la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

Einblicke

7 Kommentare

Manchmal bekommt man einen kleinen Einblick in das Wesen eines Menschen, es öffnet sich irgendein Durchblick und man kann dann weit sehen, oder tief. Gestern hatte ich so einen Einblick, der mich beeindruckt hat. Ein Studierender hatte ein T-Shirt an, auf dem in allen möglichen Variationen „never, never, never, never“ stand, mehrere hundert mal. Ich sagte ihm, dass ich das ganz irritierend fände, never, never, never, never, aber was? Never, never give up, sagte er und ich weiß nicht was, der Tonfall, die Stimme, der Blick, die Körperhaltung, wahrscheinlich alles zusammen ließen mich einen eisernen Kern der Willensstärke sehen. Der junge Mann stammt aus Afghanistan, ist ein motivierter und erfolgreicher Lernender, ein freundlicher, umgänglicher Mensch und weiß ganz genau, was er will und wie er da hinkommen möchte. Das hebt ihn aus der großen Mehrzahl der AbendschülerInnen heraus. Die meisten wissen nicht, was sie wollen oder haben ganz unrealistische Vorstellungen wie „berühmt werden“ oder „viel Geld verdienen“.

Andere Arten von Einblicken sind weniger erfreulich. Wenn sich jemand in arroganter Weise über alle anderen erheben möchte, ist das schon prinzipiell nicht besonders sympathisch, richtig peinlich wird es aber, wenn man zum Charakterisieren der Plebs Ausdrücke verwendet, die man selbst nicht richtig schreiben kann und etwa aus „Krethi und Plethi“ „Greti und Pleti“ macht. Wie kommen denn nun die Gretis dieser Welt dazu frage ich mich. Ich neige selbst zu einer gewissen Arroganz und deswegen ärgert mich dieser Zug an anderen ganz besonders. Soviel zu den Bekenntnissen.

 

Advertisements

7 Kommentare zu “Einblicke

  1. Guten Abend,

    mir ist die Sache nicht peinlich. Ich bin Greti und Pleti.

    Mein Name ist Susanne Haun.

    Hier ist der original Kommentar auf Ulli Gaus Blog:

    Es stimmt, Ulli, die wahre Wildniss ist immer schwerer zu finden. In den Bergen sind es die Orte, die nicht mit einer Gondel etc. erreichbar sind. Mein Sohn war auf der Zugspitze, er ist hochgelaufen, auch diese Wege waren nicht leer. Aber oben auf der Spitze war es „die Hölle“. Durch die Bahn kann Greti und Pleti auf die Zugspitze, wenn sie nur bereit sind, 60 Euro für „rauf und runter“ zu bezahlen.
    Liebe Grüße von Susanne

    Wo die Arroganz in dem Beitrag steht, das verstehe ich nicht. Die Wege nach oben sind nicht leer und oben ist es noch voller wegen der Gondel. Das ist auch ein Grund, warum ich nicht auf die Zugspitze möchte, weder zu Fuß, was ich körperlich nicht kann, noch mit der Gondel, weil ich gegen diese Art von Massentourismus bin.

    Tja, Rechtschreibfehler passieren mir, wenn ich schnell oder mit Handy kommentiere immer wieder! Auch dazu stehe ich. Es gibt zwei Möglichkeiten, ich kommentiere weniger und kommuniziere so damit auch weniger oder ich nehme die Rechtschreibefehler hin.

    Einen schönen Donnerstag Abend von Susanne

    Gefällt 1 Person

  2. Das Never give up kann eine Zeitlang fruchtbar und gut sein, aber irgendwann muß man sich auch mal zurücklehnen (können).

    Gefällt 1 Person

  3. Manchmal steckt aber auch hinter dieser Arroganz ein zutiefst verunsicherter Mensch, der sich nur eine Mauer um sich herum gebaut hat!

    Gefällt mir

  4. Arroganz ist nun wirklich nicht so toll, finde ich, beste Grüße von mir zu dir.

    Gefällt 2 Personen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s