la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

Freitag 17.5.19 – Positive Seiten der schönbrunner Bürokratie

6 Kommentare

Im Vorjahr habe ich sie versäumt, dieses Jahr bin ich gleich am ersten Tag hingeeilt zu den Wiener Zitrustagen in der Orangerie in Schönbrunn. Sogar an einer Führung habe ich teilgenommen, die auch recht interessant war: Geschichte der Zitrussammlung in Schönbrunn. Dabei konnte man über die positiven Aspekte von Bürokratie erfahren: über die genaueren Bedingungen der Zucht und gärtnerischen Betreuung der Zitrusbäume, die im 18. Jahrhundert durch Theodora Gonzaga nach Schönbrunn kamen, erfährt man unter anderem durch die Holzanforderungen der Gärtner. Die Gewächshäuser für exotische Pflanzen wurden im Winter durch Holzfeuer temperiert. Ein ausgeklügeltes System mit Rauch-Leitungen, die unter Steinplatten verlegt sind und das noch heute funktioniert und benützt wird. Auch das Holz für das Feuer kommt noch heute aus dem Schönbrunner Wäldchen über dem Schloss.

Eigentlich empörend, was man zu Kaiserzeiten allein dafür ausgegeben hat, frische Datteln oder Orangen auf den Tisch der Majestäten zu bekommen. Die andere Seite ist, dass eben Pflanzen aus südlicheren Gefilden den Weg nach Mittel- und Nordeuropa gefunden haben. Eine große Bandbreite an verschiedenen Orangen- und Zitronenbäumen gibt es hier zu sehen und zu kaufen. Natürlich blühen und duften alle und tragen auch reife Früchte, sehr verlockend. Ich bin sehr stolz auf  mich, dass ich keinen davon  mitgenommen habe. In meinem Wohnzimmer steht bereits ein Orangenbaum und der ist eigentlich schon etwas zu groß. Aber allein schon der Geruch der Blüten ist so eine Freude.

Es gibt auch etliche Stände von Gärtnereien, die Zitrusbäume und viele andere Pflanzen verkaufen. Ich mag solche Stände sehr, weil im Normalfall einer oder mehrere Gärtner*innen für Fragen zur Verfügung stehen, nicht nur zu den angebotenen Pflanzen sondern auch zu gärtnerischen Themen im allgemeinen. Die Versuchungen waren groß und vielfältig, abgesehen von den diversen Zitrusbäumchen, gab es auch winterharte Bananenstauden, Feigenbäume verschiedener Sorten, jede Menge mir unbekannter Kräuter und auch Blühendes.

6 Kommentare zu “Freitag 17.5.19 – Positive Seiten der schönbrunner Bürokratie

  1. Danke, liebe Myriade,
    das klingt sehr interessant. Vielleicht mach ich auch einmal so eine Führung? Als geborene Wienerin kenn ich die Sehenswürdigkeiten in meiner Heimatstadt meist nur von außen. ……
    Herzliche Grüße
    „Benita“

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  2. Ich habe auch einen alten Zitronen- und Mandarinenbaum im Garten. Sie kommen im Winter in ein kleines Gewächshaus und bringen immer Früchte….

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