

Einfacher wird die direkte Wahrnehmung, wenn die Motive nicht leicht zu etikettieren sind, wenn die Frage „was ist das eigentlich“ nicht oder zumindest nicht sofort beantwortet werden kann. Es geht hier nicht um Bedeutungen, es geht ausschließlich um Wahrnehmung und Freude an der Wahrnehmung, an den Linien, Kurven, Strukturen, Mustern, Farben, Schatten, Spiegelungen. Wenn man auch diese Benennungen weglassen könnte, wäre es noch besser …….

26 Kommentare zu “Miksang auf Baustellen

  1. Ein wirklich tolles Bild, das ich wieder und wieder betrachte und genieße!

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  2. Zu allererst möchte ich dir sagen, dass auch ich das Bild phantastisch finde.
    Nun habe ich nochmal mehr auf der Miksang Seite gelesen und bin nun etwas ketzerisch, hier wird eine meditative Haltung, die Achtsamkeit und Aufmerksamkeit beinhaltet, mit einer Überschrift für eine Art der Fotografie gewählt und dann lässt sich damit auch flugs, wenn man geschickt ist, Geld machen. Ich habe in meinem Leben schon viele Bilder gesehen, die ich darunter einordnen kann, auch bei dir und nun frage ich mich, brauchen wir wirklich diese Überschrift? Wird damit nicht etwas erhöht, was eigentlich normal ist, wenn man sehenden Auges durch diese Welt geht?

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    • Tja nun, da gebe ich dir einerseits recht. Ich habe mehrere Miksang-Seminare gemacht und fand sie unverschämt teuer. Ja, das ist eine Seite, es gibt Menschen, die damit Geld verdienen. Es gibt aber auch – jenseits von Miksang – eine sehr große Anzahl von – sagen wir einmal Lehren – die zu mehr oder weniger unverschämten Preisen an mehr oder weniger unbedarft Gläubige verkauft werden, die sie oft ihrerseits nach 1, 2 Wochenendseminaren als große Wissende an andere Leute weitergeben – natürlich gegen Bezahlung. Das ist leider ein Phänomen der Zeit. Und natürlich rechtfertigt ein Missstand nicht alle anderen.
      .
      Sehenden Auges durch die Welt gehen, kann theoretisch jeder Mensch, ja, praktisch aber nicht. Es ist für viele eine große Offenbarung plötzlich die Schönheit überall zu sehen. Lernt man dies, finde ich das Seminar gerechtfertigt. Schönheit im Detail und im Alltag zu sehen und dann zu fotografieren, kann man Miksang oder sonst irgendwie nennen, natürlich. Man darf aber nicht vergessen, dass Miksang ursprünglich eine Meditationspraxis ist hinter der eine umfangreiche, spirituelle Lehre steht, die – wie du weißt – über das
      Fotografieren weit hinausgeht.
      .
      Und es ist eigentlich auch nicht korrekt und für andere irreführend wenn man ohne diesen Hintergrund zu kennen seine Fotos als Miksangbilder bezeichnet.

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      • Liebe Myriade,
        ja, es ist ein Zeichen der Zeit das Wissen, ob nun alt oder nicht, zu verkaufen und das stört mich schon seit längerem. Klar, alle wollen überleben und viele suchen sich ihre Nischen – und selbstredend führen socherlei Kurse auch zu neuen Sichtweisen, wie eben in der Miksang-Fotografie, die ja für manche nun eine Art Offenbarung werden. Vielleicht geht es mehr um das, was solch ein Wissen mit den anderen macht, wenn sie sich dadurch der Schönheit der Welt nähern können, ist es ja durchaus positiv zu sehen.
        Ich glaub mich stört die „Schublade“ und denke dabei an meinen Lehrer, der gerne von Menschen erzählt, die aus seiner Sicht buddhistischer sind als mancheiner, der sich Buddhist nennt.

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        • Und wenn man sich dann das Miksang- Buch von Frau Enders (einzige Miksang- Lehrberechtigte in D?Europa?) gekauft und gelesen hat, dazu auch noch ein grundlegendes ihrer Lehrer, ist die Basis zur Meinungsbildung ein bisschen breiter, der Buchumsatz ein bisschen höher, und die Erkenntnis durch viel Gerede über Altbekanntes nicht viel tiefer. Gute alte ZEN Meditation mit offenen Augen und Kamera in der Tasche.
          Ihr fotografiert alle solche schönen Bilder, so oder so.

