27.Station der Literaturweltreise – USA 3

Bevor ich wieder zurück nach Zentralasien reise, habe ich noch zwei Abstecher gemacht. Den ersten davon in die USA durch das Buch der Stadt Wien 2017:

Stewart O`Nan

„Letzte Nacht“ 2007

Das cover fand ich extrem unattraktiv, den Autor kannte ich auch nicht, aber bis jetzt fand ich alle Wienbücher gut oder sehr gut und so habe ich auch dieses gelesen.

Es hat einen originellen Plot: es geht um den letzten Tag einer unrentabel gewordenen Filiale einer Restaurantkette. Der Filialleiter und einige andere Angestellte werden in eine andere Filiale übernommen, die anderen gekündigt. Auch eine gescheiterte Liebesbeziehung zwischen dem Filialleiter und einer Angestellten hat Platz.

Die Geschichte ist nicht gerade heiter, hat aber eine dichte Atmosphäre und bietet Einblick in beruflichen Alltag. Wir befinden uns im Winter, es schneit heftig, die Straßen werden langsam unpassierbar und es stellt sich die Frage, ob es sich überhaupt lohnt das Restaurant für den Abend aufzusperren. Die geschilderten Charaktere sind sehr plastisch und einprägsam geschildert. Die Vorgänge unspektakulär und doch intensiv.

Was mir – als Niederschlagsfan – besonders gut gefallen hat, ist die Schilderung der Schneelage. Ob der Schnee nun senkrecht oder horizontal fällt, in welcher Konsistenz, wie weit man noch sieht, die Wind- die Lichtverhältnisse auf dem Parkplatz vor dem Lokal.

Bevor ich nach Kirgisien reise, mache ich noch einen Sprung zurück in der Zeit, zur 28.Station.

Hier geht´s zu meiner Lesereise

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