Bei mir gibt´s heute Bibelzitate

Ein recycelter Beitrag

„Aus Gründen“ wie man in Deutschland offenbar sagt – ein großartiger Ausdruck übrigens – habe ich nachgeschaut woher genau eigentlich „es gibt nichts Neues unter der Sonne“ kommt. Das es aus der Bibel stammt, wusste ich schon, aber nicht woher genau und in welchem Zusammenhang. Nun, es ist das Buch Kohelet:

Prediger 1,9

Eine Generation geht, eine andere kommt. Die Erde steht in Ewigkeit.

Die Sonne, die aufging und wieder unterging, atemlos jagt sie zurück an den Ort, wo sie wieder aufgeht.2

Er weht nach Süden, dreht nach Norden, dreht, dreht, weht, der Wind. Weil er sich immerzu dreht, kehrt er zurück, der Wind.

Alle Flüsse fließen ins Meer, das Meer wird nicht voll. Zu dem Ort, wo die Flüsse entspringen, kehren sie zurück, um wieder zu entspringen.

Alle Dinge sind rastlos tätig, kein Mensch kann alles ausdrücken, nie wird ein Auge satt, wenn es beobachtet, nie wird ein Ohr vom Hören voll.3

9 Was geschehen ist, wird wieder geschehen, was man getan hat, wird man wieder tun: Es gibt nichts Neues unter der Sonne.4

10 Zwar gibt es bisweilen ein Ding, von dem es heißt: Sieh dir das an, das ist etwas Neues – aber auch das gab es schon in den Zeiten, die vor uns gewesen sind.5

11 Nur gibt es keine Erinnerung an die Früheren und auch an die Späteren, die erst kommen werden, auch an sie wird es keine Erinnerung geben bei denen, die noch später kommen werden.

17 Gedanken zu “Bei mir gibt´s heute Bibelzitate

    1. Ein sehr großer Teil stammt von den Griechen, zB Irren ist menschlich, Hörner aufsetzen, ein Bild für die Götter, eine Hand wäscht die andere, mehr sein als scheinen, etwas hängt am seidenen Faden, sich mit fremden Federn schmücken, goldene Berge versprechen, eine Schlange am Busen nähren, nach jemandes Pfeife tanzen, man soll den Tag nicht vor dem Abend loben etc pp., auch Ausdrücke wie Windbeutel, Damokresschwert, Pyrrhussieg, Mohrenwäsche, orakelhaft usw – entnommen dem vergnüglichen Buch „Das wissen nur die Götter“ – Deutsche Redewendungen und ihr griechischer Ursprung,Reinhard Pohlke, Insel Taschenbuch 2002.

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  1. Ich weiß, es ging hier ursprünglich um die junge Generation… die Jungen machen die selben Fehler und Entdeckungen wie die Alten… aber es passt auch extrem gut in unsere heutige Zeit und wie wir mit den Flüchtlingen umgehen. Die Bibel ist schon ein sehr weises und immer noch aktuelles Buch!

    Gefällt 2 Personen

  2. Ich kenne „aus Gründen “ auch nur aus Blogs – und habe es gern in meinem Wortschatz willkommen geheißen. Eine elegante Art, die oft zu weit führende Darlegung der Gründe bleiben zu lassen – das Grass-Zitat kannte ich noch nicht.

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      1. nach meinem Gefühl wird sie seit ca. 2 Jahren fast inflationär gebraucht; nach meinem Empfinden (nicht Wissen) kokettieren bzw. spielen manche, die die Wendung benutzen, ein bisschen damit, dass sie eigentlich „falsch“ oder „unvollständig“ ist und sie sie benutzen, obwohl sie es eigentlich besser wüssten.
        Aber wie gesagt, das ist nur meine persönliche Interpretation „aus einem Gefühl“ heraus und gar nicht mit „Kenntnis“ untermauert – aus Gründen 😉

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