la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

18.Station der literarischen Weltreise – Israel 2

3 Kommentare


Nachdem mir das erste Buch, das ich von Lizzie Doron gelesen habe (klick) sehr gut gefallen hat und mir dieses Buch auch sehr empfohlen wurde, habe ich zugegriffen.

In „Das Schweigen meiner Mutter“ geht es weitgehend um die Generation der Kinder der Shoa-Überlebenden, um das Trauma der zweiten Generation, mit dem sowohl die Kinder der Opfer als auch jene der Täter leben.

„Deine Mutter hat immer zu mir gesagt:Golda wann hörst du endlich auf Brachale Geschichten von der Shoah zu erzählen? Was kann sie damit anfangen, mit Krematorium, Transport, Aktionen? Gib deiner Bracha Freude. Die Shoah ist nicht ihr Leid, sie ist unser Leid“ Golda seufzte tief. „Leider habe ich nicht auf sie gehört“. p.205

Das Schweigen der Mutter bezieht sich aber nicht nur auf ihre persönliche Geschichte sondern auch auf das scheinbare Verschwinden ihres Mannes, des Vaters der Erzählerin.

Doron beschreibt, wie sie als Kind, ständig auf der Suche nach ihrem Vater, ihre gesamte Umgebung immer wieder nach ihm fragt und dabei den Eindruck hat, dass manche ihrer Nachbarn und Freunde etwas über ihn wissen, ihr aber nichts sagen.

Zwei Zeitstränge laufen nebeneinander: die Kindheit der Erzählerin mit der Suche nach dem Vater und dem Schweigen der Mutter und die Gegenwart in der auch vom Leben vieler gleichaltriger Freundinnen berichtet wird.

Lizzie Doron schreibt eine sehr klare, schnörkelfreie Sprache, die direkt den Kern des Geschehens trifft. Die Personen in ihrer Geschichte sind bunt und schienen mir sehr authentisch.

„Alles, von dem ich wollte, dass du es weißt, habe ich dir gesagt“ Ein Satz, den die Protagonistin von ihrer Mutter mehrmals hört.

3 Kommentare zu “18.Station der literarischen Weltreise – Israel 2

  1. Unsere Eltern haben auch geschwiegen, sie wollten uns nicht belasten. Wir haben erst spaeter so nach und nach einiges rausbekommen. Ich kann nur sagen, es ist nicht leicht mit Eltern aufzuwachsen, die im KZ waren.

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  2. Pingback: BUCHweltreisebericht September 2017 | umgeBUCHt

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