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          • Das Shambhala-„Imperium“ aus dessen Tradition Frau Enders kommt, ist derzeit in einer heftigen Krise, die in ein paar Sätzen hier nicht unterzubringen ist. vor ein paar Jahren gab es in Europa nur zwei „berechtigte MIksanglehrerinnen“ , Frau Enders und Helen Vink aus Holland. Vielleicht ist das immer noch so, vielleicht auch nicht.
            Mir ist die Bezeichnung für die Art der Fotografie persönlich völlig egal, ich finde es nur fair, wenn ich darüber spreche, den Ursprung meiner Aussagen anzugeben. Dass es auch viele andere Quellen und Wege zur selben Erkenntnis gibt, ist klar 🙂

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            • Wenn Menschen mit „Miksang“ zu Fotos gelangen, mit denen sie zufriedener sind, ist das für mich total erfreulich, weil es so mehr Schönes anzugucken gibt. Es muss eh jeder seinen eigenen Weg finden. Mir persönlich ist das einfach zu viel Gedööns.
              Mein Motiv mit Respekt behandeln, sein Wesentliches zu suchen und das durch eine Fotografie auszudrücken, indem ich das dazu nötige Handwerk anwende – mehr möchte ich für mich nicht.

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        • Ich verstehe, was du meinst. Die Etikettierung ist oft ärgerlich und es gibt sehr viele falsche Verpackungen. „Achtsamkeit“ ist ja gerade eine Modeerscheinung, Yoga wird seit vielen Jahren als Turnen betrieben. Und natürlich gibt es auch viel oberflächliches Gerede darüber und Stellungnahmen und Vorträge, die von jedem Wissen unbelastet sind.
          Es stellt sich halt die Frage, ob die Menschen, die ein bissl an etwas anstreifen ohne es zu vertiefen auch einen persönlichen, immateriellen Gewinn daraus haben.

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          • Ich fühle mich verstanden 🙂
            Hatte schon ein kleines bisschen Gewissenszwicken, dass ich so reingegrätscht bin. Ich habe in den letzten zwei bis drei Jahrezehnten wahrscheinlich zu vielen „Spirihopsern“ zugeschaut. Mich ärgert Halbwissen, die große Show und das große Geld – wobei ich das jetzt Frau Enders erst einmal noch nicht zuschiebe, der Verdacht schleicht sich aber bei mir ein.
            Meiner Erfahrung nach sind solche Workshoperfahrungen, eben wenn sie nicht vertieft werden, Seifenblasen – Prozesse werden angestoßen, Aha- Erlebnisse stellen sich oft schnell ein, aber dann folgt der Weg und den gehen dann schon weniger als zuerst.

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            • Haha „Spirihopser“ ist sehr nett ! Mein ebenfalls sehr großer Ärger gilt weniger den „Schülern“, die oft einfach Suchende sind sondern eher den Anbietern von esoterischem Geschwurbel. Was es da nicht alles gibt !
              Dass nicht alle konsequent einen (spirituellen) Weg gehen, ist schade für sie selbst und für die Welt aber meiner Meinung nach besser als eine aufgezwungene Religion oder Ideologie.
              Was das Reingrätschen betrifft, so freue ich mich immer wenn es auf den blogs einen auch nur annähernd kritischen Gedankenaustausch gibt.
              Eine erfüllte Woche wünsche ich dir, liebe Ulli

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      • Liebe Myriade, ich hab nun im Kommentarstrang bei mir meine Überlegungen dazu auch noch mal ausgebreitet. da brauche ich es nicht hier zu wiederholen. https://gerdakazakou.com/2019/05/24/in-lysos-garten-dokumentierende-und-miksang-fotos/

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  3. und ich nehme einfach ein wundervolles Bild wahr, liebe Myriade

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  4. I like your explanation very much!

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  5. Wie du schon schreibst, Myriade: solche Strukturfotos haben wir alle ja auch vorher schon gemacht, und ich glaube, niemand kann sich ihrer Faszination ganz entziehen. Das Besondere ist hier wohl der Geisteszustand, in dem man fotografiert: das Ungesuchte, die direkte Wahrnehmung und das schnell entschlossene, fast automatische Fotografieren, das von Interpretationen absieht. Dieser Geisteszustand der gesteigerten Wahrnehmung ohne Beteiligung des kritischen und wertenden Verstandes, aber in hellstem Bewusstsein ist auch in allen anderen Lebenslagen erstrebenswert, aber eben auch schwer zu erreichen. Heute hatte ich ein intensives Erlebnis, wo mir die vorherige Übung sehr vonnutzen war.

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  6. Diese Serie finde ich ganz toll!! Ohne zu wissen, dass es dafür eine Bezeichnung gibt, hat mir diese Art des „Bilderfangs“ seit jeher große Freude bereitet. Deine und auch Gerdas Beispiele dazu sind sehr inspirierend – Danke dafür!
    Silke

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    • Es gibt wohl viele Menschen die diese oder eine ähnliche Art der Fotografie betreiben. Miksang hat halt ursprünglich auch eine spirituelle Dimension. Das ist wie bei Yoga, das gibt es auch vom Original bis zur Turnübung …..

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