36.Station der Literaturweltreise – Russland

Lena Gorelik

„Die Listensammlerin“

Rowohlt 2013

Schon seit längerer Zeit habe ich keinen Roman gelesen, der mir so gut gefallen hat wie dieser. Hochinteressante Personen daher auch eine ebenso fesselnde wie nachdenklich machende Handlung.

Sofia heißt die Ich-Erzählerin, die mit ihrem Partner lebt und ihrer zweijährigen Tochter, die mit nur einem halben Herz geboren wurde und demnächst operiert werden soll. Außerdem gibt es eine Mutter und einen Stiefvater, eine alzheimerkranke Großmutter und einen bis vor kurzem unbekannten Onkel. Die Familie stammt aus Sankt Petersburg, der Onkel und der biologische Vater Sofias sind in einem sowjetischen Straflager verschwunden.

Sowohl Sofia als auch ihr mysteriöser Onkel haben die Gewohnheit ihr Leben in Listen zu sammeln. DA gibt es so ungewöhnliche Listen wie „typische Sätze von X“, „Alles was ich über Grischa weiß“, „Männer mit schönen Händen“ und hunderte mehr. Es klingt wie eine wesentlich verfeinerte und differenziertere Form eines Bullet-Journals.

Jedenfalls hat mich das Buch so fasziniert, dass ich in die Bücherei geeilt bin und weitere drei Romane und einen soziologischen Essay von Lena Gorelik mitgenommen habe. Freu mich schon drauf!

Hier kann man meine Literaturreise verfolgen

2 Gedanken zu “36.Station der Literaturweltreise – Russland

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