la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

Selbstplagiat

22 Kommentare

Beim Aufräumen meines Blogs habe ich einen alten Beitrag gefunden, der für heute wunderbar passt:

ÜBER DAS KOFFER PACKEN

Ich reise gerne. Sei es allein, sei es in Begleitung oder auch in einer Reisegruppe, zu Fortbildungen und sonstigen Seminaren, zu Besuchen von Freunden, was auch immer.

Ich liebe anonyme Hotelzimmer und verstehe gar nicht, warum viele Menschen es so schrecklich finden in Hotels zu übernachten. Es macht mir Spaß täglich in einem anderen Bett in einem anderen Zimmer zu schlafen. Besonders genieße ich es, vorübergehend mit ganz wenigen Sachen auszukommen. Es ist ja erstaunlich wie wenige Dinge man eigentlich braucht um durchaus angenehm und bequem zu leben, zumindest für eine Zeit.

Und da fängt mein Problem an: das einzige, was mich am Reisen ordentlich stresst, ist das Packen. Es beginnt schon mit der Auswahl des richtigen Gepäckstücks. Koffer, Tasche, Rucksack ? je eines ? Einige wenige Dinge kommen auf jeden Fall mit, zB die Kamera, bei anderen Dingen ist das nicht so eindeutig. Brauche ich die wirklich ? oder doch unbedingt ?

Zum Glück ist das Endergebnis meiner Packerei fast immer zufriedenstellend und ich habe nicht zu viel und nicht zu wenig mit. Aber bis ich dorthin komme ! Nervenzerfetzend …. Ich lache über mich selbst, aber ich brauche einen ganzen Tag zum Packen. Und das obwohl ich mich nur um mein Gepäck kümmern muss. Meine Wohnung samt inneren und äußeren Pflanzen wird nicht nur von einer sondern von zwei Personen betreut.

F. schwankt zwischen Verständnis und Belustigung. Ich kann das gut verstehen, ich finde das Thema „Packen und ich “ selbst absurd, aber was soll ich machen, es ist eben so. Der Beginn einer breit angelegten Psychotherapie zur Bearbeitung des Themas „warum nervt mich das Packen so ?“ wäre vielleicht doch etwas übertrieben und um das Geld kann ich mir sicher ein paar hochpraktische Mehrzweck-Gepäckstücke kaufen 🙂

Was mich tröstet, ist, dass ich aus 100facher Erfahrung weiß, dass ich letztlich immer rechtzeitig fertig werde und auch noch nie etwas wirklich Wichtiges vergessen haben. Mal ganz abgesehen davon, dass ich weder eine Wüstendurchquerung noch ein Himmalaya-Trekking im Sinne habe, sondern in Europa bleibe, wo ich alles, was immer ich vergessen haben könnte garantiert irgendwo bekomme.

Und ich weiß auch, dass nach den ersten 100 Metern in Richtung Flughafen alles von mir abfällt und die Vorfreude ausbricht.

22 Kommentare zu “Selbstplagiat

  1. Na jaaaa. Koffer packen mag ich nicht und bin jetzt schon soweit, dass ich die Klamotten reduziere.
    Alles andere wird schon tagelang auf einem Zettel notiert und eventuell ergänzt. Somit vergesse ich nichts. Übrigens mag ich auch gerne im Hotel übernachten, nur frühes Frühstück oder bis zu einer gewissen Zeit, gefällt mir nicht.

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  2. Für eine Flugreise packen: eine Kunst für sich! 😲

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  3. Zahnbürste, Pass und Geldbörse mit Ticket. Dann kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. (Außer auf dem Mount Everest vielleicht).

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  4. Ich schreibe zwei Wochen vorher jedes Mal eine Liste. Nach und nach kommen dann Sachen hinzu oder werden doch gestrichen.
    Letztendlich das Packen mag ich auch nicht und zögere es bis zum Äußersten hinaus. 🙄
    Bisher habe ich irgendwie immer zu viel mitgenommen. Lach…

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  5. Bei mir bewährt sich das dritte ungenutzte Zimmer für solche Situationen. Es gibt ja Lieblingsstücke, die ich gern anziehe, aber auch gern mitnehme. Und deswegen werden sie frisch gewaschen und evtl. gebügelt einige Tage vor der Reise schon weggelegt.
    Meine Dauerreisepackliste ist in ganz verschiedene Bereiche eingeteilt, da ich beim Fahrradurlaub andere Sachen brauche als beim Skiurlaub (jetzt stark übertrieben) – aber das klappt immer.
    Ich habe in den letzten Jahren ja nur Gruppenreisen gemacht – und ich hatte IMMER den kleinsten Koffer und habe dennoch immer noch höchstens zu viele Sachen mitgenommen. Na gut, es gab auch Frauen in der Gruppe, die haben sich dreimal am Tag umgezogen – und ich habe sie noch nicht mal beneidet darum. – Das einzige, was ich reichlich mitnehme, sind Schuhe – denn nichts ist übler als nicht richtig laufen zu können. Und neue Schuhe sind da auch nicht immer die Lösung.
    Ich fange deutlich früher an mit Packen als am Vortag – das stresst mich dann weniger.
    Ich habe diese Allroundliste im Computer und wenn etwas ganz Wichtiges in einer Kategorie ergänzt werden muss, dann mache ich das.

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  6. ich kann Dich gut verstehen, denn auch für mich ist Packen eine mehr als lästige Angelegenheit, aber bis auf die allerletzte Minute würde ich es auch nie rausschieben. Ich brauche meine Ruhe dazu und mir ist es immer mal wieder passiert, daß ich etwas vergessen hatte und doch war es niemals besonders schlimm und konnte schnell nachgekauft werden *g*. Ich erinnere mich lustigerweise an ein Unterhemd, weil es plötzlich so kalt geworden war *kicher* und der Besuch in einem Schweizer Wäschegeschäft war so liebreizend und wohltuend, daß ich gerne daran zurückdenke

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