la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

Kulturcrash und Religionsverwirrungen in losen Sätzen

19 Kommentare

In der Schule haben wir immer wieder interkulturelle Probleme. Der neueste Fall hat es besonders in sich. Eine Schülerin aus einer tschetschenischen Familie schreibt gemeinsam mit einem österreichischen Schüler eine Projektarbeit. Die Familie des Mädchens hat nichts dagegen, soweit wäre die Sache ganz problemlos, wäre da nicht eine österreichische Mitschülerin, die sich in den jungen Mann verliebt hatte, dabei aber auf kein Interesse seinerseits stieß. Um sich zu rächen hat sie nun die tschetschenische community gegen diesen Schüler aufgehetzt und  ihm selbst auch Drohbriefe geschrieben. Ob die Tschetschenen ihrem Ruf der heftigen Gewaltbereitschaft entsprochen haben oder nicht, wird von der Polizei untersucht. Der von diesem massiven Mobbing betroffene Schüler hat jedenfalls Angst allein auf die Straße zu gehen und läßt sich von seinem Bruder in die Schule begleiten….

Dafür wieviel Sprengstoff im Zusammentreffen so vieler Kulturen, Sprachen und Religionen liegt, funktioniert der Alltag in unserer Schule ohnehin ziemlich gut. Nur manchmal eskaliert das eine oder andere.

Zwei junge Frauen stehen mit ihren Wachturmaustellungsregalen auf Rädern im Eingangsbereich der U-Bahn. Auf dem einen Wagerl steht „Gratis-Bibelkurse“, das andere ist ganz in arabischen Lettern gehalten, die wohl  für die Zielgruppe verständlich sind. Beide Transportregale sind mit den typischen Zeichnungen der Schriften der Zeugen Jehovas bebildert.  Höchstwahrscheinlich gibt es viel mehr Zeuginnen als Zeugen Jehovas, aber die oberen Ränge dieses Finanzkonzerns sind sicher mit Männern besetzt.

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19 Kommentare zu “Kulturcrash und Religionsverwirrungen in losen Sätzen

  1. Dann wünsche ich Dir ein gutes Gelingen. Das ist ein sehr wichtiger Beruf. Eine wichtige Zelle im Organismus 🙂

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  2. Ob es ein Crash wird oder nicht, liegt immer an den einzelnen Menschen. Das größte Problem ist für mich aber nicht Religion, sondern der menschliche Egozentrismus. Wahre Kommunikation und Begegnung hingegen hat immer damit zu tun soetwas wie Selbsttranszendenz (Liebe) zuzulassen. Martin Buber sagte es ganz schön: alles wahre Leben ist Begegnung. Die Alternative sehen wir in der Geschichte des Narziss, der so verliebt ist in sein eigenes Spiegelbild, welches er im Wasser erblickt, dass er bei dem Versuch sich selbst zu küssen, schließlich ertrinkt.

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  3. Hast du es in der Schule mit Erwachsenen zu tun? Oder wie kommt diese 26jährige ins Spiel? Worum drehte es sich in der Projektarbeit? Wieso musste die Familie des Mädchens ihr Einverständnis geben?
    Ich stelle gern solche Sachfragen um den heißen Brei herum, um die Emotionen, die bei solchen Geschichten aufkommen können, abzukühlen. .

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    • Zweifellos eine gute Strategie zum Eindämmen von Emotionen !
      In meiner Schule gibt es auch eine Abendschule, die von Erwachsenen besucht wird. Aus diesem Bereich stammen die Akteure dieser Kleintragödie.
      Muslimische Mädchen und Frauen dürfen sehr wenig. Es wäre leicht möglich gewesen, dass Vater oder Brüder des Mädls nicht akzeptiert hätten, dass sie gemeinsam mit einem Mann eine Arbeit schreibt und dass sie diesen Mann dann bedroht hätten. Wir haben diesbezüglich schon viel erlebt. In diesem Fall ist es aber anders.

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  4. Das ist tragisch und völlig unnötig.
    Mit den Zeugen Jehova hast du völlig Recht, den „Pionierdienst“ machen meist die unteren Sektenmitglieder…

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    • Ich bewundere das beinahe mir welchem Einsatz diese Leute unterwegs sind, die sind unglaublich motiviert. Aus meiner Sicht wäre diese gewaltige Motivation einer besseren Sache würdig. Die Zeugen Jehovas sind ein gewaltiges Finanzimperium, davon bekommen aber die unteren Chargen nichts mit…. schönes WE wünsche ich dir

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  5. Das wäre auch ohne die Kultur-/Religionsverwirrung schon problematisch genug. Herr, schmeiß Hirn vom Himmel, aber da regieren vermutlich die Hormone … *seufz*

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    • Die Frau, die das ganze Schlamassel verursacht, ist nicht etwa ein hormongebeutelter Teenager sondern eine 26jährige Frau und die Tschetschenen, zumindest die Wiener community, sind eine extrem gewaltbereite Gruppe, es gibt immer wieder nicht nur Schlägereien sondern auch Messerstechereien mit schwer Verletzten und das aus völlig lächerlichen Gründen. Also die Mischung zwischen einer psychisch zumindest beeinträchtigten Person und so einer schlagkräftigen Gruppierung ist reichlich beunruhigend ……

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  6. Das klingt ja wirklich nach einem explosiven Geschehen. Der arme Zukünftige der jetzt Verschmähten.

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  7. das ist wirklich ein krasser Fall von Mobbing. – So kann Liebe auch blind machen, dass man so eine Hassaktion macht. Glaubt das Mädel wirklich, dass sie dadurch diese Liebe bekommt?

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