la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

Freude an Fesseln

14 Kommentare

Ein interessantes Gespräch mit drei Kopftuchmädchen. Ihre Eltern hätten ihnen freigestellt, ob sie Kopftuch tragen wollten oder nicht, sie hätten sich beim Wechseln in die neue Schule selbst dafür entschieden.

Dann sagte eine von ihnen, sie hätte drei Schwestern, aber keinen Bruder. Gerne hätte sie einen großen Bruder, der ihr die Grenzen aufzeigen würde (O-Ton). Warum das ? Weil ihr Vater viel zu weich wäre und immer alles erlauben würde.

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14 Kommentare zu “Freude an Fesseln

  1. ich finde es sehr schwierig zu beurteilen., auch unsere konservativen Christen haben konservative Strukturen, was die Rolle der frau betrifft. und auch Männer bleiben bei diesen Familienstrukturen, solche Familien haben wir ja nicht mehr, sie bleiben bis sie 25 sind bei den Familien, hat mir ein junger Man erzählt, erst dann dürfen sie alleine gehen, vorher müssen sie rausheiraten. Und es ist viel von der Familie bestimmt.

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    • Ja, absolut. Es gibt überall auf der Welt solche Gesellschaftsstrukturen. Sie gefallen mir weder bei den einen noch bei den anderen.
      Es ist sehr bezeichnend zu sehen, wie solche Gesellschaften sich zum Positiven verändern, wenn Frauen mehr Möglichkeiten bekommen. Ich denke da zum Beispiel an den großen Erfolg von Mikrokrediten rund um die Welt, die zu einem gewaltigen Prozentsatz von Frauen in Anspruch genommen werden, die mit geringen Summen Erstaunliches zustande bringen.

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  2. Wie ich finde, ein schwieriges Thema, denn letzten Endes muss auch die Art unserer Einmischung und Beurteilung dieser Verhältnisse mit bewertet werden. Denn wir, also die westliche Gesellschaft, tritt schon ein wenig mit aufgeklärtem Besserwisserverhalten auf, das mitunter sehr aufdringlich wirkt und der anderen Seite keine Chance gibt. Natürlich tut es weh, wenn Talente unter einem Mantel, aus dem wir hervorgeschlüpft sind, untergehen. Auf der anderen Seite scheint in meinem erweiterten Umfeld die jüngere Generation ein Stück weit freiwillig in ähnliche Rollenmuster zurückzurudern. Es bleibt schwierig, sicherlich.
    Ja, das mal so in Kürze und etwas unrein geschrieben.

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    • Ich gebe dir vollkommen recht, es ist äußerst schwierig und sensibel und der erhobene Zeigefinger ist sicherlich nicht angebracht bzw kontraproduktiv. Man kann natürlich auch über individuelle Freiheit und Gesellschaftsmodelle, in denen diese eben kein Wert ist philosophieren.
      All dies, aber als Frau tut es mir richtig weh

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  3. Ach da sagst du was…letztens hatte ich auch ein Mädchen, welches ich im Praktikum zu besuchen hatte. Der Chef war mit ihr ganz zufrieden, einzig die deutsche Sprache wäre verbesserungswürdig, da Kundenkontakt für die Arbeit von Nöten ist. Er wollte, dass sie zusätzlich nochmal einen Sprachkurs belegt und wäre dann bereit, ihr einen Ausbildungsplatz anzubieten. Was sagt das Mädchen? Sie braucht keinen Sprachkurs, da sie im Sommer mit ihrem Cousin verheiratet wird und ab dann für ihn und den Haushalt zu sorgen habe. Daran mittlerweile eigentlich gewöhnt, bin ich trotzdem immer noch sprachlos, wenn ich es in der Situation erlebe.

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  4. Interessant fände ich noch zu wissen, warum sie sich für das Kopftuch entschieden haben. Wenn ich mit Schülern darüber spreche, kommen unzählige Argumente, die unseren Gedankengängen so fern sind. In Deutschland und damit in Europa aufgewachsen, kann ich es schwer nachvollziehen und höre leider oft ein Protestverhalten aus den Aussagen solcher Mädchen uns ggenüber heraus. Das macht mich traurig und auch wütend.

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    • Mir geht es auch so, ich kann die „Argumente“ schlecht nachvollziehen. Es sind auch keine Argumente sondern eher diffuse Empfindungen: Protest gegen die Eltern, Protest gegen die „andere“ Gesellschaft, Sehnsucht nach einer eindeutigen, einbetonierten Identität … Diese Mädchen sind 15, 16 Jahre alt.
      Ich halte es persönlich auch nur sehr schlecht aus, dass diese jungen Frauen ihren Weg in möglichst totaler Unterwerfung im religiösen und privaten Bereich suchen. Es geht ihnen nicht um Eigenständigkeit sondern um möglichst perfekte Erfüllung von Normen, die ohnehin sehr stark sind, die sie oft auch aktiv suchen.
      Ich erinnere mich immer wieder an die Erzählung einer Kollegin aus ihrem Mathe-Unterricht: ein türkischstämmiges Mädchen, das sagt, dass sie Mathe nie verstehen wird, dass das aber auch ganz egal ist, weil sie ohnehin Hausfrau wird und dann braucht sie „das“ alles nicht. Das ist eine völlig realistische Einschätzung ihrer Situation, trotzdem ….

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  5. Interessant, dass von der Mutter nichts zu lesen war.
    Frauen werden zu oft als Hintergrundsperson eingeschätzt!

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  6. Freiheit ist halt eine schwierige Sache. Braucht Zeit, um zu reifen.

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  7. Regeln zu folgen (und dafür belohnt zu werden; der große Bruder, der darüber wacht) ist leichter, als selbst für sich zu entscheiden? Hm.
    Es ist eigentlich gar nicht so viel anders als „bei uns“, nur die Regeln sind andere.

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