la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

Aus Bildern geboren – 2

11 Kommentare

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte? Oft und für viele Menschen ist das so. Was aber ist mit denjenigen, die Bilder in Worte umsetzen möchten? Ein Blick auf Gemälde, Fotos, Alltagsszenen erzählt oft schon lange Geschichten und sicherlich nicht jedem Betrachter dieselben.

Ich habe beschlossen, ein Bild-Erzähl-Projekt zu beginnen. Hauptsächlich für mich selbst, weitere Teilnehmer sind aber gerne willkommen. Wer mitmachen möchte, möge seinen/ihren Text auf dem eigenen Blog veröffentlichen und zu meinem Posting verlinken damit Interessierte mitlesen können. Die Bilder werden nicht regelmäßig erscheinen, vielleicht oft, vielleicht selten, das kann ich noch nicht sagen. Nur keinen Stress, es soll ja Freude machen.

Welche Texte? Alles ist erlaubt, vom 3-Worte Gedicht bis zum 30 bändigen Roman mit allen Zwischenstufen. Die Texte sind so lange, wie sie eben sind und es können Gedichte, Geschichten, Märchen, Leserbriefe, Essays oder was auch immer sein; Autobiografisches, Miterlebtes, Fiktives …. Einzige Bedingung: der Zusammenhang zwischen Text und Bild muss nachvollziehbar sein.

Nummer 2.

Ich kann gar nicht beurteilen, was das Bild mit jemand anderem macht, ob es überhaupt jemandem irgendetwas sagt. Für mich ist das anders, weil ich ja weiß, wann und wo und unter welchen Begleitumständen ich es aufgenommen habe.

Herbst. Strand in der Nacht. Licht ist mächtig, farbiges Licht mächtiger und manche Schatten leuchten. Überlebensgroß kann man erscheinen, klar abgegrenzt, eindeutig bestimmt und doch ist es der Schatten auf einsinkendem Sand. Die Fläche gibt vor eine Mauer zu sein, der Verurteilte soll dort hingerichtet werden, aber es ist nur unsteter Sand, eine Sinnestäuschung, oranger Sand, später grauer Sand wenn die Touristen nicht mehr hinsehen. Schattenspiele in der Nachsaison. Nach dem Sommertheater mit Lichtschutzfaktor und gefärbtem Zuckerwasser in Plastikflaschen für die Fische.

Leuchtendes Orange, stumpfes Orange, der schwarze Schatten und der schwarze Ozean im Hintergrund. Gleiten durch die Geschichte der Seefahrer und der Tourismusmanager und klick und der Moment ist festgehalten und driftet doch weiter.

11 Kommentare zu “Aus Bildern geboren – 2

  1. So – ich habe tatsächlich was dazu geschrieben. Das war wirklich eine ziemliche Herausforderung. Aber es kommen immer Situationen, die zu solche Bilder passen.

    Hier mein Beitrag.
    https://wp.me/p8qB43-6OU

    Liebe Grüsse und schönes Wochenende.

    Gefällt mir

  2. Pingback: Aus Bildern geboren – 2 – Schatten – Geschichtszauberei

  3. Pingback: Wochenrückblick 28.05.18-03.06.18 – Geschichtszauberei

  4. Zum Thema Schatten ein Gedicht von Eduard Mörike
    (1804-1875):

    Der Schatten
    Von Dienern wimmelt’s früh vor Tag,
    Von Lichtern, in des Grafen Schloss.
    Die Reiter warten sein am Tor,
    Es wiehert morgendlich sein Ross.

    Doch er bei seiner Frauen steht
    Alleine noch im hohen Saal:
    Mit Augen gramvoll prüft er sie,
    Er spricht sie an zum letzten Mal.

    »Wirst du, derweil ich ferne bin
    Bei des Erlösers Grab, o Weib,
    In Züchten leben und getreu
    Mir sparen deinen jungen Leib?

    Wirst du verschließen Tür und Tor
    Dem Manne, der uns lang entzweit,
    Wirst meines Hauses Ehre sein,
    Wie du nicht warest jederzeit?«

    Sie nickt; da spricht er: »Schwöre denn!«
    Und zögernd hebt sie auf die Hand.
    Da sieht er bei der Lampe Schein
    Des Weibes Schatten an der Wand.

    Ein Schauer ihn befällt – er sinnt,
    Er seufzt und wendet sich zumal.
    Er winkt ihr einen Scheidegruß,
    Und lässet sie allein im Saal.

    Elf Tage war er auf der Fahrt,
    Ritt krank ins welsche Land hinein:
    Frau Hilde gab den Tod ihm mit
    In einem giftigen Becher Wein.

    Es liegt eine Herberg an der Straß,
    Im wilden Tal, heißt Mutintal,
    Da fiel er hin in Todesnot,
    Und seine Seele Gott befahl.

    Dieselbe Nacht Frau Hilde lauscht,
    Frau Hilde luget vom Altan:
    Nach ihrem Buhlen schaut sie aus,
    Das Pförtlein war ihm aufgetan.

    Es tut einen Schlag am vordern Tor,
    Und aber einen Schlag, dass es dröhnt und hallt;
    Im Burghof mitten steht der Graf –
    Vom Turm der Wächter kennt ihn bald.

    Und Vogt und Zofen auf dem Gang
    Den toten Herrn mit Grausen sehn,
    Sehn ihn die Stiegen stracks herauf
    Nach seiner Frauen Kammer gehn.

    Man hört sie schreien und stürzen hin,
    Und eine jähe Stille war.
    Das Gesinde, das flieht, auf die Zinnen es flieht:
    Da scheinen am Himmel die Sterne so klar.

    Und als vergangen war die Nacht,
    Und stand am Wald das Morgenrot,
    Sie fanden das Weib in dem Gemach
    Am Bettfuß unten liegen tot.

    Und als sie treten in den Saal,
    O Wunder! steht an weißer Wand
    Frau Hildes Schatten, hebet steif
    Drei Finger an der rechten Hand.

    Und da man ihren Leib begrub,
    Der Schatten blieb am selben Ort,
    Und blieb, bis daß die Burg zerfiel;
    Wohl stünd er sonst noch heute dort.

    Gefällt 2 Personen

  5. Uh – interessantes Bild und Text. Das wird eine Herausforderung für die Fantasie. Mal sehen was heraus kommt.

    Gefällt 2 Personen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s