la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

6. Station der Literaturweltreise

12 Kommentare

Die Reiseroute

Es hat mir keine Ruhe gelassen ! Ich habe schon ein Buch dieser Autorin gelesen, das mir nicht besonders gefallen hat. Ich habe aber eine Menge Positives über sie gehört und so bin ich noch einmal nach Nigeria gereist um ein weiteres Buch von Chimamanda Ngozi Adichie zu lesen.img_1083

Es hat mir viel besser gefallen, als Buch Nr. 1 (siehe Reiseroute) , allein schon deswegen, weil es in Nigeria und nicht in den USA spielt.Der Titel des Buchs „Die Hälfte der Sonne“ erklärt sich daraus, dass in der Fahne von Biafra eine halbe Sonne zu sehen war

Es ist zu Beginn schwierig festzustellen, wer der/die Protagonisten sind, weil die Erzählperspektive zwischen mehreren Personen hin und her wechselt. Im Zentrum des Geschehens stehen zwei junge Frauen, Zwillingsschwestern, die der ebenso reichen wie korrupten nigerianischen Oberschicht angehören, ihre Familien und Partner, in sehr prominenter Rolle auch der Houseboy des Partners einer der Schwestern.

Das Buch erzählt die Geschichte des Völkermords an den Igbos, die Entstehung und den Untergang des Staates Biafra, den Krieg zwischen Nigeria und Biafra, das Töten, den Hunger, den Zorn, auf 626 Seiten, die ich ziemlich schnell gelesen habe. Ja, es hat mir gefallen, aber …… Immer gibt es ein „aber“. Die Geschehnisse sind nicht linear erzählt, sondern die Erzählung springt zwischen den „frühen Sechzigerjahren“ und den „späten Sechzigerjahren“ hin und her. Es wird Spannung aufgebaut indem von Situationen in den späten Sechzigern berichtet wird, deren Ursprung Jahre zurück liegt und die erst erklärt werden, wenn die Erzählung wieder in der Zeit zurückgeht. Ich habe das als ungeschickt angewandten Erzähltrick empfunden. Auch linear erzählt wäre die Geschichte mitreißend genug gewesen.

Die Autorin ist selbst eine Igbo, hat den Biafra-Krieg nicht selbst erlebt, widmet aber dieses Buch ihren Großeltern:

Meine Großväter, Nwoye David Adichie und Aro-Nweke Felix Odigwe, die ich niemals kennenlernte, haben den Krieg nicht überlebt.

Meine Großmütter, Nwabuodu Regina Odigwa und Nwamgbafor Agnes Adichie, beides bemerkenswerte Frauen, kamen mit dem Leben davon.

Dieses Buch ist der Erinnerung an sie gewidmet;

ka fa nodu na ndokwa.

 

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12 Kommentare zu “6. Station der Literaturweltreise

  1. Würde mich interessieren,welches Buch dir nicht so gut gefallen hat von Chimamanda? Blauer Hibskus vielleicht,bin sehr große Fan von ihr…..wenn du schon da unten bist ,würde ich auch Tsitsi Dangarembwa empfehlen aus meinem Heimat 🇿🇼 …Viel Spaß beim Lesen 😀

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  2. Auch ich kenne bislang nur das „Americanah“ von ihr und nun habe ich Lust auf weitere Entdeckungen. Nach welchen Kriterien suchst du eigentlich die Reisestationen raus? sind es Empfehlungen, Zufall, oder sollen besonders ferne Länder darunter sein?

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  3. Pingback: BUCHweltreisebericht Februar 2017 | umgeBUCHt

  4. Ich habe gerade den Roman „Americanah“ von Chimamanda Ngozi Adichie gelesen, der in USA und Nigeria spielt. Hat mir sehr gefallen.

    Gefällt 2 Personen

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