la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

Kitsch, Kunst und Pflanzen

18 Kommentare

Am Samstag waren wir bei einem sehr lieben Freund, von dem ich eine Menge weiß, außer wovon er eigentlich lebt. Von cranio-sacral Behandlungen ? Die habe ich ausprobiert und muss trotz absolut un-esoterischer Lebenseinstellung sagen, dass er das großartig macht und so eine Behandlung eine reine Wohltat ist. Natürlich bezahle ich dafür und ich weiß von etlichen anderen befreundeten Menschen, dass sie das auch tun. Vielleicht lebt er auch von seinen aus diversen übriggebliebenen Gegenständen hergestellten Figuren ? Ich finde immer wieder welche davon wunderschön, andere witzig; aber diese Figuren bietet er nur in der Adventzeit an und manchmal zu Ostern.

Das ist ein Kerzenständer aus dem Mundstück einer alten Schisha. Der Lichtträger steht auf einem Stück Marmor, der untere Teil besteht aus einer alten Puddingform Der Schirm dieser Figur ist ein lackierter Lotus. Die Figur steht auf einem Teil eines alten Schlosses Den mag ich besonders gerne. Er ist mit einem kaputten Armband bekleidet und steht auf dem Deckel eines Gemüseglases

Wovon er auch immer leben möge, so ist er äußerst großzügig. Nicht nur Coach-surfer finden bei ihm Unterkunft, eine Zeit lang hat er auch einen ihm vorher ganz unbekannten Obdachlosen untergebracht. Ein ungemein lieber Mensch. Besucht man ihn, wird man immer mit Marmeladen und Chutneys der kuriosesten Geschmacksrichtungen aus seiner eigenen Produktion beschenkt.

Irgendwann hat er eine Ausbildung als Gärtner gemacht und wohnt wie in einem Gewächshaus. Seine Wohnung liegt in einem Altbau, im dritten Stock. Schon von weitem erkennt man seine Fenster, an den davorhängenden winterharten Pflanzen. Erklimmt man den dritten Stock Altbau über Stufen, die so abgetreten sind wie die Stufen in einem alten Schloss, sieht man gleich welche Tür zu seiner Wohnung führt: dort wohnt ein riesiger Farn, den er vor Jahren am Fuße des Annapurna ausgegraben hat und der auf dem finsteren Gang eines Wiener Miethauses üppigst wuchert und gedeiht. Hier zeigt er einer gemeinsamen Freundin Bilder einer seiner Reisen in die Mongolei.

18 Kommentare zu “Kitsch, Kunst und Pflanzen

  1. Pingback: Januart2019 – Nr 7 – Vögel – Elefanten | la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

  2. sehr interessant, kreativ sein in irgend einer Form geht immer… führt zu Freiheit ….kompliment….sein Leben anders zu gestalten….

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  3. das lebenskünstlerische gefällt mir alles.

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    • Der Karl lebt mitten in der Stadt sehr naturverbunden. Zum Beispiel setzt er in seiner Küche Brennesselsud an für seine Pflanzen, er geht in den Wiener Wald zum Beeren pflücken …..

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  4. Ja, wirklich sehr feine Figuren und Einer, der eben das Überleben auf eine gute Weise gelernt hat?!

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    • Das Lernen wird nicht so einfach gewesen sein, aber das Ergebnis ist zweifellos ein gutes Leben. Er ist einer meiner Buddhistenfreunde. Wir haben eine Menge Meditationspogramme und zwei retreats gemeinsam gemacht und du weißt ja bei solchen Gelegenheiten kann/darf/soll/muss man sich nicht verschließen sondern öffnen …

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  5. Interessante Figuren und der Mann ist ein Lebenskünstler

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  6. Ein wahrer Lebenskünstler.
    Von ihm kann man sich so einiges abschauen.

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  7. Schön, so einen Freund zu haben. Und die Figuren sind auch ganz entzückend.

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  8. einfach Klasse! Und Figuren zum Verlieben.

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