la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

Oh Schreck, ich habe gedichtet …

24 Kommentare

Zwei Stunden saß ich auf dem zahnchirurgischen Behandlungsstuhl mit den blutigen Chirurgenhandschuhen vor den Augen und bemühte mich um Entspannung der Rückenmuskeln  und Gelassenheit des Geistes. Hier ist das Produkt meiner Bemühungen 🙂

Man beachte: gereimt und in Jamben (wenn ich mich recht erinnere). Die Operation ist übrigens besser gelungen als das Gedicht

 

Na, mindestens ein Implantat

muss dringend in den Kiefer

Knochenaufbau mit Granulat

und Bohren noch viel tiefer

Der Knochen knirscht, es fließt das Blut

Die Messer schneiden heftig

braucht die Patientin doch viel Mut

Die Rechnung wird auch deftig

 

Alles wurde anästhesiert,

gefühllos auch die Zunge

Der Mund, er wird nicht innerviert

doch funktioniert die Lunge

Nun gut, das Werk es ist vollbracht

Zugenäht alle Wunden

Sehr freundlich und empathisch lacht

der Arzt, dem ich verbunden

 

 

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24 Kommentare zu “Oh Schreck, ich habe gedichtet …

  1. Du hast so gut gedichtet, dass ich hier mit schmerzverzerrtem Gesicht sitze und mich daran erinnere, dass ich mir auf dem Zahnarztstuhl immer Tara gegenüber in den Bäumen sitzend vorgestellt habe, während das Blut floss und so- sie hat mit den Beinen gebaumelt und mich angelacht, wunderbar unheilig und tröstend 😉
    gut, hast du es hinter dir- mein Mitgefühl hast du
    herzlichst
    Ulli

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    • HIHI, mit einer so realistischen Wirkung meines „Werks“ hatte ich gar nicht gerechnet.
      Ich mag das Unheilige am Buddhismus sehr und viele europäische Buddhisten – und ich kenne deren eine Menge – sind mir oft zu „heilig“. Eine beinebaumelnde Tara auf einem zB Apfelbaum finde ich auf jeden Fall sehr sympathisch 🙂

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  2. Ganz großartig gelungen, auch wenn ich eigentlich eine gewisse Aversion gegen Blut, OPs und im weitesten Sinne auch gegen Zahnärzte habe 🙂

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    • Vielen Dank, ich finde ja gereimte Jamben furchtbar, aber als Konzentrationsübung während der Chirurg hemmungslos geschnippelt, gebohrt und geschraubt hat, war das Dichten ganz vergnüglich.
      Wer mag schon Zahnärzte und gar Kieferchirurgen, aber man muss schon zugegeben, dass sie vieles können 🙂

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  3. Schön gedichtet!
    Ich wünsche dir eine gute Erholung von dem Stress und Gesundung ;).
    Nur das mit den Jamben habe ich nicht kapiert 🙂

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  4. Als ich aufs Gesicht gefallen bin und meine Vorderzähne futsch waren…
    und dann die OP usw..war ich nicht zu dichten fähig…
    Ich bewundere das dir das gelungen war…

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  5. Meine Bewunderung für beiden Leistungen: Zahnarztbesuch und Gedicht … 😉

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  6. wuensche dir, dass alles gut heilt und auch dann im Mund bequem ist

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  7. oh Schreck, und ziemlich gut sogar … 🙂 Wünsche herzlich keine weiteren Besuche mehr!

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