la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

ABC-Etüden – Betäubung

6 Kommentare

Da unten war es. Dort hatte sie drei Wochen lang jeden Nachmittag verbracht. Zwischen Blüten und Gerümpel, voll Sehnsucht, voll Lust, voll Sommer und Jugend. Den Geruch der Liebe auf der Haut, den Geruch des Gerümpels in der Nase, die Brustwarzen steinhart. Auch das kleinste Stück Stoff war zuviel. Bittersüß der Abschied jeden Abend, der Abschied und das Versprechen am nächsten Tag wiederzukommen.    Stacheldrahtreste, spitze Steine, die sich in die Haut bohrten, betäubender Duft von Sommerblüten und sonnenheißem Metall.  Sie hatte seinen Namen nicht erfahren, nicht woher er kam und nicht wohin er ging, aber sie erkannte seinen Körper ganz und gar. Heute sah sie mit ihren Alltagsaugen nur noch den verrottenden Bunker überwuchert von Brombeerranken und Brennessel.

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6 Kommentare zu “ABC-Etüden – Betäubung

  1. Huh. (ich dachte im ersten Moment, sie sieht in dort, Wochen später, in den Brombeerranken)
    Sehr schön. 🙂

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  2. très intéressant, merci du partage
    Passe une belle semaine
    Bisous

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  3. Schön, was du aus meinen Worten gemacht hast

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  4. Das ist sehr schick! Fühlt sich sehr großartig an. Bisschen stachelig halt, wie du geschrieben hast, und sehr bittersüß, aber ganz … hach!
    Liebe Grüße
    Christiane

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